Deutscher Super Bowl

Helene Fischer ausgebuht: Moderator nimmt Schlagerstar in Schutz

Helene Fischer wurde 2017 in der Halbzeitshow des DFB-Pokals ausgebuht. Jetzt wird sie verteidigt.

Berlin – Helene Fischer wird sicher nicht sehr gerne an das DFB-Pokalfinale 2017 zurückdenken. Damals spielte sie im Berliner Olympiastadion ein Medley ihrer beiden Hits „Atemlos“ und „Herzbeben“. Die Zuschauer quittierten den Auftritt mit einem Pfeifkonzert. Das lag weniger an der Sängerin und mehr an der Kritik, dass um den Fußball herum zu viel Show gemacht wird. Jahre später wird sie nun verteidigt.

NameHelene Fischer
Geboren5. August 1987 (Alter 34 Jahre), Krasnojarsk, Russland
Größe1,58 m
ElternMaria Fischer, Peter Fischer

Helene Fischer ausgebuht: Moderator nimmt sie in Schutz – „hätte applaudiert“

Damals, am 27. Mai 2017, standen sich Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt im Finale gegenüber. Pokalsieger wurde am Ende der BVB vor einer ausverkauften Kulisse von über 74.000 Zuschauern. Die sorgten in der Halbzeitpause für schlimme Minuten für Helene Fischer, da sie brutal ausgebuht wurde.

Dazu hat sich nun Jörg Dahlmann geäußert. Er veröffentlicht am 4. März seine Autobiographie „Immer geradeheraus: Tore, Typen, Turbulenzen – meine wilde Zeit als Fußballreporter.“ Im Zuge dessen sprach er mit t-online.de im Interview und kam unter anderem auf die Halbzeitshow von 2017 zu sprechen.

Helene Fischer in der Halbzeitshow des DFB-Pokals: Jörg Dahlmann fand „Showact in Ordnung“

Der ehemalige Fußball-Kommentator von Sky nahm dabei nicht nur Helene Fischer, sondern auch den DFB in Schutz, der von den Fans durch seine „Eventisierung“ des Fußballs abgestraft wurde. „Ich habe kein Problem mit einer gewissen Inszenierung. Wir leben in einer Anti-Gesellschaft. Das mag ich nicht“, tat Jörg Dahlmann kund (mehr News über Promi & TV bei RUHR24 lesen).

„Ich hätte ihr applaudiert. So ein Showact ist doch in Ordnung“, ist sich der 63-Jährige heute sicher. Als Vergleich zog er das Finale der amerikanischen Football-Liga, den Super Bowl, heran. Dabei fänden „die Leute alles geil“, erklärte er. Dass Helene Fischer ausgebuht wurde, fand er deshalb nicht in Ordnung, weil sie eben nur gesungen habe.

Helene Fischer für Inszenierung des Fußballs kritisiert: Moderator versteht Fan-Sorgen

Die Kritik an der versuchten Inszenierung des Fußballs könne er aber dennoch nachvollziehen. „Ich verstehe absolut, dass Fans eine gewisse Sorge in sich tragen – und protestieren. Und ihrem Ärger mit Plakaten dann Ausdruck verleihen. Das ist völlig legitim“, ergänzte Jörg Dahlmann.

Helene Fischer hatte sich ihren Auftritt beim DFB-Pokal wohl anders vorgestellt.

Der ehemalige Sky-Kommentator hat aber nicht nur Helene Fischer in Schutz genommen. Auch sich selbst verteidigte er und bekam dabei Hilfe von Sophia Thomalla. Grund dafür waren Sexismus-Vorwürfe gegen ihn, nach einem Spruch in Richtung der Moderatorin. Sie konnte zum Glück darüber lachen.

Rubriklistenbild: © Tobias Schwarz/AFP

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