Krasser Shitstorm als Folge

NRW-Club lehnt Hollywood-Star ab: Disco-Betreiber wehrt sich gegen Vorwürfe

Ist ein Düsseldorfer Club transphobisch? Hollywood-Star Hunter Schafer erhebt jetzt schwere Vorwürfe gegen das „Silq“.

Düsseldorf – „Euphoria“-Star und Model Hunter Schafer (23) befindet sich derzeit wegen Dreharbeiten in Düsseldorf. Dort wollte sie am Wochenende rund um den 28. Mai eigentlich einen entspannten Abend im Club verbringen. Doch der entwickelt sich gerade zu einer medialen Schlammschlacht.

SchauspielerinHunter Schafer
Geboren31. Dezember 1998 (Alter 23 Jahre), Trenton, New Jersey, Vereinigte Staaten
Größe1,78 Meter
Bekannt durchEuphoria

Hunter Schafer ist sauer: „Euphoria“-Star streitet sich mit Düsseldorfer Club Silq

Es war der Aufreger für die 23-Jährige: Ihre transsexuelle Freundin soll an dem Abend bei dem Düsseldorfer Club „Silq“ wegen ihrer Sexualität abgelehnt worden sein. Hunter reagierte wütend, ging auf Instagram live und beschwerte sich bei ihren fast acht Millionen Followern über den Club (alle News zu Promis und TV bei RUHR24).

Das ging sogar so weit, dass Hunter Schafer ihre Follower dazu aufrief, „den Club niederzumachen“ (Übers.). Doch äußerte sich der Vorfall wirklich so, wie die Schauspielerin auf Instagram schilderte? Auf Instagram äußerte sich der Club ebenfalls zu den Ereignissen – und dessen Version klingt deutlich anders.

Transphober Club in Düsseldorf? Silq wehrt sich nach Vorwürfe von „Euphoria“-Star Hunter Schafer

So schreibt „Silq“ auf seiner Instagram-Seite: „Zu dem vermeintlich transphoben Vorfall am Morgen des 29. Mai 2022 können wir nach Sichtung der Video-Aufzeichnungen und Gesprächen mit Zeug:innen richtig stellen, dass es keinen transphoben Vorfall in unserem Club gegeben hat.“

Die, nach Meinung des Clubs falschen, Aussagen von Hunter Schafer habe vor allem zu einem Shitstorm geführt: „Folge dessen ist seitdem ein veritabler Shitstorm, mit zeitweise über 2.000 Negativbewertungen bei Google und Drohungen gegenüber unserem Personal, insbesondere dem Türsteher.“

Schauspielerin Hunter Schafer

Nach Transphobie-Vorwürfen: Hunter Schafer soll gar nicht anwesend gewesen sein

Dem Club sei es wichtig zu betonen, dass die Schauspielerin gar kein Teil des Vorfalles war, sondern sich bereits seit einer Stunde feiernd im Club befand. Die Assistentin der 23-Jährigen wollte auch in den Düsseldorfer Club, habe sich aber mit Kapuze und Maske unkenntlich gezeigt.

Auf Aufforderung des Türstehers, die Maske herunterzunehmen, habe diese sie nur kurz heruntergezogen, sodass der Türsteher das Bild mit dem Ausweis nicht abgleichen konnte. Bei einer erneuten Aufforderung des Türstehers wollte die Assistentin ihre Maske nicht mehr herunternehmen – daraufhin wurde sie von dem Türsteher nicht in den Club gelassen.

Nach Vorwürfen von Hunter Schafer: Club-Fans solidarischen sich mit dem Silq

„Sie wartete dann ca. 15 Minuten vor dem Club, bis eine Person aus der Gruppe, die drinnen feierte, herauskam und mit ihr nochmals zum Türsteher ging, unter Verweis, dass sie zur Gruppe gehöre. Hierauf erwiderte der Türsteher, dass einmal nein weiterhin Nein heiße und verweigerte weiterhin den Einlass“, erklärt der Club in dem Instagram-Statement (alle News aus NRW bei RUHR24).

Dem Türsteher seit aufgrund der Maskierung gar nicht bewusst gewesen, dass die Assistentin von Hunter Schafer transsexuell sei. Dazu heißt es: „Es mag sein, dass die Assistentin die Abweisung an der Tür persönlich auf ihre sexuelle Orientierung zurückgeführt hat. Das ist ohne Frage bedauerlich, entspricht aber weder den objektiven Tatsachen noch der Policy unseres Clubs.“

Dem Club sei es egal, welche sexuelle Orientierung oder Herkunft die Feiernden haben, betont die Geschäftsleitung. Außerdem könne eine Zeugin bestätigen, dass der Vorfall, wie ihn Hunter Schafer auf Instagram erläutert habe, so nicht stattgefunden habe. Wie es nun letztendlich passiert ist und wen hier die Schuld trifft – darüber wird vermutlich noch einige Zeit diskutiert werden. Zumindest Fans des Clubs zeigen sich auf der Instagramseite mit dem Silq solidarisch.

Rubriklistenbild: © Doug Peters/Imago; Zoonar/Imago; Collage: Sabrina Wagner/RUHR24