Konsequenzen für RTL

Ludger Beerbaum: Reitsport-Legende äußert sich zu Tierquälerei-Vorwürfen

Ludger Beerbaum (58) hat sich zu den schweren Vorwürfen geäußert, die der Sender RTL erhoben hat. Darin ging es unter anderem um mutmaßliche Tierquälerei.

Riesenbeck/Köln – Ludger Beerbaum (58), Olympiasieger und Weltmeister im Springreiten, hat Stellung zu den Vorwürfen des Senders RTL genommen. Diese bezogen sich auf die angebliche Nutzung des „Barren“, einer verbotenen Trainingsmethode, in seinem Stall.

NameLudger Beerbaum
Geboren26. August 1963 (Alter 58 Jahre), Detmold
Größe1,90 Meter

Nach Vorwürfen der Tierquälerei: Ludger Beerbaum droht RTL mit Konsequenzen

Ludger Beerbaum (58) hat auf seiner Website ein Statement veröffentlicht, in dem er auf die Vorwürfe reagiert, die das Team von RTL Extra und Investigativ-Journalist Günter Wallraff erhoben haben. Er bezeichnet sie darin als „nachweislich falsch, verleumderisch und ehrverletzend.“

Der 58-Jährige kündigte zudem an, dass er juristische Schritte einleiten wolle. Auf das mutmaßliche „Barren“ reagierte die Reitsport-Legende auch und erklärte, es habe sich lediglich um das erlaubte „Touchieren“ gehandelt. Alle Vorgaben der Deutschen Reiterlichen Vereinigung seien dabei eingehalten worden.

Ludger Beerbaum: „Nichts Verstecktes, Unerlaubtes gemacht“

Ludger Beerbaum (58) führte in seinem Statement weiter aus, dass es in seinem Stall täglich zahlreiche Besucher gäbe und auf Plätzen geritten würde, die für jeden einsehbar seien. Damit wolle er verdeutlichen, dass bei ihm „nichts Verstecktes, Unerlaubtes gemacht“ werde (mehr Promi-News auf RUHR24 lesen).

Auf die im Beitrag von RTL erwähnten Stangen zum „Barren“, die als „brutal“ bezeichnet wurden, ging der 58-Jährige auch näher ein. Grundsätzlich sei nur verwendet worden, was erlaubt ist. Alle anderen gezeigten Stangen nutze man entweder für Zäune oder aber habe sie aussortiert.

Ludger Beerbaum selbst drohen juristische Schwierigkeiten

Ludger Beerbaum (58) sieht sich trotz seines Statements mit juristischen Schwierigkeiten konfrontiert. Wie die Tagesschau berichtet, habe die Tierschutzorganisation PETA bei der Staatsanwaltschaft Münster sogar Strafanzeige gestellt. Zu den Vorwürfen zählt auch „quälerische Tiermisshandlung“.

Ludger Beerbaum sieht sich nach Recherchen von RTL Extra Vorwürfen der Tierquälerei ausgesetzt.

Die Deutsche Reiterliche Vereinigung wolle das Video- und Bildmaterial genau sichten und auch die Staatsanwaltschaft einschalten. Zuvor sei allerdings eine „differenzierte Betrachtung erforderlich“. Der Unterschied zwischen dem erlaubten „Touchieren“ und dem verbotenen „Barren“ sei schwer festzustellen, heißt es.

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