Kinder und Enkel

Testament von Queen Elizabeth II.: Charles erbt 32.000 Schwäne

Nach dem Tod von Queen Elizabeth II. bleibt die Frage, wie sich ihr Erbe aufteilt. Was bekommen die Kinder und was die Enkel William und Harry?

Dortmund – Der Tod von Queen Elizabeth II. erschütterte am 8. September die ganze Welt. Die britische Monarchin hinterlässt nach ihrer 70-jährigen Regentschaft ein beträchtliches Vermögen. Ihr Erbe wird nun unter den Mitgliedern der Royal-Family aufgeteilt. Dabei muss aber einiges beachtet werden, denn ganz so einfach ist es nicht.

Person Queen Elizabeth II.
Geboren 21. April 1926, Bruton Street, London, Vereinigtes Königreich
Gestorben 8. September 2022, Balmoral Castle, Vereinigtes Königreich

Erbe von Queen Elizabeth II.: Ein Teil vom Crown Estate geht an König Charles III.

Das Erbe von Queen Elizabeth II. teilt sich in drei Bereiche auf: den Crown Estate (Besitz der Krone), die Herzogtümer und den privaten Besitz der Queen. Der sogenannte Crown Estate ist der Besitz der britischen Krone. Er gehört somit nicht dem herrschenden Monarchen, sondern der Monarchie als Institution, wie Tagesschau berichtet. Zu dem Crown Estate gehören Ländereien in ganz England und Schottland, Immobilien wie der Buckingham Palast, Einkaufszentren und mehr.

Symbolisch sollen zum Crown Estate auch 32.000 Schwäne und Wale gehören, um den Artenschutz zu wahren, wie Bild berichtet. Und der Crown Estate wirft neben seinem geschätzten Wert von 17 Milliarden Euro, ordentliche Gewinne ab. Beispielsweise durch die Nutzung von Land, die Bebauung als Hotel oder Golfplatz. Diese Einnahmen gehen jedoch in die britische Staatskasse. Die Staatskasse überweist dem jeweiligen Monarchen dann 15 Prozent der Gewinne als Gehalt, als sogenannten „Sovereign Grant“.

Elizabeth II. hat in Windsor ihre letzte Ruhe gefunden.

Das königliche Gehalt „Sovereign Grant“ beläuft sich auf geschätzte 50 Millionen Euro pro Jahr. Hinzu kommen noch Steuergelder der britischen Bürger. Diesen Sovereign Grant erbt nun König Charles III. Von diesem Geld werden alle königlichen Kosten gedeckt, wie die Instandhaltung der Paläste, die Bezahlung der Mitarbeiter, Reisen.

Erbe von Queen Elizabeth: Herzogtümer gehen an Charles und William

Der zweite Bereich des Erbes sind die königlichen Herzogtümer Cornwall und Lancaster. Sie gehören zum Privatbesitz der Queen und werden mit allen Ländereien, Landwirtschafts- und Wohnimmobilien vererbt. Die königliche Familie kann diese Herzogtümer selbst bewirtschaften und laut Tagesschau alle Gewinne behalten.

Bild berichtet wiederum, dass die Gewinne der Herzogtümer wie beim oben genannten Crown Estate an die Staatskasse gehen und nur Anteile an die Krone ausgeschüttet werden. Das Herzogtum Cornwall geht ebenfalls an den Haupterben König Charles III. Das Herzogtum Lancaster erbt der erste Thronfolger Prinz William. (Mehr News zu Promis und TV bei RUHR24).

Privatbesitz von Queen Elizabeth III.: Prinzessin Anne, Prinz Andrew, Prinz Edward, Prinz William, Herzogin Kate, Meghan und Harry

Der am wenigsten bekannte Besitz der Queen ist ihr Privatbesitz. Schätzungen zufolge soll sich dieser auf umgerechnet 500 Millionen Euro belaufen. Diesen kann die Queen vergeben, wie ihr beliebt, schließlich hat sie auch noch Prinzessin Anne (72), Skandalkind Prinz Andrew (62) und Prinz Edward (58) sowie ihre Enkel als Erben.

Zu dem Privatbesitz der Queen gehören Kunstsammlungen, Briefmarkensammlungen, Immobilien wie Schloss Balmoral, auf dem die Queen im Alter von 96 Jahren an Altersschwäche starb. Zudem besaß die Queen etliche Pferde und investierte Bild zufolge in mehrere Aktiengeschäfte. Wer welche Privateigentümer bekommt, ist in dem Testament der Queen festgehalten, welches der Öffentlichkeit nicht zugänglich ist.

Somit ist nicht klar, wer genau welche Erbgüter aus dem Privatvermögen erhält. Doch es ist vorstellbar, dass Prinz Harry gut bedacht ist. Bereits seine Urgroßmutter, also die Mutter von Queen Elizabeth III., vererbte ihm einen großen Teil ihres Vermögens. Denn im Gegensatz zum Thronfolger William ist er nicht finanziell abgesichert. Und zu seiner kürzlich verstorbenen Großmutter hatte Harry ein sehr gutes und inniges Verhältnis, wie er selbst oft hervorhob.

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