Zwischen Jubel und Frust

Helene Fischer in der Kritik: Fans wütend über Chaos bei Mega-Konzert

Helene Fischer spielte am Samstag ihr größtes Konzert der Karriere. RUHR24 hat die Meinungen von Fans eingeholt. Sie gehen weit auseinander.

München – Nach Jahren des Wartens war es am Wochenende (20. August) endlich so weit: Helene Fischer spielte ihr Riesen-Konzert in München. 130.000 Fans sind angereist, um das einzige Konzert der Schlager-Queen 2022 live zu sehen. Im Anschluss gehen die Meinungen allerdings auseinander, ob sich das Warten gelohnt hat.

PersonHelene Fischer
Geboren5. August 1984 (Alter 38 Jahre), Krasnojarsk, Russland
ElternMaria Fischer, Peter Fischer
Größe 1,58 Meter

Helene-Fischer-Konzert in der Kritik: Fans berichten von den Zuständen vor Ort

In den sozialen Netzwerken häufen sich Kommentare, Fotos und Videos von dem Konzert. Auffällig: Viele zeigen Menschen in Regencapes und riesige Pfützen. Schon im Vorfeld warnte der Veranstalter, dass es am Tag des Auftritts von Helene Fischer zu schweren Unwettern und Starkregen in München und Umgebung kommen könne.

Und so sollte es auch kommen. Strömender Regen vor dem Event trübte die Stimmung. Eine Besucherin aus München erklärte gegenüber RUHR24: „Das Problem war: In ganz München waren die Regencapes ausverkauft. Unterstellen konnte man sich gar nicht. Wir sind die ganze Zeit im Regen gestanden.“

Helene Fischer spielt Riesen-Konzert in München: Regenponchos in München und Umgebung ausverkauft

Die Problematik mit den Regencapes konnte ein weiterer Besucher aus Duisburg bestätigen. Er erklärte: „Wir wollten uns eigentlich noch Regenponchos kaufen. Aber die waren einfach überall ausverkauft. Wir waren bestimmt in zehn Läden.“ Angesichts des unverfügbaren Regenschutzes wurde der Duisburger mit seiner Gruppe kreativ. Sie besorgten sich Müllsäcke und Duschhauben zum Schutz vor der Flut.

Die Regenmassen sorgten auch für Chaos an den Einlässen und Sicherheitskontrollen vor dem Konzert von Helene Fischer. „Der Einlass war total chaotisch, auch wegen dieser riesigen Pfützen“, erklärte er gegenüber RUHR24. Sogar die Feuerwehr war beim Konzert vor Ort, um das Wasser abzupumpen. „Wir mussten über Zäune klettern, das war teilweise richtiges Chaos.“

Helene Fischer spielte ihr bislang größtes Konzert. Fans berichten von den Zuständen vor Ort

Helene Fischer: Regen vor Konzertbeginn führt zu Chaos an den Eingängen

Die Organisation vor Ort hingegen habe er hingegen als sehr gut wahrgenommen. Bei den Getränkeständen habe man nicht lange warten müssen. Allerdings: „Helene Fischer haben wir nicht wirklich gesehen. Also sie war super klein und wir haben dann auch nur noch auf einen Bildschirm geguckt, der dann direkt bei uns war, und weniger auf die Bühne.“

Ein ähnliches Problem hatte auch die Besucherin aus München: „Wir standen mega weit hinten. Von der Bühne siehst du gar nichts mehr, nur noch über die Leinwand. Fernsehen schauen kann ich auch zu Hause, da hätte ich mich nicht in den Regen stellen müssen“, lautet das nüchterne Fazit.

Helene Fischer in München: Besucher des Konzerts sind hin- und hergerissen zwischen Jubel und Frust

Auch die Gegebenheiten auf dem Gelände scheinen suboptimal. Das Messegelände in München war offen, die Akustik scheint nicht überall überzeugt zu haben: „Das verläuft sich. Du hörst nicht, wenn Leute mitsingen.“

Die Show hingegen sei auf jeden Fall „geil“ gewesen, so der Duisburger. Wie schon bei anderen Konzerten geizte Helene Fischer nicht mit Feuer. Aber am Boden hielt es die Schlagerqueen nicht lange: Sie flog über die Besuchermassen hinweg und sang ihren Hit „Flieger“.

Helene Fischer nach Riesem-Konzert: Fan-Meinungen gehen weit auseinander

So unterschiedlich die beiden Gäste aus Duisburg und München das Konzert vor Ort wahrgenommen haben, so unterschiedlich sind auch die Meinungen in den sozialen Netzwerken. Eine Nutzerin kommentierte auf Instagram: „Ganz, ganz viele Stunden im Regen gestanden, durchnässe Füße, aber egal. Wir alle haben im Regen gefeiert und getanzt.“

Ein anderer hingegen bemängelte: „Nach 1,5 Stunden reicht‘s. Miserabel auf der Tribüne. Man sieht nichts. Scheiss Sound. Scheiss Kamera. Kaum Stimmung für 130.000 Menschen. Schlechtestes Konzert der Großen, das ich je sah, jeh hörte. Niemals mehr.“

Das Konzert von Helene Fischer spaltet offensichtlich die Meinungen der Fans. Zwar glänzte die Schlagersängerin wieder mit einer spektakulären Bühnenshow, doch von der hat man nicht viel, wenn man sie kaum sehen kann. Letztendlich muss jeder der Besucher für sich selbst entscheiden, ob sich das Warten gelohnt hat.

Rubriklistenbild: © xonw-images/Dennis Straub/Imago; Chris Emil Janßen/Imago; Collage: Sabrina Wagner/RUHR24

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