Video aufgetaucht

Neue Verschwörung von Michael Wendler – Sänger warnt vor kurioser Gefahr

Michael Wendler
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Michael Wendler möchte eigentlich wieder Musik machen. Aber ist das überhaupt so einfach möglich?

Schlagersänger Michael Wendler verbreitet auf Telegram täglich die neuesten Verschwörungstheorien. In einem Video zeigt er nun seine Angst vor Chemtrails.

NRW/Florida – Dass Michael Wendler (49) an diverse Verschwörungstheorien glaubt, ist nicht neu. Doch nun scheint der Schlagersänger wohl den Vogel abgeschossen zu haben. Ein Video auf Telegram zeigt nun die neueste Theorie des Sängers: Chemtrails.

SchlagersängerMichael Wendler
Geboren22. Juli 1972 (Alter 49 Jahre) in Dinslaken
Aktuelle EhepartnerinLaura Müller (verh. 2020)
KinderAdeline Norberg

Michael Wendler: Telegram-Video soll Chemtrails am Himmel von Florida zeigen

Normalerweise meldet sich Michael Wendler bei seinen 140.000 Telegram-Followern hauptsächlich per Sprachnachricht. Nur in seltenen Ausnahmefällen zeigt sich der Schlagersänger in einem Video. Im folgenden Fall sieht man ihn allerdings nicht selbst, sondern den strahlend blauen Himmel von Florida an einem sonnigen Tag (alle News zu Promis und TV bei RUHR24).

Ein üblicher Anblick: Mehrere Flugzeuge sind am Himmel zu sehen und ziehen Kondensstreifen hinter sich her. Oder wie Michael Wendler es nennt: Chemtrails. Da bekommt der 49-Jährige schon fast Panik: „Ich bin heute Morgen aufgestanden und schon habe ich sie wieder gesehen, die vielen Chemtrail-Flieger“, erklärt Michael Wendler in dem Video.

Michael Wendler verbreitet Chemtrails-Verschwörungstheorien auf Telegram

„Es ist einfach unfassbar. Man sieht sehr gut, wie dieser Chemtrail-Flieger seine Chemikalien versprüht. Auch einen klassischen Kreuzer [Anm. d. Red.: Zwei Kondensstreifen kreuzen sich] erkennt man. Das heißt also, es gibt mehrere Flugzeuge. Der andere Chemtrail ist schon ein bisschen älter, das hat sich schon verteilt. Die Chemtrail-Flieger sind im Moment überall. Es ist einfach unfassbar. Man kann sich aber auf jeden Fall dagegen schützen.“ Mit anschließender Werbung auf Telegram für angeblich schützende Produkte gegen die Chemtrails macht Michael Wendler mittlerweile ein Vermögen.

Video: Michael Wendler droht mit Comeback in Deutschland

Die Verschwörungstheorie, dass Flugzeuge Chemikalien abfeuern, hält sich bereits seit vielen Jahren. Schon 2011 hat das Umweltbundesamt deshalb ein Statement verfasst. Auslöser dafür sei ein Artikel in dem Magazin „Raum und Zeit“. Dieser besagt, dass im Rahmen geheimer Projekte der USA militärische und zivile Flugzeuge Aluminium und Bariumverbindungen in die Atmosphäre ausstoßen würden.

Michael Wendler und die Chemtrails: Umweltbundesamt klärt über Verschwörungstheorie auf

Das Ziel dieser Chemtrails soll angeblich sein, dem menschengemachten Klimawandel entgegenzuwirken. Das Umweltbundesamt kann die Aussagen in dem Artikel allerdings nicht verstehen und macht klar: „Auch im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sind die beschriebenen Phänomene nicht bekannt. Das Institut für Physik der Atmosphäre des DLR untersucht seit vielen Jahren die Wirkung der Emissionen des Luftverkehrs auf die Atmosphäre – einschließlich zahlreicher Messungen gas- und partikelförmiger Emissionen von Verkehrsflugzeugen.“

Dabei sei jedoch nie ein Verstoß festgestellt worden und auch Chemtrails sind bis heute nicht bewiesen. Doch nicht nur Kondensstreifen sollen am Himmel zu sehen sein: „Im Internet lässt sich eine große Menge Material zum Stichwort Chemtrails finden. Dabei wirkt aber keine Quelle wirklich glaubhaft, da überzeugende Belege fehlen“, erklärt das Umweltbundesamt.

Und weiter heißt es: „Die Quellen heißen ‚paranews‘, ‚ufos-aliens‘, ‚esoterikforum‘ oder ‚allmystery‘ und zeigen zum Teil Fotos etwaiger Chemtrails, die allerdings keinen Anlass geben, dahinter etwas anderes als gewöhnliche Kondensstreifen oder Wolken zu vermuten. Zumeist handelt es sich um die unterschiedlichen Formen von Zirruswolken, die aus Eiskristallen bestehen“, schreibt das Umweltbundesamt. Für Michael Wendler zählen wissenschaftliche Beweise jedoch nicht. Er wird sich vermutlich auch noch weiterhin bei dem Blick in den Himmel über die Chemtrails ärgern – um anschließend auf Telegram mit „Abwehr-Pillen“ ordentlich Geld in die Kasse zu pumpen.