Video veröffentlicht

Michael Wendler außer sich: Xavier Naidoo distanziert sich von Verschwörungen

Der Ukraine-Krieg bewegt ihn: Xavier Naidoo möchte sich nun fortan von Verschwörungstheorien distanzieren – und entschuldigt sich.

Deutschland – Xavier Naidoo (50) scheint einen plötzlichen Sinneswandel hinzulegen. Der einstige Verschwörungstheoretiker, der auf Telegram seine wildesten Theorien verbreitete, distanziert sich plötzlich von seinen Aussagen.

SängerKurt Xavier Naidoo
Geboren2. Oktober 1971 (Alter 50 Jahre), Mannheim

Xavier Naidoo: Krieg in der Ukraine soll für Sinneswandel bei Verschwörungstheorien gesorgt haben

Der ehemalige Sänger der Söhne Mannheims hat nun auf seinem Youtube-Kanal ein dreiminütiges Video veröffentlicht. Und dieses könnte überraschender nicht sein: Er entschuldigt sich für die wirren Aussagen der letzten Jahre und distanziert sich völlig von ihnen. Der Auslöser soll dabei der Krieg in der Ukraine sein (alle News zu Promis und TV bei RUHR24).

„Wie euch haben auch mich die Ereignisse der vergangenen Woche bestürzt und aufgerüttelt. Die brutale russische Invasion in der Ukraine, die Gewalt, die Menschenverachtung, die Tatsache eines Krieges, der gar nicht weit von uns entfernt ist, haben mich schockiert und tief erschüttert“, so Naidoo.

Xavier Naidoo sagt sich von Verschwörungstheorien los: Seine Ehefrau stammt aus der Ukraine

Der Ukraine-Krieg würde ihn auch mehr oder weniger selbst betreffen, heißt es weiter: „Meine Frau kommt aus der Ukraine. Und ihre, unsere, Familie lebt dort. Auch ich bin öfter in der Ukraine und aus diesem wunderschönen Land musste ich jetzt Familie und Freunde herausholen, weil dort Angst und Schrecken herrscht.“

Die Welt sei für ihn nun auf den Kopf gestellt. Er habe sich daher auch Gedanken gemacht, wie es dazu kommen konnte. Im Gespräch mit Betroffenen und Freunden habe er sich dann auch kritisch mit seinen eigenen Aussagen beschäftigt. „Ich habe erkannt, auf welchen Irrwegen ich mich teilweise befunden habe. Und dass ich in den letzten Jahren viele Fehler gemacht habe.“

„Wie in einer Blase“: Xavier Naidoo spricht ehrlich über seine Zeit als Verschwörungstheoretiker

So sei dem 50-Jährigen klar geworden, dass er seine Familie, Freunde und Fans mit seinen Aussagen irritiert und provoziert habe. „Ich war von Verschwörungserzählungen geblendet und habe sie nicht genug hinterfragt, habe mich zum Teil instrumentalisieren lassen. Bei der Wahrheitssuche war ich wie in einer Blase und habe mich manchmal vom Bezug zur Realität entfernt. Das habe ich leider jetzt erst erkannt. Ich habe Dinge gesagt und getan, die ich heute bereue.“

Ob mit einer dieser Freunde Michael Wendler (49) gemeint sein könnte? Der ebenfalls ehemalige DSDS-Juror machte, wie Naidoo, mit Verschwörungstheorien auf sich aufmerksam. Auch wenn die beiden an einem ähnlichen Strang zogen, wurden sie nie gemeinsam in der Öffentlichkeit gesichtet.

Michael Wendler ist sauer: Xavier Naidoo „schockiert die Freiheitsbewegung“

Den „Ausstieg“ Naidoos aus der Verschwörungstheoretiker-Bewegung scheint Michael Wendler nicht gut zu finden. Auf Telegram veröffentlichte Wendler das Video von Xavier Naidoo und dazu die Worte: „Xavier schockiert die Freiheitsbewegung mit Aussagen in seinem Video. Viele fragen sich nun, was zum Teufel seine Aussagen bedeuten. Die Wahrheit ist nicht verhandelbar.“

Michael Wendler und Xavier Naidoo

Zumindest in Kontakt treten können die Menschen mit Xavier Naidoo nicht. Die Kommentare unter seinem Youtube-Video wurden deaktiviert. Wie es mit dem Sänger nun weitergeht, ist bisher nicht klar. Denn schließlich hat er nach seinen Verschwörungstheorien nicht nur seinen Job als Juror bei DSDS verloren, sondern auch sämtliche Konzerte wurden abgesagt.

Rubriklistenbild: © Daniel Lakomski/Imago; Daniel Goetzhaber/Imago

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