Ex-Kandidat packt aus

„Bewusst in blöde Rolle stecken“: Kritik an RTL wegen „Bauer sucht Frau“

Dirk Linneboden nahm 2018 bei „Bauer sucht Frau“ teil. Er erhebt nun schwere Vorwürfe an die Macher der RTL-Show.

Hirschberg – Dirk Linneboden (44) war einer der Kandidaten der RTL-Sendung „Bauer sucht Frau“ 2018. Er begab sich vor den TV-Kameras auf die Suche nach der Liebe fürs Leben. Wie die Szenen am Ende geschnitten wurden, sah der 44-Jährige aber genauso erst wie alle anderen Menschen im Fernsehen. Der Hobby-Schäfer erhebt heute den Vorwurf: Es sollte ein ganz bestimmtes Bild von ihm vermittelt werden.

TV-ShowBauer sucht Frau
FernsehsenderRTL
Jahr(e)Seit 2005
ModerationInka Bause

„Bauer sucht Frau“-Kandidat musste sich für Frauen ohne Foto entscheiden

 „Ich habe das damals mit den rund sechs Millionen Menschen auch das erste Mal gesehen“, erinnert sich Dirk Linneboden gegenüber dem soester-anzeiger.de an die erste Ausstrahlung der Sendung zurück. Traditionell beginnt die „Bauer sucht Frau“-Staffel immer mit dem sogenannten „Scheunenfest“, bei dem die Bauern und Bäuerinnen mit den Bewerbern und Bewerberinnen zusammentreffen, die sie zuvor ausgesucht haben – wie Linneboden erzählt, musste er sich allerdings ohne Foto entscheiden.

Nach einem persönlichen Kennenlernen geht es für die Pärchen, bei denen es harmoniert, weiter auf den Hof. Der „Bauer sucht Frau“-Kandidat entschied sich damals für eine Frau namens Deborah. Er erklärt: „Wir waren beide nicht so angetan voneinander“, weswegen die Regie Deborah anscheinend gegen eine andere Kandidatin tauschen wollte. Statt das so zu kommunizieren, so Linnebodens Vorwurf, wurde es gefilmt, als hätte Deborah Heimweh und verließe daher die Show (alle News zu Promi und TV bei RUHR24).

Nichts zu sagen: Dirk und Deborah versuchten einen Anlauf miteinander, doch daraus wurde nichts.

„Bauer sucht Frau“-Kandidat sauer: „Wollten mich bewusst in blöde Rolle stecken“

Auch mit der Nachrück-Kandidatin klappte es dann aber nicht bei dem Schäfer. Zum Abschied, heißt es bei soester-anzeiger.de, hätte er Schäfchen-Ohrringe verschenken sollen, konnte dies aber verhindern: „Meine Schwester weigerte sich, Gott sei Dank, und redete der Regie diese Schnapsidee aus. Die wollten mich bewusst in eine blöde Rolle stecken. Jeder der Zuschauer hätte sich zurecht gefragt, warum ich einer erwachsenen Frau solche Ohrringe schenke“, so der einstige „Bauer sucht Frau“-Kandidat.

Wegen eines Versehens kamen beim Frühstück auch einmal schwarze Toasts aus dem Toaster. „Das fand die Regie so witzig, dass ich die Situation nochmal nachstellen musste, obwohl es überhaupt keine Absicht war – aber so wurde ich als Doofmann dargestellt, der zu dumm ist, Frühstück zuzubereiten“, wirft Dirk Linneboden der Produktion vor. Auch hätte er immer das gleiche Shirt tragen sollen, damit man seine Aussagen besser hätte schneiden können: „Ich saß manchmal montags vor dem Fernseher und wusste ganz genau, dass ich das so nicht meinte und auch nicht zu dem Thema gesagt habe“, blickt Linneboden zurück.

Rubriklistenbild: © Sven Simon/Imago

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