Liverpool-Coach klärt auf

Boris Becker: Warum Ex-BVB-Trainer Klopp nicht ins Gefängnis kommen durfte

Boris Becker ist wieder auf freiem Fuß und zurück in Deutschland. Ex-BVB-Coach Jürgen Klopp klärt nun über sein Besuchsverbot im Gefängnis auf.

Dortmund – Nach Vertuschungen in Millionenhöhe wurde Boris Becker am 29. April in London zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Dank eines speziellen Entlassungs- und Abschiebungsprogramms ist Boris Becker seit Mitte Dezember in Deutschland wieder auf freiem Fuß. In seiner wohl schwersten Zeit im Bau sollte er prominenten Besuch empfangen: Ex-BVB-Trainer Jürgen Klopp.

Besuchsverbot für Klopp: Ex-BVB-Trainer wollte Boris Becker im Gefängnis sehen

Die beiden verbindet eine langjährige Freundschaft, wie der einstige Trainer von Borussia Dortmund und jetzige Übungsleiter des FC Liverpool erklärt. „Boris ist das große Idol meiner Kindheit und Jugend. Wir haben uns das erste Mal vor sieben Jahren in Wimbledon getroffen. Das hat meine Frau Ulla damals organisiert“, sagte Klopp der Bild.

„Wir haben dann in Wimbledon einen Sensations-Abend verbracht – wir waren auf einer Wellenlänge und hatten richtig viel Spaß. Aufgrund unterschiedlicher Terminkalender sind wir danach lose in Kontakt geblieben“, so der Trainer weiter.

Jürgen Klopp darf nicht ins Gefängnis: Becker-Besuch des Ex-BVB-Trainers fällt aus Sicherheitsgründen flach

Diese Männerfreundschaft geht sogar so weit, dass Fußballcoach Jürgen Klopp Tennis-Ikone Boris Becker im Huntercombe-Gefängnis westlich von London besuchen wollte. Doch dem prominenten Besuch wurde ein Riegel vorgeschoben. Der Grund: Der Schutz der BVB-Legende konnte nicht gewährleistet werden

„Die Antwort: ‚Jürgen darf dich nicht besuchen, der ist zu bekannt. Wir haben Angst um seine Sicherheit, wollen den Rummel nicht, müssen dir das ablehnen.‘“ Das erklärte der Wimbledon-Sieger beim Exklusiv-Interview mit Sat.1.

Boris Becker in Deutschland wieder auf freiem Fuß: Klopp wollte im Gefängnis Beistand leisten

Doch auch wenn ein physischer Austausch nicht möglich war, klappte es immerhin über Telefon: „Den Kontakt zu ihm ins Gefängnis hat Johannes B. Kerner hergestellt. Wir haben dann telefoniert, und ich habe ihm u.a. gesagt, er muss unbedingt ein Buch schreiben“, so Klopp bei der Bild. Boris Becker habe dann gemeint, er denke, „dass mir keiner glaubt, wie es hier wirklich ist.“

Jürgen Klopp durfte Boris Becker nicht im Gefängnis besuchen: Jetzt nennt er den Grund, warum er überhaupt wollte.

Ihm sei es „besonders wichtig“ gewesen, den Tennisprofi zu unterstützen. Jürgen Klopp schien es zwar zu bedauern, dass der Gefängnisbesuch nicht geklappt hat, blickt jedoch auf das Wesentliche: „Aber das ist jetzt auch nicht mehr wichtig – wichtig ist nur, dass Boris wieder in Freiheit ist.“

Wieder auf freiem Fuße steht einem Treffen zwischen dem Liverpool-Trainer und der Tennis-Legende vorerst nichts mehr im Weg – zumindest in Deutschland. Großbritannien darf Boris Becker wohl erst nach Ablauf seiner eigentlichen Haftstrafe betreten, berichtet das ZDF. Ein weiterer Stichtag ist am 29. Juli 2023: Nach britischem Recht dürfen Häftlinge erst nach der Hälfte ihrer Gefängnisstrafe auf Bewährung entlassen werden.

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