Vor den Augen von Günther Jauch

RTL-Drama bei „Wer wird Millionär“: Günther Jauch muss tatenlos zusehen

Ausgerechnet der Vater einer „Wer wird Millionär“-Kandidatin ritt seine Tochter rein. Der Sturz vor RTL-Moderator Günther Jauch war tief.

Dortmund – Auf vielen Fernsehern ist seine Show gesetzt: „Wer wird Millionär“ mit Günther Jauch läuft seit 1999 bei RTL. Mit Witz, Schlagfertigkeit und einer kleinen Prise Fiesheit gewinnt der Moderator die Sympathien vieler Zuschauer und Teilnehmer – führt letztere aber auch in die Irre. Wie zuletzt Anna Öhlrich-Faustmann aus NRW.

„Wer wird Millionär“-Kandidatin verliert wegen eigenem Vater 60.000 Euro

Sie war Teilnehmerin zum Auftakt der 3-Millionen-Euro-Woche bei RTL. Und die junge Ärztin aus Düsseldorf marschierte lange durch – bis zur 64.000-Euro-Hürde.

Zuvor strauchelte sie nur zweimal: beim Thema Elster-Steuerprogramm und der Geschichte um den Zirkuselefanten Tuffi. Bei 64.000 Euro kam es nach der Frage von Günther Jauch zur dritten Unsicherheit. Dieses Mal geht darum, welches Recht der lateinische Ausdruck Ius soli, wörtlich dem Recht des Bodens, prägt.

„Wer wird Millionär“: Frau aus NRW fällt tief vor den Augen von Günther Jauch

Die Antwortmöglichkeiten waren: Staatsbürgerschaft, Erbschaft, Notwehr und Einkommenssteuer. Die Tendenz bei der Frau aus NRW war die Staatsbürgerschaft. Sicherheit herrschte – auch nach einem Gespräch mit „WWM“-Moderator Günther Jauch nicht. Welche ein Glück, dass ihr Vater Notar ist und als Telefonjoker eingespeichert war – sollte man zumindest meinen.

Die Ärztin rief ihren Papa an. Der wiederum war sich zu 75 Prozent sicher, dass es sich um einen Ausdruck aus dem Erbrecht handelte. So wurde aus der Vermutung Staatsbürgerschaft die Antwort Erbschaft. Und dieser Umschwung kostete die RTL-Kandidatin 63.500 Euro.

Eine Kandidatin bei „Wer wird Millionär“ erlebte einen herben Rückschlag vor den Augen von RTL-Moderator Günther Jauch.

500 Euro in „Drei-Millionen-Euro-Woche“ von „Wer wird Millionär“: Frau aus NRW stürzt ab

Denn Ius soli beschreibt das Recht auf die Staatsbürgerschaft im Land, in dem man geboren wurde. Mit Erbschaft hat es hingegen wenig zu tun.

Ius Soli

Das Ius soli (wörtlich: Recht des Bodens) verknüpft den Erwerb der Staatsangehörigkeit mit dem Geburtsort und wird deshalb auch als Geburtsortprinzip bezeichnet. Jedes Kind, das auf dem Gebiet eines Staates geboren wird, erhält demnach automatisch dessen Staatsangehörigkeit, unabhängig davon, welche Staatsbürgerschaft seine Eltern haben. In Deutschland gilt das Ius soli seit der Staatsangehörigkeitsrechtsreform 2000 als „Optionsmodell“ neben dem Abstammungsprinzip (siehe Optionspflicht). Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung

Statt 64.000 Euro gehen jetzt also 500 Euro auf das Konto von Anna Öhlrich-Faustmann aus Düsseldorf. Ausgerechnet ihr Vater hat sie – sicherlich unbeabsichtigt – in die Pfanne gehauen.

Rubriklistenbild: © Stefan Gregorowius/RTL; Collage: RUHR24

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