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Wegen Corona-Zoff: Bekannter NRW-Schauspieler sitzt jetzt in U-Haft

Ein Ex-GZSZ-Schauspieler aus NRW sitzt aktuell in Untersuchungshaft. Auslöser war ein Zoff um Corona-Regeln in einem Baumarkt.

Dortmund – Sechs Jahre lang spielte Mustafa Alin (44) bei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ (GZSZ) auf RTL die Rolle des Mesut Yildiz. Jetzt sitzt der in NRW geborene Schauspieler in Hannover in U-Haft. Zuvor war er ohne Entschuldigung einem Gerichtstermin ferngeblieben.

SchauspielerMustafa Alin
Geboren5. Oktober 1977 (Alter 44 Jahre), Emmerich am Rhein
Größe1,85 Meter

GZSZ-Star sitzt in U-Haft: Er schwänzte im September einen Termin vor Gericht

Der Haftbefehl gegen Alin besteht schon mehrere Tage, allerdings haben die Polizisten ihn erst jetzt vollstreckt. Hintergrund ist ein Termin beim Amtsgericht, den der Schauspieler und Gastronomen am 23. September geschwänzt hat, wie unter anderem die Berliner Zeitung berichtet.

„Bei dem verkündeten Haftbefehl handelt es sich um sogenannte Hauptverhandlungshaft, die dazu dient, die Durchführung der Hauptverhandlung sicherzustellen“, erklärt Gerichtssprecher Carsten Knepper gegenüber Bild. Alin sitzt aktuell in der JVA Hannover. Aber was war überhaupt Anlass des Termins?

Mustafa Alin ist Corona-Leugner: Ex-GZSZ-Star wurde jetzt verhaftet

Laut Anklage habe der Schauspieler im November 2020 Streit in einem Baumarkt provoziert. Er habe das Gebäude ohne den vorgeschriebenen Mund-Nasen-Schutz betreten. Außerdem soll er Angestellte ohne Erlaubnis gefilmt und die Aufnahmen anschließend auf seinem Instagram-Account veröffentlicht haben. Dem Marktleiter habe er sogar mit dem Tode gedroht.

Bei dem Gerichtstermin sollte Mustafa Alin sich wegen Bedrohung, Beleidigung und Verstoßes gegen das Kunsturhebergesetz verantworten, so die Berliner Zeitung (mehr über Promis bei RUHR24 lesen).

Sechs Jahre lang spielte Mustafa Alin bei GZSZ mit.

Es ist nicht das erste Mal, dass Mustafa Alin als Corona-Kritiker auffällt. Während eines Besuchs in der Paracelsus-Klinik in Langenhangen soll er sich als Corona-Patient ausgegeben und auf den Stationen mit seinem Handy gefilmt haben. Er suchte in der Klinik nach Corona-Patienten und damit nach „Beweisen“ für die Pandemie. Außerdem wurden seine Konten bei sozialen Medien wegen der Verbreitung von Verschwörungstheorien im Zusammenhang mit dem Coronavirus mehrmals gesperrt.

Rubriklistenbild: © Bernd Settnik/Friso Grentsch/dpa; Collage: RUHR24