Kampf gegen die Kriminalität

Clans im Ruhrgebiet: Krass! Dieses Gerät ließ Kriminelle in Polizei-Falle tappen

Razzia gegen Clan-Kriminalität in Essen
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Razzia gegen Clan-Kriminalität in Essen

Im Kampf gegen die Clans im Ruhrgebiet hat die Polizei in Essen nun eine neue Möglichkeit getestet - mit Erfolg.

  • In Essen haben Polizei, Zoll, Finanzverwaltung und die Stadt am Donnerstag (30. Januar) Kontrollen wegen Clans durchgeführt.
  • Dank neuer Technik war die Flucht der Verdächtigen zwecklos.
  • Einen Verdächtigen konnten die Beamten im Gebiet um die Ripshorster Straße festnehmen.

Essen - In Essen konnten die Beamten nun aufgrund neuer Technik nun eine verdächtige Person festnehmen. Die Flucht vor der Polizei war daher zwecklos.

Clan-Kontrollen in Essen: Flucht über die Bahngleise half den Verdächtigen nicht

Für große Kontrollen gegen Clans bekamen die Beamten am Donnerstagmittag (30. Januar) nicht nur Unterstützung von der Stadt Essen, dem Zoll und der Finanzverwaltung. Zum ersten Mal wurde auch eine Drohne eingesetzt. Das sollte sich schon kurze Zeit später als äußerst hilfreich erweisen.

Untersucht wurde der Bereich um die Ripshorster Straße in Essen-Borbeck. Als die Kontrollkräfte eintrafen, flüchteten direkt vier Personen über eine dortige Mauer und versuchten, über die Bahngleise zu fliehen.

Die Jagd auf kriminelle Clans ist für Polizei im Ruhrgebiet inzwischen Routine. Vor allem in Essen kommt es immer wieder zu Einsätzen und Razzien der Polizei aufgrund von Clankriminalität. Erst neulich gelang den Beamten ein Schlag gegen Clans im Ruhrgebiet. Mit einer Drohne gingen die Beamten bisher in solch einem Fall nicht zu Werk.

Die Polizei in Dortmund setzte eine Drohne dagegen bereits 2017 ein - nach dem Bomben-Anschlag auf die Mannschaft des BVB.

Auch bei der kürzlich stattgefundenen Mega-Evakuierung in der Innenstadt von Dortmund nutzte die Polizei eine Drohne, um Kriminelle davon abzuhalten, in leere Wohnungen einzubrechen.

Polizei setzt Drohne im Kampf gegen Clans eins - Verstecken zwecklos

Die Verfolgung der verdächtigen Personen am Donnerstagmittag (30. Januar) gelang der Polizei daraufhin durch die Drohne, da es aufgrund des dortigen Bahnverkehrs zu Fuß zu gefährlich für die Einsatzkräfte gewesen wäre.

Doch durch die Verwendung des neuen Gerätes, der das Pilotprojekt des Innenministeriums möglich war, konnten die Einsatzkräfte in dem unübersichtlichen Gebiet eine neue Perspektive erhalten - verstecken war da zwecklos.

Denn durch die Übersichtsaufnahmen konnte die Drohne die Verfolgung auch dann noch aufrechterhalten, als sich die Personen trennten. 

Im Video: Polizei mit Razzia gegen Clans

Verdächtiger dank Drohne von Polizei in Essen festgenommen

Zwei der Verdächtigen in Essen konnten auf diese Weise auch in ihrem genauen Versteck ermittelt und von der Polizei vorläufig festgenommen werden. Einer der beiden Männer versteckte sich zuvor in einem Gebüsch, ein anderer suchte Schutz hinter einer Mauer, wie die Polizei Essen nach dem Einsatz der Drohne mitteilt.

Übrigens: Es gab Ende Januar eine große Razzia in Essen im Rotlichtviertel. Die Polizei kontrollierte insgesamt 17 Bordelle und fand zum Teil "unhaltbare hygienische Zustände."

Bei einem Mann besteht der Verdacht des illegalen Aufenthalts. Warum sich die zweite Person auf die Flucht begab, ist der Polizei allerdings bislang schleierhaft. Daher wurde der zweite Mann kurz darauf wieder entlassen.

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