Neue Studie

Martin Rütter: Hundeprofi überrascht mit Statement zu veganer Ernährung

Martin Rütter sprach sich in der Vergangenheit vehement gegen eine vegane Hunde-Ernährung aus. Neue Erkenntnisse bewirkten einen Meinungswandel.

NRW – Durch den Klimawandel und die Massentierhaltung wird vegane Ernährung immer präsenter in der Gesellschaft. Daher gehen viele Halter dazu über, auch ihren Hund ausschließlich ohne tierische Produkte zu verköstigen. Hundeprofi Martin Rütter (51) stand dem bislang sehr kritisch gegenüber – hielt es für „völlig bescheuert“. Doch nun änderte er seine Meinung, wie er in seinem Podcast „Tierisch menschlich“, erklärt.

PersonMartin Rütter
JobHundetrainer
Geboren22. Juni 1970 (Alter 51 Jahre), Duisburg

Martin Rütter: vehemente Haltung gegen vegane Ernährung bei Hunden

Martin Rütter ist seit über zehn Jahren als Hundeprofi in diversen Fernsehformaten zu sehen – seine Meinung als Experte ist sehr gefragt. In dem gemeinsamen Podcast „Tierisch menschlich“ mit der Wissenschaftsreporterin Katharina Adick sprach er kürzlich auch über das Thema „vegane Ernährung von Hunden“.

Bislang belächelte der gelernte Tierpsychologe die Thematik jedoch. „Ich habe mich ja sehr laut und sehr vehement über vegane Ernährung bei Hunden lustig gemacht“, wie er in seinem Podcast berichtet. Doch mittlerweile beschäftigt sich der Experte sehr ernsthaft mit insektenbasiertem Hundefutter und veganer Ernährung (mehr News zu Promis und TV bei RUHR24).

Martin Rütter: Meinungswandel durch neue Studie und Massentierhaltung

Wichtig sei dabei grundsätzlich die Unterscheidung zwischen einem Wild- und einem Haushund. Hunde sind von Natur aus Fleisch- und Allesfresser – würden niemals auf die Idee kommen, sich fleischlos zu ernähren. Hält man jedoch einen Haushund, müsse man sich wohl oder übel in der heutigen Zeit mit dem Thema auseinandersetzen. Ausschlaggebend ist für Rütter dabei die Massentierhaltung.

Der Fleischanteil des konventionellen Tierfutters stammt nämlich meistens aus der Massentierhaltung, „und dadurch wird Tierleid gefördert“. Für den Tierschutz setzte sich Rütter zuletzt in der Sendung „Das gnadenlose Geschäft mit den Welpen“ ein. Widerspricht das nicht der artgerechten Haltung? Nein, sagt Rütter. Es sei schlicht nicht möglich einen Hund artgerecht zu halten, dann müsse er frei rennen, drei Rehe jagen, ein Rudel haben und auch mal den Nachbarshund angreifen dürfen.

Auch eine neue Studie von Forschern aus Großbritannien und Australien zeigt neue Erkenntnisse. Demnach wurden 2.500 Hunde untersucht, die entweder konventionell, vegan oder ausschließlich mit rohem Fleisch gefüttert wurden. Daraufhin wurden Rückschlüsse auf deren gesundheitlichen Zustand gezogen. Das Ergebnis: die vegan ernährten Hunde waren am gesündesten.

In seinem Podcast „Tierisch menschlich“ äußerst sich Martin Rütter zum Thema vegane Ernährung bei Hunden.

Martin Rütter: Konventionelles Futter ist oft schlecht

Bei der Studie müsse man aber einige Faktoren beachten, meint der Hundeprofi. Weißt daraufhin, dass Inhaltsstoffe in veganem Hundefutter idealerweise „wissenschaftlich ausgetüftelt“ sein müssten.

Außerdem müsse konventionelles Futter nicht pauschal schlecht sein, es solle nur darauf geachtet werden, dass in dem verwendeten Futter hochwertige Inhaltsstoffe verwendet werden.

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