Nach Festnahme

GZSZ: NRW-Schauspieler ist Corona-Leugner – Gericht fällt Urteil

Vor rund einer Woche wurde Ex-GZSZ-Schauspieler Mustafa Alin festgenommen. Der bekennende Corona-Skeptiker musste sich vor Gericht verantworten und ist verurteilt worden.

Hannover – Gleich wegen mehreren Straftaten musste sich der ehemalige GZSZ-Liebling Mustafa Alin am Donnerstag (28. Oktober) vor dem Amtsgericht Hannover verantworten. In der vergangenen Woche wurde der bekannte Corona-Leugner festgenommen. Jetzt ist ein Urteil gefallen.

SchauspielerMustafa Alin
Geboren5. Oktober 1977 (Alter 44 Jahre), Emmerich am Rhein
Größe1,85 Meter

Corona-Leugner Mustafa Alin (GZSZ) festgenommen – Gerichts-Prozess in Hannover

Bereits am 23. September hätte der aus Emmerich am Rhein stammende Schauspieler einen Termin vor Gericht wahrnehmen sollen, den er jedoch ähnlich wie Michael Wendler geschwänzt hat. Daraufhin wurde ein Haftbefehl gegen den 44-Jährigen erlassen. Prompt wurde der Ex-GZSZ-Star vergangene Woche festgenommen und verbrachte die Woche vor der Verhandlung in Untersuchungshaft.

„Bei dem verkündeten Haftbefehl handelt es sich um sogenannte Hauptverhandlungshaft, die dazu dient, die Durchführung der Hauptverhandlung sicherzustellen“, erklärte Gerichtssprecher Carsten Knepper damals gegenüber Bild. Am Donnerstag (28. Oktober) war es dann soweit: Mustafa Alin musste sich vor dem Amtsgericht wegen mehrerer Straftaten verantworten – und ist verurteilt worden.

NRW-Schauspieler leugnet Corona – vor Gericht muss Mustafa Alin wegen Beleidigung und Bedrohung

Alin wurden Taten zur Last gelegt, die hauptsächlich mit der Corona-Pandemie in Verbindung stehen. Nach Informationen von Focus Online und t-online musste er sich wegen drei Straftaten verantworten: Beleidigung, Bedrohung und Verstoß gegen das Kunst-Urhebergesetz (mehr über Promis bei RUHR24 lesen).

So soll der bekennende Corona-Skeptiker laut mehreren Medienberichten beispielsweise im November 2020 eine Mitarbeiterin eines Baumarkts ohne ihr Einverständnis gefilmt haben, als diese ihn auf seinen fehlenden Mund-Nasen-Schutz hingewiesen habe. Zusätzlich soll er dem Marktleiter damit gedroht haben, ihn „abzustechen“. Anschließend soll der Schauspieler den Clip auf Instagram veröffentlicht haben. Unter anderem für diesen Vorfall wurde er nun vor Gericht zur Rechenschaft gezogen.

Bis 2017 spielte Mustafa Alin bei GZSZ mit.

NRW-Schauspieler ist Corona-Leugner – Mustafa Alin vor Gericht verurteilt

Das Amtsgericht in Hannover hat den Ex-GZSZ-Star nun zu einer Geldstrafe in Höhe von knapp 10.800 Euro verurteilt. Das berichtet t-online. Mustafa Alin muss die Summe in 180 Tagessätzen zu je 60 Euro begleichen. Das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig. Der NRW-Schauspieler hatte in der Verhandlung das Filmen der Baumarkt-Mitarbeiterin eingeräumt. Außerdem räumte er ein, mehrere Zollbeamte in einem Instagram-Beitrag beleidigt zu haben.

Mustafa Alin zweifelt laut mehreren Medienberichten seit Monaten die Corona-Pandemie öffentlich an. Wie t-online schreibt, soll er im November 2020 sogar versucht haben, eine vermeintliche „Corona-Lüge“ in einem Krankenhaus aufzudecken. Dazu soll er sich unter vorgetäuschten Beschwerden in eine Hannover Klinik einweisen lassen haben, um angebliche Lügen über die Corona-Situation im Krankenhaus darzustellen.

Der Schauspieler aus NRW ist nur einer von vielen tragischen Fällen, die in der Corona-Pandemie nicht mehr mit ihrer Arbeit, sondern nur noch mit wirren Aussagen von sich reden machen. Laut Focus Online soll Mustafa Alin die Pandemie verharmlosen und sie als „Volksverarsche“ bezeichnen. Ähnlich wie auch Ex-Vegan Koch Attila Hildmann (40) schwurbelt er über „neue Weltordnungen“ und „Täuschungen“. Bezüglich seiner Anklage hat sich der 44-Jährige indes noch nicht öffentlich geäußert.

Rubriklistenbild: © Bernd Settnik/dpa, Fredrik von Erichsen/dpa, Collage: RUHR24

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