Coronavirus und Existenzängste

Ist Tim Mälzer pleite? Jetzt spricht er bei Markus Lanz - "dann bin ich privat bankrott"

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Fernsehkoch Tim Mälzer kann wegen des Coronavirus bald sein Personal nicht mehr bezahlen.

Das Coronavirus geht auch nicht an Prominenten wie Tim Mälzer vorbei. Der TV-Koch könnte bald sogar ganz vor der Pleite stehen.

  • Das Coronavirus sorgt derzeit bei vielen Menschen für Existenzängste.
  • Auch Fernsehkoch Tim Mälzer steht kurz vor der Pleite.
  • Darüber sprach er mit Markus Lanz in der gleichnamigen Talkshow im ZDF.

Dortmund - Das Coronavirus trifft viele Unternehmen und Selbstständige Personen derzeit hart - und sorgt vor allem für Existenzängste, da wichtige Einnahmen fehlen. Davon sind auch Prominente nicht ausgenommen. Fernsehkoch Tim Mälzer (49) steht nun kurz vor der Pleite.

Markus Lanz (ZDF): Coronavirus sorgt für Existenzängste bei Unternehmern

Bei Markus Lanz am Donnerstagabend (19. März) gab es natürlich nur ein Thema: das Coronavirus. Vor allem drehte es sich in seiner Talkshow im ZDF auch um das Thema Arbeit während des Virus. Zu dieser Thematik hatte auch Koch Tim Mälzer etwas beizutragen. Er wurde per Videochat aus seinem Büro in die Show zugeschaltet.

Auch er sei von dem Coronavirus stark betroffen. Mehre Unternehmen stehen bei ihm nun vor dem Aus, was der Koch und Gastronom nicht einfach so hinnehmen will.

Tim Mälzer droht wegen des Coronavirus die Schließung seiner Unternehmen

"Bei mir stehen derzeit zwei Unternehmen vor der Schließung. Wir arbeiten mit Faktoren, die sehr hohe Kosten verursachen. Das ist die Miete und das ist das Personal. Dann kommt obendrauf noch ein Wareneinsatz. Ich kann da wirklich nur sagen, und ich spreche da jetzt nicht für Tim Mälzer den Fernsehkoch, oder Tim Mälzer, der 'Die Bullerei' sehr erfolgreich die letzten Jahre geführt hat, sondern ich rede als Gastronom und als Unternehmer auch stellvertretend für meine ganzen Kollegen", so Tim Mälzer, der jetzt auch unter die Entertainer gegangen ist.

Video: Tim Mälzer schließt sein Restaurant "Bullerei" vorübergehend

Der Januar und der Februar seien bei dem Gastronom grundsätzlich immer sehr schlechte Monate. "Wenn da jetzt nicht sehr schnell Finanzhilfen kommen, die im Wesentlichen sich auf die Lohnkosten konzentrieren, dann werden in nächster Nähe sehr viele Unternehmen schließen müssen", droht der Gastronom an.

Davon sehen sich auch Großkonzerne wie Adidas und H&M bedroht - sie beschlossen deshalb während der Coronavirus-Krise keine Miete mehr zu bezahlen. Eine Farce, wie viele finden. 

Tim Mälzer könnte wegen des Coronavirus in drei Monaten privat und unternehmerisch bankrottgehen

Die Kurzarbeit sei nun mal auch an sehr viele Bedingungen geknüpft. Beispielsweise müssen die Kosten auch erstmal vorgestreckt werden. Das können auch ein erfolgreicher TV-Koch wie er sich nicht mal eben leisten.

"Ich habe null Euro Einnahmen, ich habe jeden Tag 200 Mitarbeiter, die ich voll bezahlen muss. Das kann ich mir, als Tim Mälzer, der die Möglichkeit hatte, mir die letzten Jahre ein gewisses Polster aufzubauen, für ungefähr drei Monate leisten. Dann bin ich nicht nur unternehmerisch, sondern auch privat bankrott."

Politiker Olaf Scholz erklärt: Regierung versucht wegen des Coronavirus ein umfassendes Finanzpaket zu finanzieren

Düstere Aussichten für den TV-Koch. Um dieser Pleite entgegenzuwirken, fordere er nun ein Finanzpaket nur für die Löhne seiner Mitarbeiter. Das kann Vizekanzler Olaf Scholz (61) gut nachvollziehen. Auch er wurde per Videochat in die Talkshow von Markus Lanz (51) eingeladen.

Vizekanzler Olaf Scholz versprach Fernsehkoch Tim Mälzer Hilfe in der schwierigen Zeit.

Er versprach Tim Mälzer, der nun sogar kostenlos für das Personal einer Klinik in Hamburg kocht, dass die Bundesregierung derzeit an einem entsprechenden Paket arbeiten würde. Dabei wurde der Politiker noch konkreter: "Ein sehr beeindruckender Milliardenbetrag, der nicht bei zehn Milliarden stehen bleibe." Doch wirklich beruhigt schien Tim Mälzer, der immer noch seinen Freund Jan Fedder trauert, nach der Aussage nicht.

Tim Mälzer fordert: Lohnnebenkosten und Mehrwertsteuer sollen bis Ende des Jahres erlassen werden

Er stellte stattdessen noch eine Gegenforderung: Er möchte, dass die Lohnnebenkosten oder die Mehrwertsteuer bis Ende des Jahres erlassen werden. Das würde dem Koch und Unternehmer schon einiges an Sorgen nehmen. Das konnte jedoch Olaf Scholz nicht versprechen.