Appell des Hundetrainers

Martin Rütter verrät die übelsten Geschichten über Hundehalter

Der Duisburger TV-Hundetrainer erzählt von seinen merkwürdigsten Geschichten mit Hundehaltern und richtet dabei einen Appell an Hundehalter.

Deutschland – Hundetrainer Martin Rütter (51) kennt sich mit Problemfällen aus. In einem Interview mit dem Kölner Express hat der gebürtige Duisburger nun verraten, was seine Arbeit für ihn besonders macht – und wann Hundehalter die Erziehung ihres Vierbeiners aufgeben sollten.

HundetrainerMartin Rütter
Geboren22. Juni 1970 (Alter 51 Jahre), Duisburg

Martin Rütter liebt seinen Job als Hundetrainer

Martin Rütter ist für seine positive Art im TV bekannt. Nur selten scheitert die Verbindung zwischen Vierbeinern und Hundehaltern, die er betreut. Und dabei würde ihm die Arbeit auch nie langweilig werden, wie er betont. „Jeder Mensch und jeder Hund ist anders und damit auch jedes Mensch-Hund-Team. Ich genieße die Abwechslung und finde es unglaublich toll, mit Menschen und Hunden zu arbeiten.“

Doch dabei würde er auch einige kuriose Dinge erleben: „Auf Anhieb fällt mir eine ganz absurde Geschichte ein, als der Mann drei Jahre lang auf der Couch geschlafen hat, weil der Hund ihn nicht mehr zu Frauchen ins Bett gelassen hat.“ Dabei sei aber nicht der Hund das Problem gewesen, sondern das Herrchen, welches an der ungewöhnlichen Schlafsituation auch eigentlich gar nichts ändern wollte (alle News zu Promis und TV bei RUHR24).

Martin Rütter: Hundeerziehung scheitert meist bei den Besitzern

„Es ist fast nie der Problemhund, sondern der Mensch, der seine Einstellungen und Verhaltensweisen überdenken und verändern muss.“ Wenn der Halter des Hundes das nicht tun würde, würde er den Haltern raten, den Hund abzugeben. Das würde allerdings nur sehr selten vorkommen, so Rütter im Interview mit dem Kölner Express. „Statistisch gesehen, sprechen wir hier von einem Hund pro Jahr.“

Martin Rütter coacht seit Jahrzehnten Hunde und ihre Halter. Doch nicht für jeden gibt es auch eine gemeinsame Zukunft.

Besonders häufig sei das der Fall, wenn Hundebesitzer sich ihren Vierbeiner aus falschen Gründen aussuchen würde. Beispielsweise, weil sie ein Tier ganz besonders süß finden oder das kleine Tier über eine emotional schwere Zeit hinweg helfen sollen.

Martin Rütter appelliert: Checkliste vor dem Hundekauf ist wichtig

Daher sei es für Martin Rütter wichtig, dass potenzielle Hundehalter eine Art Checkliste abarbeiten, bevor ein Hund ausgesucht wird. „Welcher Hund passt überhaupt zu mir? Sind seine Charaktereigenschaften und Bedürfnisse mit meinem Leben überhaupt vereinbar? Welche Bedürfnisse habe ich, welche Bedürfnisse hat der Hund?“

Außerdem soll man sich für den Vierbeiner ganz bewusst viel Zeit nehmen: „Ein Hund ist kein Spielzeug, das man bei Bedarf rauskramt und dann wochenlang verstauben lässt. Er ist ein Lebewesen mit eigenen Bedürfnissen, über die man sich gut informieren muss“, appelliert der Duisburger.

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