Kandidatin hat große Pläne

„Miss Germany“ 2022: Kandidatin aus NRW erlebte schweren Unfall

Gina Rühl hat im Jahr 2019 bei einem Unfall ihren linken Arm verloren. Jetzt gehört die Studentin zu den 22 Kandidatinnen für die Wahl zur „Miss Germany“ 2022.

Düsseldorf – Gina Rühl (22) lebt seit einem Motorradunfall im Jahr 2019 mit einer Armprothese. Mehr als 50.000 Menschen nimmt sie täglich mit in ihr Leben als „einarmige Prinzessin“ auf Instagram. Jetzt hat sie es sogar in die Top 22 der Wahl zur „Miss Germany“ geschafft und möchte damit zeigen, dass man trotz eines „Schicksalsschlages alles erreichen kann“.

TitelMiss Germany
GenreSchönheitswettbewerb
Vergabeseit 1927

„Miss Germany“-Kandidatin Gina Rühl: „Ich war halt am Ende um so einen Baum gewickelt“

Die „Miss Germany“-Kandidatin Gina Rühl (22) hat im Interview mit der DPA über den 15. September 2019 gesprochen. Damals verlor sie als Beifahrerin bei einem Motorradunfall ihren linken Arm. Ihr rechter Unterschenkel wurde dabei vollständig zertrümmert und auch ihr Becken war von beiden Seiten gebrochen.

Gina Rühl will „Miss Germany“ werden.

„Ich war halt am Ende um so einen Baum gewickelt“, erzählte die heute 22-Jährige beispielhaft an einem Baum am Straßenrand. Seit dem schicksalhaften Tag trägt sie eine Armprothese und begann ihre Geschichte auf Instagram zu teilen. Das half nicht nur ihr selbst, auch anderen Menschen mit ähnlichen Geschichten konnte sie damit Mut machen (mehr Promi-News auf RUHR24 lesen).

Die neue „Miss Germany“: Gina Rühl will ihre Botschaft verbreiten

Gina Rühl (22) hat mit ihrer Teilnahme an der Wahl zur „Miss Germany“ ein Ziel. Die Motivationsrednerin möchte eine klare Botschaft in die Welt hinaustragen, die da lautet: „Man darf nie aufgeben zu kämpfen, denn das Leben ist ein Wunder.“ Ihre positive Einstellung ist nicht zuletzt auch an ihrem Spitznamen „Die einarmige Prinzessin“ zu sehen.

Die „Miss Germany“-Kandidatin ist bereits auf einem guten Weg. Sie führt zahlreiche Interviews und sorgt für mehr Sichtbarkeit von Menschen mit Prothesen. Dies sei auch langfristig ihr Ziel, was Werbung in Deutschland angeht. Dort werde bislang noch zu häufig das sogenannte „Diversity Washing“ betrieben.

„Miss Germany“: „Schon lange kein Schönheitswettbewerb mehr“

Die Wahl zur „Miss Germany“, die am 19. Februar in Rust in ihrem Finale gipfelt, hat einen Wandel durchzogen. So heißt es auf der Website, dass sie „schon lange kein Schönheitswettbewerb mehr“ sei. Den Veranstaltern gehe es darum, Frauen eine Plattform zu bieten, um ihre „Individualität und Vielfalt“ in den Fokus zu rücken.

Von zentraler Bedeutung sind „einzigartige Persönlichkeiten“ und „individuelle Lebensgeschichten“. Diese sollen nicht Teil eines Wettbewerbs, sondern einer Bewegung sein, die sich „Miss Germany 3.0“ nennt. Dabei geht es um Unterstützung, Empowerment und Inspiration. Gina Rühl (22) ist mit ihrer Geschichte also geradezu prädestiniert, die neue „Miss Germany“ zu werden.

Rubriklistenbild: © Henning Kaiser/dpa