Britische Royals

Prinz Charles versteht „verzweifelte“ Klimademonstranten - aber verurteilt Radikale

Der englische Thronfolger Prinz Charles ist an dem Coronavirus erkrankt.
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Der englische Thronfolger Prinz Charles.

Prinz Charles ist seit Jahren für seinen Schutz von Umwelt und Klima bekannt. Der Royal hat sich jedoch für konstruktiven Protest ausgesprochen - und manche Aktivisten kritisiert.

Ballater (dpa) - Der britische Thronfolger Prinz Charles (72) engagiert sich seit Jahrzehnten für die Umwelt. Jetzt hat der britische Royal auch sein Verständnis für Klimademonstranten ausgedrückt. Extreme Protestformen lehnt der älteste Sohn von Königin Elizabeth II. (95) jedoch ab. Aber: „Ich verstehe den Frust völlig“, so Prinz Charles in einem am Montag (11. Oktober) veröffentlichten Interview mit der BBC.

Prinz Charles setzt sich für Umweltschutz ein: Sohn der Queen kritisiert radikale Aktivisten

Es sei wichtig, dass die Öffentlichkeit verstehe, „wie verzweifelt“ vor allem viele junge Menschen seien, die protestieren. „Aber ich glaube nicht, dass es hilfreich ist, dies auf eine Weise zu tun, die die Leute entfremdet“, sagte der britische Thronfolger. Straßenblockaden seien zum Beispiel „nicht hilfreich“. „Die Schwierigkeit besteht darin, diesen Frust in eine Weise zu lenken, die konstruktiv statt destruktiv ist“, so Prinz Charles.

Zuletzt hatten Klimaaktivisten in London immer wieder stellenweise die Stadtautobahn M25 und auch wichtige Straßen und Brücken in der britischen Hauptstadt blockiert. Dabei klebten sich einige Demonstranten sogar auf der Straße fest. Es kam zu langen Staus sowie Streitereien mit Verkehrsteilnehmern.

Die Regierung erwirkte dann sogar einstweilige Verfügungen und kritisierte die Demonstranten der Gruppen Insulate Britain, die eine flächendeckende Wärmeisolierung von Häusern fordern, sowie Extinction Rebellion scharf.

Prinz Charles nimmt mit Queen, William und Kate bei UN-Klimakonferenz in Glasgow teil

Knapp drei Wochen vor Beginn der UN-Klimakonferenz COP26 forderte der britische Thronfolger jetzt die Staats- und Regierungschefs der Länder auf, bei ihrem Treffen im schottischen Glasgow nicht nur zu reden, sondern auch Taten sprechen zu lassen.

„Das Problem besteht darin, Maßnahmen vor Ort zu ergreifen“, sagte der engagierte Klimaschützer. Charles will gemeinsam mit seiner Ehefrau, Herzogin Camilla (74), an der Konferenz teilnehmen. Auch die Queen selbst, sein ältester Sohn Prinz William (39) sowie dessen Frau Herzogin Kate (39) haben ihren Besuch ebenfalls angekündigt.

Charles sagte, er versuche selbst regelmäßig, seinen ökologischen Fußabdruck zu verringern. „Ich esse an zwei Tagen die Woche weder Fleisch noch Fisch und an einem Tag die Woche esse ich keine Milchprodukte“, erzählte er. „Wenn mehr Menschen dies täten, würde dies eine Menge Druck (von der Umwelt) nehmen.“

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