Quoten im Keller

„Britt“ floppt bei Sat.1: Tv-Show erlebt Desaster bei Comeback-Versuch

Da muss Sat.1 sich etwas neues überlegen: Das große Talkshow-Comeback von Britt Hagedorn kommt bei den Zuschauern nicht gut an.

Deutschland – So hat sich Sat.1 das Comeback von Moderatorin Britt Hagedorn vermutlich nicht vorgestellt. Der neue Vormittag sollte bunt und witzig werden, doch stattdessen rutschen die Quoten in den Keller. Nun muss der Privatsender aus Unterföhring bei München reagieren – können sie den Nachmittag retten?

TV-SenderSat.1
GründungJanuar 1984
EigentümerProSiebenSat.1 Media
SitzUnterföhring

Talkshow von Britt Hagedorn: Talk-Legende kann die Zuschauer bei Sat.1 nicht überzeugen

Denn im Schnitt schauten nur 500.000 Zuschauer bei der Talkshow „Britt – Der Talk“ am Nachmittag um 16 Uhr ein, berichtet DWDL. Ein mickriger Marktanteil von 4,7 Prozent. Kaum zu vergleichen mit den Quoten, die die Talkshow noch in den 1990er- und 2000er-Jahren erreichen konnte. In der marktrelevanten Gruppe der 14- bis 49-Jährigen waren es bei der Neuauflage nur 90.000 Zuschauer (alle News zu Promis und TV bei RUHR24).

Sat.1 muss auf die miesen Quoten reagieren, denn normalerweise rutschen Quoten immer weiter in den Keller, statt nach oben zu wachsen. Der Nachmittag muss für den TV-Zuschauer attraktiver werden. Bisher hat Sat.1 noch keine Lösung für das Problem gefunden.

Quoten sinken am Nachmittag in den Keller: Sat.1 steht jetzt unter Zugzwang

Ab 17 Uhr sehen die Quoten nämlich nicht besser aus, denn „Lenßen übernimmt“ schaffte es in der marktrelevanten Zielgruppe auch nur auf 2,9 Prozent Marktanteil. Schlimmer noch um 18 Uhr bei „Doppelt kocht besser“: Gerade mal 3 Prozent konnte Sat.1 in der Zielgruppe vermerken. In Zahlen: 350.000 Zuschauer schalteten ein.

Britt Hagedorn ist eine Talkshow-Ikone. Doch das Konzept scheint 20 Jahre später nicht mehr gut anzukommen.

Der Nachmittag ist bei vielen TV-Sendern das quotentechnische Sorgenkind – doch Sat.1 scheint auch weiterhin nicht die Kurve zu bekommen. Die Zeit wird zeigen, ob eine neue Strategie für die Ausstrahlung auch bessere Ergebnisse erzielen kann.

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