Impro-Comedy

Sat.1-Comedy: Zuschauer zerreißen Show mit Oliver Pocher – „so schlecht“

Die Comedy Märchenstunde
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Die Comedy-Märchenstunde auf Sat.1 überzeugte nicht auf ganzer Linie

Volle Star-Power: Mit Oliver Pocher, Mirja Boes und anderen startete eine neue Impro-Show bei Sat.1. Doch richtig zum Lachen brachte sie die TV-Zuschauer nicht.

Deutschland – Immer wieder wandert der Blick von Oliver Pocher (43) beifallheischend in die Kamera. Als warte er nur darauf, dass ihm die krachenden Lacher um die Ohren fliegen. Das tun sie auch – allerdings offenbar nur vom Live-Publikum der Comedy Märchenstunde. Die Kommentare der TV-Zuschauer bei Twitter: Eher ernüchtert. Verblüfft fragten die sich, warum bei der Sat.1-Show überhaupt jemand lacht.

TV-ShowComedy Märchenstunde
SenderSat.1
BesetzungMirja Boes, Martin Schneider, Uwe Ochsenknecht, Oliver Pocher u.a.

Oliver Pocher in neuer Comedy-Show bei Sat.1: Märchenstunde enttäuscht TV-Zuschauer

Unter dem Titel „Böses Aschenputtel, fresher Prinz“ wollte Sat.1 mit einem neuen Impro-Comedy-Format neuen Schwung in bekannte Märchenklassiker bringen. Um das Format direkt auf Erfolgskurs zu bringen, lies sich der TV-Sender nicht lumpen und schickte gleich eine ganze Gruppe von Stars auf die Bühne.

Mit Comedy-Profis wie Mirja Boes (50), Oliver Pocher, Martin Schneider (57), Judith Williams (50), Wigald Boning (54), Volker „Zack“ Michalowski (50), Eko Fresh (38), Pam Pengco, Heinz Hoenig (70), Susan Sideropoulos (41) und Mimi Fiedler (46) hätte die Show tatsächlich das Zeug dazu gehabt, zum neuen Erfolgsformat zu werden.

Ein Blick auf die (wenigen) Kommentare bei Twitter zu der Show zeigt aber: So richtig Tränen hat zu Hause vor dem TV offenbar kaum einer gelacht.

Comedy-Show bei Sat.1: Märchenstunde mit Oliver Pocher erntet Kritik

Zwar hörten die Zuschauer vor dem Fernseher immer wieder laute und herzhafte Lacher aus dem Publikum, doch die Wahrnehmung der Show vor der Bühne und vor dem TV unterschied sich offenbar gänzlich.

Gar so sehr, dass ein Kommentator den Machern der Show unterstellte, dass es nicht anders sein könne, als dass das Live-Publikum vor der Show betrunken gemacht wurde – anders seien die lauten Lacher nicht zu erklären: „Wurde das Publikum vorher abgefüllt oder warum lachen die alle so herzhaft über die bisher sehr mäßigen Witze?“

Und auch ein anderer Kommentar zeigt, wie langweilig die Show bei vielen TV-Zuschauern rübergekommen sein muss. „Und wenn sie noch nicht umgeschaltet haben, dann lachen sie noch heute nicht“, twitterte ein anderer User. Ein weiterer Kommentar bring zudem auf den Punkt, was der Show ganz offensichtlich fehlte: „Als Impro-Comedy à la Schillerstraße wäre das deutlich lustiger.“

Comedy-Märchenstunde mit Oliver Pocher auf Sat.1: Lacher nur beim Bühnen-Publikum

Denn obwohl die Comedy-Märchenstunde von Sat.1 als Impro-Comedy-Show angepriesen wurde, war gerade von der Improvisation wenig zu spüren. Wurde in der Show wie auch bei anderen Reality-Formaten zu sehr nach Drehbuch gespielt und zu wenig seinem freien Lauf überlassen? Wie extratipp.com* berichtet, stieß dieses Problem auch Bauer-sucht-Frau-Fans übel auf.

Denn gerade das echte Leben, oder in diesem Fall die Improvisation durch die Schauspieler ist es, die bei dieser Form des Theaters – in der normalerweise wenig von dem gesprochenen Dialog oder der Handlung im Stück vorgegeben ist – für krachende Lacher sorgen kann.

So, wie es auch bei der Schillerstraße der Fall war. Bis heute gilt die Show, die bis 2011 ebenfalls auf Sat.1 lief, als glorreiches Paradebeispiel für eine erfolgreiche Impro-Show, die zudem einige Fernseh- und Comedy-Preise abräumte (Deutscher Comedypreis 2005, Deutschen Fernsehpreis 2006, Goldene Romy 2006).

Herz der Show war damals die Hauptdarstellerin Cordula Stratmann (58). Aber auch Oliver Pocher und Martin Schneider, die nun ebenfalls in der Comedy-Märchenstunde zu sehen waren, waren mit von der Partie (mehr Promi- und TV-News bei RUHR24).

Hohe Einschaltquoten bei der Comedy-Märchenstunde mit Oliver Pocher auf Sat.1

Trotz der offensichtlichen Kritik im Netz, kann sich eines jedoch sehen lassen: Insgesamt schalteten laut Watson 1,94 Millionen Menschen ein, als die Show am Montagabend (6. Dezember) bei Sat.1 über den TV-Bildschirm flimmerte. Offensichtlich waren die Erwartungen an die Show groß. Zu groß?

Wie Watson weiter berichtet, scheint auch der Sender nach der mäßig erfolgreichen Premiere abwarten zu wollen, wie es mit der Show weitergeht: „Vorerst sind nur die beiden Folgen Aschenputtel (6.12.) und Hänsel und Gretel (13.12.) geplant“, soll der Sender gegenüber dem Portal bestätigt haben. *RUHR24 und extratipp.de sind Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.