Ermittlungen dauern an

Mirco Nontschew: Management gibt Todesursache des Comedians bekannt

Der plötzliche Tod von Komiker Mirco Nontschew wirft viele Fragen auf. Jetzt gibt es offenbar weitere Hinweise zur Todesursache.

Update, Dienstag (14. Dezember), 7 Uhr: Berlin – Von wegen: Alles klar! Die Todesursache von Mirco Nontschew soll keineswegs eindeutig sein. Die Staatsanwaltschaft widerspricht dem Management. Demnach sollen die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen sein.

KomikerMirco Nontschew
Geboren29. Oktober 1969, Ost-Berlin
Gestorbenam oder vor dem 3. Dezember 2021, Berlin
Shows (u.a.)RTL Samstag Nacht, LOL – Last One Laughing

Mirco Nontschew: Todesursache des Comedians weiter unklar

Update, Freitag (10. Dezember), 17.09 Uhr: Mirco Nontschew († 52) ist offenbar eines natürlichen Todes verstorben. Das berichtet sein langjähriger Manager und Freund Bertram Riedel im Gespräch mit der Bild. Dem Bericht zufolge soll der Komiker im engsten Kreis beigesetzt werden, ein Datum stehe noch nicht fest.

Erstmeldung, Sonntag (5. Dezember), 10.47 Uhr: Die Nachricht war am Samstagmittag (4. Dezember) nicht nur für viele Kollegen und Weggefährten ein Schock: Mirco Nontschew ist tot. Der Comedy-Star wurde nur 52 Jahre alt. Die Todesursache ist noch immer unklar. Laut einem Bericht sind jetzt aber erste Details bekannt.

Mirco Nontschew: Todesursache unbekannt – angeblich kein Suizid oder Fremdverschulden

Was bislang bekannt ist: Die Feuerwehr entdeckte am Freitagnachmittag (3. Dezember) gegen 16 Uhr den leblosen Körper eines 52-jährigen Mannes in einem Mehrfamilienhaus in Berlin-Steglitz. Am Samstag erklärte Bertram Riedel, langjähriger Manager und Freund von Mirco Nontschew gegenüber Bild, dass es sich bei dem Toten um den Comedy-Star handelt.

Angehörige hätten laut Bild-Bericht Alarm geschlagen, weil sie zuvor mehrere Tage nichts von Mirco Nontschew gehört hätten. Zur Todesursache war zunächst nichts bekannt. Eine Polizeisprecherin kündigte lediglich die Einleitung eines Todesermittlungsverfahrens an. Einen Tag nach der traurigen Nachricht will die Zeitung jetzt aber erste Details erfahren haben.

Mirco Nontschew wurde nur 52 Jahre alt.

So lägen weder Anzeichen für einen Suizid noch für Fremdverschulden als Todesursache vor, wie die Bild unter Berufung auf Polizeikreise berichtet. Starb Mirco Nontschew eines natürlichen Todes? Laut des Berichts soll sich der Entertainer vor Kurzem in einer Klinik aufgehalten haben. Offiziell bestätigt sind diese Informationen jedoch nicht (mehr Promi-News bei RUHR24).

Tod von Mirco Nontschew: Offene Fragen zur Todesursache und zur dritten Staffel „LOL“

Mirco Nontschew war in den 90er-Jahren als Teil von „RTL Samstag Nacht“ berühmt geworden. Der gebürtige Ost-Berliner war ein Meister der Situationskomik und bekannt für seine Fähigkeit, Geräusche nahezu perfekt zu imitieren. Später wirkte Mirco Nontschew in mehreren Filmen von Otto Waalkes („7 Zwerge“, „Otto‘s Eleven“) mit. Der Komiker erhielt zudem mehrere Auszeichnungen.

Danach war es lange Zeit ruhig um Mirco Nontschew, bis er Anfang 2021 in der ersten Staffel des Amazon-Prime-Formats „LOL – Last One Laughing“ sein Comeback feierte. Bei „LOL“ müssen sich Prominente – überwiegend Comedians – gegenseitig zum Lachen bringen. Der Komiker galt als Angstgegner.

Für „LOL“ stand Mirco Nontschew erst im Oktober erneut vor der Kamera. Er ist Teil der dritten Staffel, die im Frühjahr 2022 ausgestrahlt werden soll. Ob es dazu tatsächlich kommt, ist noch unklar. Laut Bild wollen die Produzenten der Show in einer Krisensitzung zu Wochenbeginn über die Ausstrahlung der neuen Staffel entscheiden.

Zahlreiche Kollegen verabschieden sich von Mirco Nontschew

Angeblich tendiere man dazu, die Folgen wie geplant zu zeigen. Die Szenen mit dem gebürtigen Berliner herauszuschneiden sei aufgrund des Formats der Show schwierig. Dass die dritte „LOL“-Staffel komplett gestrichen wird, scheint laut Bild ebenfalls unwahrscheinlich, weil es nicht zuletzt um viel Geld geht.

Zahlreiche Comedians und Entertainer haben in den sozialen Netzwerken bereits Abschied von ihrem Kollegen genommen. Hugo Egon Balder, der Mirco Nontschew einst für „RTL Samstag Nacht“ entdeckte, schrieb: „Ich bin fassungslos, unendlich traurig und jetzt einfach nur stumm.“

„LOL“-Kollege Torsten Sträter bezeichnete seinen verstorbenen Kollegen als „Genie der absurden Comedy“. „Dieser Mann war 100 Komiker in einem, eine verrückte Wundertüte des Humors, ein Stern. Es ist so ungerecht“, so Sträter. Laut Wigald Boning sei Mirco Nontschew das liebenswerteste unter den „wenigen wahren Genies“ gewesen, denen er begegnen durfte. „Es tut furchtbar weh. Ruhe in Frieden.“

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