Weil sie aus Russland kommt

„Let‘s Dance“ 2022: Russische Tänzerin wegen Ukraine-Krieg angefeidet

„Let‘s Dance“-Star Ekaterina Leonova kommt aus Russland. Dafür wird sie im Netz nun angefeindet.

Köln – Ekaterina Leonova (34) gehört zu den Profis, die in dieser Staffel von „Let‘s Dance“ ihr Comeback feierten. Die 34-Jährige darf sich dieses Mal mit Bastian Bielendorfer daran versuchen, den Titel als „Dancing Star 2022“ zu holen. Derweil hat die gebürtige Russin wegen ihrer Herkunft und dem Krieg in der Ukraine mit ganz anderen Schwierigkeiten zu kämpfen.

NameEkaterina Leonova
Geboren23. April 1987 (Alter 34 Jahre), Wolgograd, Russland
Größe 1,74 m
FernsehsendungenLet's Dance

„Let‘s Dance“-Star Ekaterina Leonova: Anfeindungen wegen Ukraine-Krieg

Die Profitänzerin hat offenbar zahlreiche Hass-Nachrichten erhalten. Darauf hat sie nun sowohl in einem Post in ihrer Insta-Story als auch in einem Video, welches RTL veröffentlicht hat, reagiert. In ihrer Story rechtfertigte sie sich unter anderem so: „Ja, ich bin in Russland geboren, aber ich bin nicht für die Politik in diesem Land verantwortlich.“

Zudem erklärte Ekaterina, dass ihre Familie nur 300 km von der Grenze entfernt lebe und es ihr deshalb natürlich auch nicht gut mit der Situation gehe. Dennoch rief sie rund um den Krieg in der Ukraine dazu auf: „Hört bitte auf, mich für Putins Politik verantwortlich zu machen! Ich bin für Frieden!“

„Let‘s Dance“-Star Ekaterina Leonova wehrt sich gegen Hass-Kommentare

In ihrem Video-Statement ging die 34-Jährige zunächst noch einmal genauer darauf ein, mit welcher Art von Kommentaren sie sich auseinandersetzen muss. Offenbar störten sich einige Zuschauer daran, dass sie „in kurzem Kleid vor der Kamera“ tanze, während ihr „Land ein anderes angreift“. Sie rechtfertigte sich daraufhin damit, dass es nun einmal ihr Job sei (mehr News über Promi & TV auf RUHR24 lesen).

Zudem erklärte Ekaterina Leonova, dass dieser Beruf „viele Menschen verbindet und auch Menschen von vielen Nationen“. Grundsätzlich empfindet es die erfolgreiche Tänzerin „als sehr schade, dass man jetzt nach Herkunft“ beurteilt. Abschließend wünschte sich der „Let‘s Dance“-Star Frieden auf Social Media und auch Frieden zwischen alle Ländern der Welt.

„Let‘s Dance“-Star Ekaterina Leonova distanziert sich von Putins Politik

Während sich Ekaterina Leonova von der Politik und dem Krieg von Wladimir Putin (69) distanziert hat, trifft das noch lange nicht auf alle Prominenten zu. Ein viel diskutiertes Gegenbeispiel ist Altkanzler Gerhard Schröder (77). Da er sich noch nicht gegen den russischen Machthaber ausgesprochen hat, entzog ihm beispielsweise Borussia Dortmund die Ehrenmitgliedschaft.

„Let‘s Dance“-Star Ekaterina Leonova wehrt sich gegen Hass-Kommentare

Der Chefdirigent der Münchener Philharmonie, Waleri Gergijew (68), distanzierte sich ebenfalls und trotz eines Ultimatums nicht. Dieter Reiter (63), Oberbürgermeister der Stadt München, zog daraufhin die Konsequenzen und entließ ihn fristlos.

Rubriklistenbild: © IMAGO / APress

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