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„Tagesthemen“ (ARD): Clueso tritt auf - und teilt erstmals Meinung über Corona mit

Clueso
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Der Sänger Clueso steht für die Produktion „Friends of Clueso“ des Mitteldeutschen Rundfunks in Leipzig auf der Bühne.

Singer-Songwriter Clueso ist in den ARD-“Tagesthemen“ aufgetreten und hat dort auch über die Corona-Situation in der Musikszene gesprochen.

Hamburg/Berlin (dpa) - Singer-Songwriter Clueso (41), der bürgerlich Thomas Hübner heißt, war am Freitag (22. Oktober) als Interview-Gast in ARD-Nachrichtensendung „Tagesthemen“. Dabei sprach er vor allem über die Lage der Musikszene in Corona-Zeiten.

Clueso tritt in den „Tagesthemen“ auf - und spricht über Corona-Pandemie

Besonders schwierig findet der 41-Jährige die Entscheidung für Konzertveranstalter, ob sie Besucher nach dem 2G- (geimpft oder genesen) oder dem 3-G-System (geimpft, genesen oder getestet) hineinlassen. Das sei „sehr ambivalent“. Einerseits wolle er nicht, dass die Leute krank würden. Auf der anderen Seite sei die Idee von Kunst und Musik „doch, dass alle kommen, dass jeder kommen kann“.

Es sei sehr schwer, „uns die Karte zuzuschieben, dass man als Künstler quasi die Entscheidung treffen muss“, stellte Clueso fest. Besonders kompliziert sei die Entscheidung auch, weil es in den Bundesländern unterschiedliche Regeln gebe (mehr Promi-Nachrichten auf RUHR24 lesen).

Clueso: Nach den Ärzten zweiter Musiker in den „Tagesthemen“ (ARD)

Clueso merkte an, dass es, was Musik und Konzerte angehe, noch ein langer Weg sei, „bis wir wieder da sind, wo wir mal waren“. Ihm als Musiker sei es in der Corona-Pandemie gut gegangen, „ich kam irgendwie über die Runden, (...) aber es dauert noch“. Kurz vor der Sendung sang er, begleitet von einem Pianisten und einem Saxophonisten, einen Song.

Zu Videos von Künstlern, in denen die offiziellen Corona-Maßnahmen scharf kritisiert wurden, zum Beispiel #allesdichtmachen, sagte Clueso: „Ich hab‘s nicht kapiert, vielleicht hätte man dazu einen kleinen Beipackzettel liefern müssen.“ Corona sei ein sensibles Thema und müsse auch sensibel behandelt werden. „Ich fand‘s nicht schlau“, resümierte der in Erfurt geborene Musiker, der mit Titeln wie „Gewinner“ und „Chicago“ Erfolge gefeiert hat.

Im Oktober vor einem Jahr waren bereits die Punk-Musiker der Band Die Ärzte als Interviewpartner in den „Tagesthemen“. Dabei appellierten sie an die Politik, in der Corona-Krise die Kulturbranche nicht zu vergessen. Zuvor hatten sie die „Tagesthemen“ mit einem Kurz-Auftritt eröffnet - der erste Live-Musik-Auftritt in der Nachrichtensendung überhaupt.

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