„Modern Talking“-Star

Thomas Anders macht Russland eine Ansage: „da sterben Menschen“

„Modern Talking“-Sänger Thomas Anders reagiert auf den Ukraine-Krieg und hat Bitte an Fans.

Deutschland/Russland – Seit „Modern Talking“ in den 80ern einen wahren Siegeszug durch Europa gefeiert hat, sind Thomas Anders (59) und Dieter Bohlen (67) in Russland gefeierte Stars. So ist es kein Wunder, dass beide Musiker für 2021 und 2022 Konzerte in Moskau und andern Städten geplant hatten. Während Bohlen seine Russland-Tour wegen der Corona-Pandemie abgesagt* hat, hat Thomas Anders im April 2022 wegen des Kriegs in der Ukraine die Reißleine gezogen – und damals harte Worte gewählt.

SängerThomas Anders
Geboren1. März 1963 (Alter 59 Jahre), in Münstermaifeld
EhepartnerinClaudia Hess (verh. 2000), Nora Balling (verh. 1984–1999)
BandModern Talking (mit Dieter Bohlen)

Thomas Anders plante 2022 Russland-Konzerte – und macht harte Ansage wegen Ukraine-Krieg

Seit dem 24. Februar ist in Europa nichts, wie es mal war: Der Feldzug Wladimir Putins mit der russischen Armee in der Ukraine sorgt für weltweites Entsetzen. Auch zahlreiche Prominente haben sich bereits gegen den Krieg in der Ukraine positioniert und Konzerte oder Tourneen in Russland abgesagt. An die Welle der Empörung hat sich nun auch einer der ganz großen Schlagerstars angeschlossen: Thomas Anders.

Das ehemalige „Modern Talking“-Mitglied hat seit den 80ern in Russland eine große Fangemeinde, tritt regelmäßig in dem osteuropäischen Land auf. Trotzdem – oder gerade deswegen – hat der ehemalige Musik-Partner von Dieter Bohlen jetzt angesichts des Russland-Feldzugs in der Ukraine harte Worte gewählt.

Ukraine-Krieg 2022: Schlagerstar Thomas Anders sagt alle Russland-Konzerte ab

Eigentlich sollte der Frühling 2022 für Thomas Anders ein ganz besonderer werden: Nach langen Monaten der Corona-Pandemie wollte er auf große Europa-Tour mit Konzerten in unter anderem Malta, Talinn, Kiew, Moskau, Jekaterinenburg und vielen weiteren europäischen Städten gehen (mehr Promi-News auf RUHR24 lesen).

Die Konzerte in Russland und der Ukraine hat der Sänger abgesagt und auf einen späteren Zeitpunkt verschoben – aus „moralischen Gesichtspunkten“, wie Thomas Anders im Interview mit T-Online erklärt. „Es ist für mich unvorstellbar, und ich bin fassungslos“, sagte der Sänger vergangene Woche auch in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur

Dass Thomas Anders seine Russland-Konzerte abgesagt hat, habe bei einigen russischen Fans für Bedauern gesorgt, erklärt der Sänger gegenüber RTL und T-Online. Doch er bezweifle auch, „dass die russische Bevölkerung überhaupt richtig Bescheid weiß“. So hätten ihn Nachrichten von russischen Fans erreicht, in denen diese von einem „Konflikt“ in der Ukraine gesprochen hätten. Der Hintergrund: Das russische Staatsfernsehen zensiert den Ukraine-Feldzug wohl massiv.

Thomas Anders erklärt russischen Fans Ukraine-Krieg: „Da fliegen Raketen, da sterben Menschen“

Deshalb war es dem 59-Jährigen auch ein Anliegen, Aufklärungsarbeit zu leisten, wie er in einem Interview mit RTL betont. Mit einer russischen Fanclubleiterin habe Thomas Anders Tacheles gesprochen: „Ich habe ihr dann geschrieben: Da fliegen Raketen auf Städte wie Kiew und andere, da sterben Menschen, das ist kein kleiner Konflikt“, so der Schlagerstar.

Thomas Anders ist ein Mega-Star in Russland. Hier eine Plakatankündigung für ein Konzert im Jahr 2013.

Dennoch hat Thomas Anders angesichts des Kriegs in der Ukraine auch eine wichtige Bitte an seine deutschen Fans, wie er im Interview mit T-Online erklärt: „Mir war dabei ganz wichtig zu sagen, dass es nicht ‚die Russen‘ sind, die die Ukraine angegriffen haben. Es ist die russische Regierung. Das russische Volk kann nichts dafür. Es ist kein Kriegstreiber. Ich bin Unterhaltungskünstler, ich mache keine Politik. Aber ich weiß: Die russische Bevölkerung will diesen Krieg nicht.“

Wann und ob Thomas Anders je wieder in Russland auftreten wird, ist derzeit noch völlig unklar. Er selbst zeichnet bei T-Online ein düsteres Bild: „Ich glaube, es wird böse, es wird blutig und es wird ganz grausam.“

Rubriklistenbild: © IMAGO / STAR-MEDIA; IMAGO / imagebroker/ imageBROKER/VladimirxSidoropolev iblvsv06791980