TV-Revolution

„Tabula Rasa“ bei ARD und ZDF: Ulrich Wickert fordert Abschaffung von TV-Sendern

ARD und ZDF stehen immer wieder in der Kritik. Die Zukunft der TV-Sender ist umstritten. Ein Ex-Tagesschau-Star erwartet drastische Veränderungen.

Dortmund – Die Zukunft der öffentlich-rechtlichen TV-Sender ARD und ZDF wird derzeit heiß diskutiert. Für Kritiker ist eine Umstrukturierung unausweichlich. WDR-Chef Tom Buhrow (64) hat kürzlich sogar eine Fusion von ARD und ZDF vorgeschlagen. Jetzt fordert auch Ex-Tagesschau-Moderator Ulrich Wickert (79) drastische Änderungen.

Ulrich Wickert fordert „Tabula Rasa“ bei ARD und ZDF – TV-Sender sollen abgeschafft werden

Der ehemalige ARD-Nachrichtensprecher nimmt dabei besonders die Politik in die Pflicht, wie DWDL.de berichtet. Bei den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern ARD und ZDF müsse „Tabula Rasa“ gemacht werden, fordert Ulrich Wickert in einem Interview mit der Bild am Sonntag. Kurz gesagt: Das Konzept müsse überarbeitet werden.

Er würde dabei auch vor der Abschaffung von mehreren Fernsehsendern keinen Halt machen. Auch wenn TV-Fans sicherlich verärgert über derartige Veränderungen wären. Für Ulrich Wickert sind besonders zwei Programme nicht mehr nötig. „Die Politik müsste den Mut haben und meinetwegen Radio Bremen und den Saarländischen Rundfunk abschaffen“, so der ehemalige Moderator im Bild-Interview.

TV-Programm in ARD und ZDF soll verändert werden – Tatort könnte rausfliegen

Doch das solle nicht die einzige große Änderung bleiben. Es müsse „eine ganze Reihe von anderen Dingen“ reduziert werden, sagt Ulrich Wickert. Auch das TV-Programm solle angepasst werden. Als Beispiel nennt er dauernde Wiederholungen von Krimis, die nicht sein müssten.

Krimi-Fans sehen das vermutlich anders. Tatort-Gucker müssen bereits in der Weihnachtszeit aus einem kontroversen Grund auf ihren Lieblingskrimi verzichten. Eine dauerhafte Reduzierung der Kult-Serie käme da wohl eher weniger gut an.

Ex-Tagesschau-Sprecher Ulrich Wickert fordert ARD und ZDF zum Geld sparen auf

Darüber hinaus fordert Ulrich Wickert auch finanzielle Einsparungen bei ARD und ZDF. Dafür hatte der Ex-Tagesthemen-Moderator auch konkrete Vorschläge an die Sender parat. Das Orchester der Elbphilharmonie werde vom NDR bezahlt, obwohl es der Stadt Hamburg gehöre. „Das versteht doch kein Mensch“, ärgert er sich (mehr Promi- und TV-News auf RUHR24).

Ulrich Wickert fordert drastische Veränderungen bei ARD und ZDF.

In Zukunft erhofft Ulrich Wickert sich mehr Mut von den Verantwortlichen bei ARD und ZDF. Ihm fehle außerdem Leichtigkeit bei Planungen und Neuerungen. Man habe „zu viele Redakteure, die sie verhindern“, so der TV-Moderator. Auch da können die Fernsehsender sparen.

Ausgelöst wurde die Krise von ARD und ZDF durch einen Vetternwirtschaft-Skandal beim RBB. Für Ulrich Wickert ist die entstandene Diskussion zwar gut, aber noch nicht genügend, wie er im Interview sagt. Die Kritik ist dennoch groß. Auch TV-Entertainer Thomas Gottschalk hat sich deutlich zur Situation von ARD und ZDF geäußert. Wie es mit den Sendern weitergeht, bleibt nun abzuwarten.

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