Doppelter Rückschlag

JP Kraemer wurde gehackt: Dortmunder Tuner bangt um YouTube-Kanal

Der Dortmunder Tuner Jean Pierre „JP“ Kraemer hatte sich den Start ins neue Jahr sicherlich anders vorgestellt: Hacker haben alle Videos gelöscht.

Dortmund – 2023 startet für JP Kraemer, wie es geendet hat: bescheiden. Nach der Trennung von seiner Freundin muss der Dortmunder zu Jahresbeginn einen doppelten Rückschlag hinnehmen. Der deutlich schwerer wiegende: Der Youtuber wurde Opfer einer Hacker-Attacke.

JP Kraemer wurde gehackt: Dortmunder Tuner bangt um YouTube-Kanal

„Wir sind gehackt worden, was wirklich, wirklich geisteskrank ist“, informierte er seine gut eine Million Follower über seinen Instagram-Kanal. Hacker haben alle Videos des Youtubers aus Dortmund gelöscht. JP Kraemer konnte dabei nur tatenlos zugucken.

Wenig später meldete er sich erneut auf der Plattform zu Wort. Nach der ersten Überwältigung ist zwar etwas Ruhe eingekehrt. Doch der Schock ist nicht gänzlich überwunden. Bei dem 42-Jährigen spiegelt sich ein Wechselbad der Gefühle wider: „Ich weiß gar nicht genau, was ich sagen soll. Es ist so eine krasse Situation.“

JP Kraemer wurde Opfer einer Hacker-Attacke: Dortmunder Tuner zeigt seine Gefühle

Er habe das Gefühl, seine Fans und Follower verloren zu haben. „Das ist echt Wahnsinn.“ Aber JP Kraemer wäre nicht JP Kraemer, wenn er nicht auch etwas Positives daraus ziehen würde: „Das zeigt mir, wie toll und wichtig das ist.“ Und das Tuning sowie das Teilen mit seinen Fans ist dem gebürtigen Plettenberger wichtig.

„Nicht aus Geldsicht – sondern einfach aus der Sicht der Verbindung zu euch und der Arbeit und wie viel Liebe und wie viele Momente drin stecken.“ Schon in der Vergangenheit ging der Tuner aus Dortmund mit Schicksalsschlägen wie seiner Autismus-Erkrankung offen und ehrlich um.

Hacker-Attacke auf JP Kraemer: Autotuner aus Dortmund im Wechselbad der Gefühle

Der positiven Erkenntnis folgt allerdings ein Dämpfer. Nachvollziehbar. Jahrelange Arbeit, Zeit und Liebe werden durch den Hacker-Angriff – zumindest temporär – zunichtegemacht: „Stellt euch mal vor, all diese Sachen wären weg. Es gibt so viele tolle Videos. Ich weiß nicht, ob man das nachvollziehen kann. Wenn du der Typ bist, der das macht und es ist alles weg – dieser Stolz, der dahinter steckt...“ An Ekel und an Traurigkeit sei dies kaum zu überbieten, so JP Kraemer.

Seinen Followern gibt er jetzt auf den Weg, dass sie seinen Kanal nicht mehr deabonnieren müssten. Zwar ist er derzeit nicht einsehbar (Stand: Dienstag, 3. Januar 2023; 9.30 Uhr), aber das Team um den Dortmunder arbeitet mit Hochdruck daran, den Schaden der Hacker-Attacke zu reduzieren und den Channel auf Youtube wiederherzustellen.

JP Kraemer, Tuner aus Dortmund, wurde Opfer eines Hacker-Angriffs. Es ist nicht der erste Rückschlag 2023.

Hacker-Attacke auf JP Kraemer nicht der erste Rückschlag: Dortmunder wurde Opfer von Vandalismus

Aber nicht nur über die Hacker ärgert sich JP Kraemer. Besserwissern, die zwar sicherlich nur helfen wollen mit Tipps zur zukünftigen Sicherung des Kanals, entgegnet der Tuner: „Wir haben alle Sicherheitsvorkehrungen gehabt.“ Bei der doppelten Authentifizierung habe er keine Meldung bekommen, „was zeigt, auf welchem Level die Jungs hacken.“

Doch was passiert ist, ist passiert. Am Mittwoch gehe es weiter mit der Arbeit. JP Kraemer ist optimistisch. „Wir kriegen das Allemann hin (...). Wir machen das, ihr schaut das. Es ist, wie es ist.“ Die Lehre, die er daraus zieht: „Ich hab das vorher zu selbstverständlich gesehen. Ich wünsche mir brutal, dass alles wieder so ist, wie vorher. Das zeigt mir, wie doll ich es mag und wie wichtig es ist.“

Besonders bitter: Als er gerade seiner Gefolgschaft ein frohes neues Jahr wünschen will, fällt ihm ein, dass der Hacker-Angriff nicht der einzige Rückschlag 2023 gewesen ist. „Es ist noch was ist passiert: Es wurden die Scheiben eingeschlagen an der Firma.“ Allerdings sei alles wieder repariert. Doch JP Kraemer bringt es auf den Punkt: „Wenn es scheiße läuft, läuft es scheiße.“

Rubriklistenbild: © Jürgen Schwarz/DeFodi.de/Imago; panoramaimages/panthermedia/Imago

Mehr zum Thema