Im Alter von 88 Jahren

Centre Pompidou: Britischer Stararchitekt Richard Rogers gestorben

Richard Rogers
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Richard Rogers steht im Jahr 2013 vor einem Holzmodell seiner Vision der Londoner Southbank. Der britische Stararchitekt ist im Alter von 88 Jahren verstorben.

Richard Rogers hat das Centre Pompidou in Paris erschaffen. Jetzt ist der Stararchitekt im Alter von 88 Jahren gestorben.

London (dpa) - Der Star Architekt Richard Rogers ist im Alter von 88 Jahren in London gestorben. Das berichteten verschiedene Medien unter Berufung auf die Familie des Architekten und seinen Sprecher. Demnach starb der Brite am Samstagabend (18. Dezember) in seinem Haus in London. Er hinterlässt seine Frau und vier Söhne.

Centre Pompidou: Britischer Stararchitekt Richard Rogers im Alter von 88 Jahren gestorben

Richard Rogers gilt als einer der erfolgreichsten und einflussreichsten Architekten weltweit. Sein berühmtestes Bauwerk ist zweifelsohne das außergewöhnliche Bauwerk Centre Pompidou in Paris. Dieses entwarf er zusammen mit dem Italiener Renzo Piano entwarf (mehr Promi-News auf RUHR24 lesen).

Geboren wurde Rogers am 23. Juli 1933 im italienischen Florenz, welche kurz vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs nach England zog. Dort studierte der zukünftige Architekt studierte erst in London, dann mit Norman Foster in Yale. Die beiden gründeten 1963 gemeinsam mit Su Brumwell und Wendy Cheesman das sogenannte Team 4, woraus sich die britische High-Tech-Bewegung entwickelte.

In England herrschte damals extreme Wohnungsnot, die nur mit billigen, vorgefertigten Häusern gelindert werden konnte. Doch Rogers entwickelte seinen farbenfrohen, wiedererkennbaren, aber auch anpassungsfähigen Stil, bei dem er sowohl die Gebäudestruktur als auch die Infrastruktur als Designelemente einsetzte.

Richard Rogers ist tot: Kurz vor seinem Tod schloss er den bau des Three World Trade Centers ab

Nach seinem weltweiten Durchbruch in den siebziger Jahren mit dem Centre Pompidou entwarf er das Hauptquartier für den Versicherungsmarkt Lloyd‘s of London; es folgten weitere Bauwerke wie der Millennium Dome, der Terminal 5 des Flughafens Heathrow sowie das Leadenhall Building im Londoner Finanzbezirk mit dem Spitznamen „Cheesegrater“ (Käsereibe).

Kurz vor seinem 85. Geburtstag schloss er außerdem den Bau des Three World Trade Centers in New York ab. Auch dieser Wolkenkratzer wird von einem äußeren Verstrebungssystem aus reflektierendem Glas und Edelstahl zusammengehalten. Das American Institute for Architects verlieh ihm 2019 dafür – und für sein Lebenswerk – den höchsten Architekturpreis der Vereinigten Staaten. Auch Schauspieler und Comedian Mirco Nontschew starb vor wenigen Wochen. Mit dpa-Material.