Nach Shitstorm gegen Topmodel-Show

GNTM 2022: Lijana darf manche Behauptungen nach Gerichts-Urteil nicht mehr machen

GNTM wurde in den letzten Wochen aufgrund der Aussagen einer Teilnehmerin stark kritisiert. Nun musste diese vor Gericht.

Dortmund – Die beliebte Sendung „Germany‘s next Topmodel“ stand die letzten Wochen unter Kritik. Schwere Vorwürfe bezüglich der Sendung lösten einen regelrechten Shitstorm aus, denn einige Kandidatinnen äußerten sich negativ zu ihrer Teilnahme. Lijana Kaggwa (25) sprach in ihrem Youtube-Video sogar von Manipulation und psychischer Gewalt. Doch der Sender lässt diese Anschuldigungen offenbar nicht auf sich sitzen, wie RUHR24 berichtet.

TeilnehmerinLijana Kaggwa
StaffelFünfzehn
PlatzVier

GNTM 2022: Gericht verbietet Kandidatin Lijana nach Kritik den Mund

Die Teilnehmerin von Heidi Klums Sendung GNTM sollte demnach eine Unterlassungserklärung der Produktion unterschreiben und die Videos, in denen sie Vorwürfe erhebt, löschen. Lijana Kaggwa widersetze sich den Forderungen von Seven One Entertainment GmbH allerdings, sodass der Fall letztendlich vor Gericht gelandet ist. Dort wurde ihr nun der Mund verboten.

Denn das Landgericht Hamburg gab der GNTM-Produktion, nach Angaben der Süddeutschen Zeitung, in drei von fünf Punkten recht. In zwei Punkten soll das Model zwar Zuspruch bekommen haben, doch über einige Behauptungen darf sie nun wohl nicht mehr öffentlich reden (mehr Promi und TV-News bei RUHR24).

GNTM 2022: Gerichtsurteil von Lijana – darüber darf sie nicht mehr sprechen

Dazu zählt unter anderem ihre Aussage, dass die Kandidatinnen von GNTM in der Model-Villa lediglich ein Mal pro Woche eine Einkaufsliste für Lebensmittel schreiben durften. Zudem darf sie nicht länger behaupten, dass die Füße einiger Teilnehmerinnen eingecremt wurden, bevor sie über den Catwalk liefen. Sie behauptete zuvor, dass dadurch Models zum Stürzen gebracht wurden.

Über einige Punkte, die sie öffentlich angesprochen hat, dürfe sie hingegen weiter reden. So kann sie nach Angaben der Süddeutschen Zeitung weiterhin erzählen, dass bei den Dreharbeiten für GNTM „ganze Handlungen vorgeschrieben“ werden. Das Gericht erklärt, dass „dies im allgemeinen Verständnis nicht nur die Vorgabe von Dialogen umfasse, sondern das Einwirken auf das gesamte Verhalten der Teilnehmerinnen zum Zwecke der filmischen Verwertung.“

GNTM 2022: Gerichtsurteil von Lijana – Produktionsfirma Seven One nimmt Stellung

Zudem soll das Gericht die „umfassende und zeitlich unbefristete“ Schweigepflicht, die Kandidatinnen unterschreiben müssen, als unwirksam eingeschätzt haben. Gerichtsakten, die der Süddeutschen Zeitung vorliegen sollen, dokumentieren außerdem, dass der Vorwurf, Lijana Kaggwa habe mit ihrem Video gegen die Geheimhaltungsklausel verstoßen, im späteren Verfahren fallen gelassen wurde.

Lijana Kaggwa erhebt schwere Vorwürfe gegen die GNTM-Produktion

Auf SZ-Anfrage habe sich Seven One noch einmal zu ihren Vorwürfen geäußert. Dabei hieß es, dass „Lijana Kaggwa wirtschaftlich unterstützt, psychologisch beraten und betreut worden sei.“ Zudem hätte sie GNTM jederzeit verlassen können, was sie nicht getan habe.

Des Weiteren habe Seven One ein zweites Verfahren eingeleitet, wie die Süddeutsche weiter berichtet. Dabei soll es um weitere Vorwürfe seitens der ehemaligen GNTM-Kandidatin gehen. Nun bleibt abzuwarten, wie es zwischen der Produktionsfirma und Lijana Kaggwa weitergeht.

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