Gefahr für Spartensender

ARD und ZDF: Die Zukunft mehrere TV-Sender ist derzeit ungewiss

ARD und ZDF sollen reformiert werden. Die Länder haben dazu bereits Vorschläge gemacht, durch die auch die Zukunft der Spartensender ungewiss ist.

Mainz – ARD, ZDF und das Deutschlandradio, also der öffentlich-rechtliche Rundfunk, sollen reformiert werden. Vorschläge sind von der Rundfunkkommission der Länder bereits gemacht worden. Bis zum 14. Januar können Bürger dazu Feedback und Kritik einreichen und sich somit direkt daran beteiligen. Durch eine Reformierung ist dann sogar die Zukunft der Spartensender ungewiss.

RundfunkproduzentARD
Hauptsitz Berlin
Gründung5. Juni 1950, Westdeutschland

ARD und ZDF: Angestrebte Reform gefährdet Spartensender

Gerade erst kam es bei RTL zu radikalen Änderungen. Nun stehen auch bei ARD und ZDF Neuerungen an. Konkret geht es dabei um Spartensender wie ZDFinfo, ZDFneo, KiKA, Phoenix, Tagesschau24, One oder auch ARD-alpha. Die Zukunft dieser Sender ist nun mehr als ungewiss, wie aus dem Vorschlag der angestrebten Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks hervorgeht.

In dem Vorschlag heißt es, dass ARD und ZDF die Möglichkeit erhalten, darüber zu entscheiden, ob sie Spartensender „ganz oder teilweise einstellen oder deren Inhalte in Angebote im Internet gleichartigen Inhalts überführen.“ Dies muss in jedem Fall aber stets mit den zuständigen Gremien diskutiert und begründet werden.

ARD und ZDF sollen durch die Reform flexibler werden

Die angestrebte Reform von ARD, ZDF und des Deutschlandradios soll das Rundfunkangebot in Deutschland flexibler machen. Konkret werden von der Rundfunkkommission dabei zwei Ziele genannt. Die Akzeptanz der Öffentlich-Rechtlichen soll gesteigert werden, was sich wiederum auch positiv auf die Stärkung der Demokratie auswirken würde.

Bei dem zweiten Ziel geht es darum, das Angebot für die Zukunft aufzustellen. Die dabei genannten Stichworte „digitale Transformation“ und „verändertes Mediennutzungsverhalten“ deuten dabei auf mehr Vielfalt im Netz hin. Statt der Einstellung von Spartensendern lässt sich deshalb eher auf einen Übergang ins Internet hoffen.

ARD und ZDF: Die Zukunft der Spartensender ist ungewiss

ARD und ZDF: Intendantin des BR sieht Einstellung von Spartensendern erst in ein paar Jahren

Zu der kommenden Reform von ARD und ZDF, sowie dem Deutschlandradio hat sich die Intendantin des Bayerischen Rundfunks (BR), Katja Wildermuth, geäußert. Sie sprach mit der Deutschen-Presse-Agentur darüber und wollte nicht ausschließen, dass gewisse Spartensender bald schon eingestellt werden könnten (mehr News zu Promis und TV auf RUHR24 lesen).

„Das würde ich – vielleicht in ein paar Jahren – nicht ausschließen“, gestand sie, ohne jedoch konkret auf einen bestimmten Spartensender von ARD und ZDF einzugehen. Gleichzeitig erklärte sie, dass die Aufstellung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland, im Hinblick auf einen „dynamischen Medienmarkt“, stets überprüft werden müsse.

Rubriklistenbild: © Soeren Stache/DPA

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