Seitenhieb für RTL-Star

Aus für Let‘s Dance-Star: Auftrittsverbot nach Streit mit Stadt Gelsenkirchen

Weil er Kritik an der Stadt, in der er aufgewachsen ist, geübt hat, hagelt es Gegenwind. Darf Bastian Bielendorfer bald nicht mehr in Gelsenkirchen auftreten?

Gelsenkirchen – Nicht alle lieben das Ruhrgebiet, wohl nicht einmal Promis, die in der Region aufgewachsen sind. Let‘s-Dance-Star Bastian Bielendorfer (38) hat zuletzt Kritik an seiner Heimat Gelsenkirchen geübt und direkt einen Konter kassiert.

ComedianBastian Bielendorfer
Geboren 24. Mai 1984 (Alter 38 Jahre) in Gelsenkirchen
Größe1,99 Meter

Stadt-Verbot in Gelsenkirchen? Let‘s-Dance-Start kassiert Konter nach Kritik

Mittlerweile ist Bastian Bielendorfer Bestseller-Autor („Lehrerkind“), Podcaster und Comedian. Geboren ist es mitten im Ruhrgebiet in Gelsenkirchen. Seiner Meinung nach läuft in dieser Stadt allerdings einiges schief. In einem Interview übte er zuletzt Kritik an seinem Geburtsort und machte klar: Nach Gelsenkirchen ziehen kommt für ihn nicht mehr infrage.

Laut Bielendorfer sei der Zustand der Stadt „einfach bedrückend“. Die Politik habe in den letzten Jahrzehnten „alles verschlafen“ statt Probleme wirklich anzupacken.

Sein Statement ist nicht an der Oberbürgermeisterin der Stadt, Karin Welge, vorbeigegangen. Denn bei einer Veranstaltung des Heimatvereins Buer Ende September gab diese bekannt, dass Bielendorfer für Auftritte in der Stadt nicht mehr willkommen sei.

Weil er Kritik an Gelsenkirchen übt, bekommt ein RTL-Star Konter.

Kritik an Gelsenkirchen: Bürgermeisterin antwortet Let‘s-Dance-Star

„Ich habe dem Helmut Hasenkox (Geschäftsführer der Emschertainment GmbH), Anm. d. Red.) gesagt, ich möchte nicht, dass der hier im nächsten Jahr noch einen Auftritt hat“, zitiert die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) die Politikerin (mehr Promi-News bei RUHR24 lesen).

Ist es gerechtfertigt, nach Kritik direkt Stadt-Verbot erteilt zu bekommen? Bielendorfer zeigte sich auf Twitter jedenfalls empört und teilte mehrere Video-Statements zu dem Thema. „Ich finde den Gedanken der Politik, jemanden wegen freier Meinungsäußerung oder wegen dem, was er über die jeweilige Stadt gesagt hat, nicht mehr empfangen zu wollen, doch sehr fraglich. Das ist nichts anderes als Zensur“, so Bielendorfer.

Die Oberbürgermeisterin erklärte auf Anfrage der WAZ, dass sie ihre Aussage tatsächlich genauso getroffen habe. Welge stellt allerdings klar: „Es war ein Scherz“.

Oberbürgermeisterin nimmt Let‘s-Dance-Star aufs Korn: Doch kein Gelsenkirchen-Verbot

Sie meint: Wer „offen und vorurteilsfrei“ zugehört habe, hätte das auch durchaus verstehen können. Für sie sei die Kritik von Bielendorfer „banal“. Seine Unterstellung, der Zensur wirke auf sie aber „doch arg konstruiert“.

Ob der Comedian wirklich in die Falle getappt ist oder den Witz erkannt hat, bleibt bei dem Vorfall jedenfalls offen. Fakt ist, dass Bielendorfer bereits im Dezember wieder in Gelsenkirchen auftritt und so auch die Gunst der spannenden Werbung für seine Show genutzt haben könnte.

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