Kritik an Veränderungen

Dieter Hallervorden kritisiert Gendern: „politisch motivierter Eingriff“

Dieter Hallervorden
+
Der Schauspieler und Komiker Dieter Hallervorden sorgt sich um die deutsche Sprache.

Schauspieler Dieter Hallervorden hat sich erneut über das Gendern in der deutschen Sprache geäußert. Der 86-Jährige kann die Entwicklung nicht verstehen.

Deutschland – Für den 86-jährigen Dieter Hallervorden kommt Gendern nicht infrage. Der Schauspieler und Theatermacher hat in einem Interview mit dem Berliner Tagesspiegel deutlich gemacht, dass er „nicht zu Sensibilität erzogen werden“ wolle.

SchauspielerDieter Jürgen Hallervorden
Geboren5. September 1935 (Alter 86 Jahre), Dessau, Dessau-Roßlau
EhepartnerinElena Blume (1991–2015), Rotraud Schindler (verh. ?–1985)

Dieter Hallervorden: Schauspieler hält Gendern für „politisch motivierten Eingriff“ in die Sprache

Doch wütend werde er bei dem Thema Gendern nicht: „Es bringt mich absolut nicht auf die Palme, ich erlaube mir vielmehr sachlich darüber zu diskutieren“, erklärt Hallervorden. Für ihn sei Sprache ein Kulturgut für alle Menschen. Die Veränderung der deutschen Sprache würde sich selbst entwickeln und nicht auf Anordnung von Politikern (alle News zu Promis und TV bei RUHR24).

Daher sei eine Gender-Vorgabe für ihn auch ein „künstlicher, politisch motivierter Eingriff in gewachsene Sprachstrukturen“, wie der Schauspieler in dem Interview erklärt. Schließlich gäbe es auch keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass man in der Vergangenheit einen gesellschaftlichen Wandel erzeugen konnte, nur weil man die Grammatik einer Sprache verändert hat.

Gendern in der deutschen Sprache: Dieter Hallervorden äußert sich nicht zum ersten Mal kritisch

Dabei fände er vor allem ein Zitat von Ex-Bundespräsident Joachim Gauck angebracht, der in einer Rede von Gendern als „betreutes Sprechen“ sprach. In Zeiten von Mainstream und Political Correctness wolle Hallervorden sich durch das Gendern nicht eine Meinung bilden. Viel wichtiger sei für ihn eine „eigene Meinung, die man sich unabhängig und aufgrund persönlicher Überzeugungen bildet“.

Video: Dieter Hallervorden: „Das Gendern ist eine Vergewaltigung der Sprache“

Es ist nicht das erste Mal, dass der 86-Jährige mit Aussagen zum Thema Gendern auffällt. Zuletzt bezeichnete Dieter Hallervorden das Beachten der weiblichen und non-binären Personen in der deutschen Sprache als eine Vergewaltigung. Für diese Aussage erntete der Schauspieler viel Kritik.