Weg aus der Krise

ARD bekommt ESC-Konkurrenz: Jetzt mischt sich auch Stefan Raab ein

Der ESC steckt in Deutschland in einer Krise. Nun bekommt die ARD-Sendung Konkurrenz aus den eigenen Reihen: Stefan Raab arbeitet an einer eigenen Version.

Budapest - Aus dem TV-Business hat sich Stefan Raab (56) 2015 nur oberflächlich verabschiedet. Zwar steht der 56-Jährige nicht mehr selbst vor der Kamera, doch er wirkt hinter den Kulissen maßgebend mit. Sein Herzensprojekt schien schon immer der ESC, der 2022 bei der ARD erneut floppte, zu sein.

Stefan Raab arbeitet an eigener ESC-Version: ARD steckt in der Krise

Im Jahr 2000 trat die TV-Legende selbst beim „Eurovision Song Contest“, der 2023 nicht im Gewinnerland Ukraine stattfindet, an - mit seinem Gaga-Song „Wadde hadde dudde da?“ belegte er den fünften Platz. Schon 1998 hatte das Musiktalent für Guildo Horn komponiert und bei „Unser Star für Oslo“ entdeckte er bekanntlich Lena Meyer-Landrut, die 2010 den ESC, der im kommenden Jahr radikal verändert wird, gewann.

Nun will er seinen „#FreeESC“ weiterentwickeln. Der Songcontest fand bereits 2020 und 2021 statt, pausierte aber in diesem Jahr. 2023 soll der „#FreeESC“ wieder zurückkehren - aber diesmal mit einer internationalen Version. Zuvor waren zwar auch schon internationale Künstler dabei, vorwiegend aber welche, die in Deutschland leben.

Warum Stefan Raab seine Karriere vor der Kamera beendete

Mehr als 20 Jahre lang hatte Stefan Raab eine erfolgreiche Karriere im TV-Business. Er wurde zum Gesicht von „TV total“ und wirkte auch bei zahlreichen anderen Sendungen mit. Doch im Juni 2015 zog er einen Schlussstrich - für viele Fans ein Schock. Manche vermuteten, er wolle sich mehr Zeit für Frau und Kinder nehmen. Er selbst gab als Begründung an, dass die vergangenen 20 Jahre ihm selbst wie in einem Rausch vorgekommen seien. „Da muss auch mal gut sein“, meinte Stefan Raab im Oktober 2015.

ARD floppte 2022 mit ESC-Kandidat erneut: Geheim-Treffen zwischen Raab und Prosieben wirft Schatten

Bild-Informationen zufolge soll es in Budapest bereits ein geheimes Treffen zwischen Raab, dem ProSieben-Chef Daniel Rosemann und Verantwortlichen anderer europäischer Sender gegeben haben. In diesem Meeting soll die Idee zunächst präsentiert worden sein.

Stefan Raab will wieder ins ESC-Geschäft einsteigen.

Den internationale „#FreeESC“ soll im Oktober 2023 in der Kölner Lanxess Arena ausgetragen werden. Jedes Land soll dabei eine eigene Loge bekommen, aus der in der jeweiligen Sprache moderiert wird. ProSieben will das Show-Event übertragen und das Sendesignal an die Heimatsender der teilnehmenden Künstler verkaufen (mehr Promi- und TV-News auf RUHR24 lesen).

Kokurrenz für die ARD? ProSieben bestätigt neue #FreeESC-Sendung (noch) nicht

ProSieben gibt bei bild.de zu den Gerüchten ein sehr vages Statement: „Wir freuen uns auf den ‚#FreeESC 2023‘. Die Fragen ‚Wann?‘, ‚Wie?‘ und ‚Wo?‘ werden wir rechtzeitig beantworten.“ Fans dürften sich über diese Entwicklung sehr freuen. Schon im Mai 2022 forderten viele Fans nach dem schlechten Abschneiden von Malik Harris beim ESC, der NDR solle nicht mehr für die Sendung zuständig sein. Stattdessen möchte man die Angelegenheit wieder in die Hände Stefan Raabs legen.

Rubriklistenbild: © T-F-Foto/Imago; Rüdiger Wölk/Imago; Collage: Sabrina Wagner/RUHR24