Vor der Musikkarriere

„Meinem Umfeld entfliehen“: DSDS-Sieger Jan-Marten war spielsüchtig

Jan-Marten Block spricht Monate nach seinem DSDS-Sieg über seine Sucht. (Fotomontage)
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Jan-Marten Block spricht Monate nach seinem DSDS-Sieg über seine Sucht. (Fotomontage)

Jan-Marten Block war bei DSDS-Fans vor allem wegen seiner bodenständigen Art beliebt. Umso schockierender ist eine Sucht-Beichte, die der Castingshow-Gewinner nun ablegt.

Süderlügum - Mit seinem Song „Never Not Try“ sang sich Jan-Marten Block (25) in der 18. Staffel „Deutschland sucht den Superstar“ (RTL)* in die Herzen vieler DSDS-Zuschauer - und ging so auch als Sieger aus der Castingshow hervor. Mit seinem Hit schaffte er es an die Spitze der Download-Charts und lässt Fans nun gespannt auf neue Musik warten. Doch bis dahin packt der ehemalige E-Commerce-Azubi über eine dunkle Zeit in seiner Vergangenheit aus und spricht erstmals offen über seine Sucht, die ihn beinahe alles gekostet hätte. Extratipp.com* berichtet.

DSDS-Sieger Jan-Marten hatte in der Vergangenheit mit seiner Spielsucht zu kämpfen.

DSDS-Sieger Jan-Marten spricht erstmals über seine Spielsucht

Im Interview mit bild.de erzählt der bodenständige DSDS-Gewinner (alle Sieger im Überblick*) von seiner Spielsucht, die ihn viele Jahre seines Lebens begleitete. Obwohl er sich schon früh für Computer interessierte, war es ein schleichender Prozess hin zur Sucht. „Als ich in der Realschule war, habe ich manchmal geschwänzt, um Zocken zu können. Nach der Konfirmation habe ich meinen ersten Laptop bekommen. Aber richtig schlimm wurde es dann während meiner Ausbildung zum Physiotherapeuten. Da waren Computerspiele der Mittelpunkt meines Lebens“, so der 25-Jährige im Interview.

„Leben komplett schieflief“ - Jan-Marten (DSDS) erkannte selbst, dass er süchtig ist

Seine komplette Freizeit bestand seiner Aussage nach schließlich nur noch aus Zocken. „Diese virtuelle Welt hat mich komplett aufgesogen“, weiß der DSDS-Star (Das sind die legendärsten DSDS-Juroren*) nun. Doch wie erklärt sich Jan-Marten Block im Rücklick seine Sucht? „Wahrscheinlich wollte ich einfach meinem Umfeld entfliehen. Alle Probleme, die ich damals hatte, verdrängte ich, um Zocken zu können“, so der 25-Jährige. Er habe mit niemandem darüber sprechen können. Irgendwann habe er jedoch selbst realisiert, dass sein „Leben komplett schieflief“. Er habe Freunde und Familie vernachlässigt, sogar seine damalige Freundin machte Schluss.

„Ich war kurz davor, jeden einzelnen aus meiner näheren Umgebung zu verlieren“, so der Sieger von DSDS (Das ist aus den Gewinnern der Show geworden*) heute. Als er schließlich noch die erste Prüfung zum Physiotherapeuten vergeigte, wachte er auf. Statt zum Controller griff er zur Gitarre - heute fühlt er sich bereits nach zwei Stunden Zocken schlecht. „Ich frage mich dann, was ich alternativ in der Zeit hätte machen können: Texte schreiben, Musik machen, was produzieren.“ Diese Entwicklung dürfte nicht nur Jan-Marten und sein Umfeld, sondern auch DSDS-Fans freuen. * extratipp.com ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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