Modedesigner

Wolfgang Joop rudert nach frauenfeindlichen Skandal-Äußerungen zurück

Wolfgang Joop
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Der Modedesigner Wolfgang Joop hat sich für frauenfeindliche Aussagen in einem Interview entschuldigt.

Designer Wolfgang Joop hat in einem Interview den frauenfeindlichen Umgang mit Models verherrlicht. Jetzt hat er sich entschuldigt.

Berlin (dpa) - Modeschöpfer Wolfgang Joop (76) hat sich in einem Interview mit dem Spiegel frauenfeindlich zum früheren Umgang mit Models geäußert. Jetzt hat er sich entschuldigt. „Meine Aussage bezüglich der Sünde in der Modewelt war im Kontext deplatziert“, schrieb der Modedesigner am Sonntag (14. November) bei Facebook und Instagram.

Wolfgang Joop schockt mit Aussagen über Models - und entschuldigt sich jetzt

Er wolle sich bei all jenen entschuldigen, die dies verärgert oder verletzt habe, so der 76-Jährige. Ihm sei wichtig zu betonen, dass er „jegliche Form von Machtmissbrauch und Gewalt damals wie auch heute zutiefst ablehne“ (mehr Nachrichten über Promis auf RUHR24 lesen).

Im Interview mit dem Spiegel hatte Joop gesagt, er habe bei dem Tod von Modezar Karl Lagerfeld geweint, weil damals eine Ära zu Ende gegangen sei und „diese Welt so wunderbar frivol und frigide war. Alles war käuflich. Die Agenturen gaben die Schlüssel zu den Zimmern der Models, die nicht so viel Geld brachten, an reiche Männer. Und wenn sich ein Mädchen beschwerte, hieß es: Wir können auch auf dich verzichten.“

Auf die Entgegnung des Journalisten, dass dies doch fürchterlich sei, antwortete Joop nüchtern: „Ja. Aber wirklich schön ist die Modewelt nur, wenn es auch die Sünde gibt.“ In seiner Entschuldigung erklärte Joop die Aussage so, er habe mit drastischen Worten „auf die Korruption und Frivolität der siebziger und achtziger Jahre der Branche“ hingewiesen. Deren Bestandteil sei „bedauerlicherweise auch der respektlose und missbräuchliche Umgang mit Models“ gewesen. Mit dpa-Material