Große Neuerungen

ARD-Zuschauer dürfen entscheiden: Regeln beim ESC 2023 geändert

Jedes Jahr ist der Eurovision Song Contest ein Highlight im TV-Programm. ARD-Zuschauer müssen sich im kommenden Jahr auf große Änderungen einstellen.

Dortmund – Der Eurovision Song Contest (ESC) zählt zu den größten Musikwettbewerben weltweit. Auch 2023 steht die europaweite Show wieder auf dem Programm. Am 13. Mai soll das Finale stattfinden und in der ARD zu sehen sein. Doch Fans und TV-Zuschauer müssen sich auf große Änderungen einstellen.

ESC-Fans müssen mit Neuerungen leben: Veranstalter bricht mit Tradition

Denn die Veranstalter des ESC brechen im kommenden Jahr mit einer Tradition. Der Wettbewerb findet nicht im Land des Vorjahressiegers statt. 2022 gewann die ukrainische Band Kalush Orchestra mit ihrem Song „Stefania“ den Contest.

Aufgrund des dortigen Krieges kann der ESC 2023 aber nicht in der Ukraine ausgetragen werden. Stattdessen springt Großbritannien mit der Stadt Liverpool als Gastgeber ein.

Auch die Entscheidung über die zwanzig Finalteilnehmer wird im kommenden Jahr anders ablaufen als gewohnt, wie TV Spielfilm berichtet. Vor dem großen Finale stehen traditionell noch zwei Halbfinals an. Bisher entschied in allen drei Shows sowohl das Voting der Expertenjury, als auch das der Zuschauer. Das wird sich künftig zumindest in den Halbfinalshows ändern.

ARD-Zuschauer können über Finalteilnehmer beim ESC entscheiden

Wie die European Broadcasting Union (EBU) bekannt gegeben habe, werden bei diesen zwei Shows künftig nur noch die Votes der Fans zählen. In Deutschland können ARD-Gucker also darüber entscheiden, wer ihrer Meinung nach ins Finale einziehen soll. Die Jurystimmen gelten dann nur noch im Notfall, beispielsweise bei einer technischen Panne (mehr Promi- und TV-News auf RUHR24).

Bei der finalen Show gilt dann das bekannte Prozedere. Jurystimmen sowie die Votes der Fans zählen weiterhin jeweils zu 50 Prozent. Hintergrund der Änderungen sind angebliche Unregelmäßigkeiten beim diesjährigen Wettbewerb. Sechs Länder sollen sich untereinander bei der Punktevergabe abgesprochen haben, so TV Spielfilm.

ESC-Fans müssen sich auf große Änderungen einstellen. (Symbolbild)

TV-Zuschauer sehen Eurovision Song Contest 2023 wieder in der ARD

Trotzdem gibt es auch beim Finalvoting eine große Neuerung. Erstmals dürfen auch ESC-Fans aus den Ländern voten, die nicht für das Finale qualifiziert sind. Dabei sollen laut EBU sogar Zuschauer von außerhalb des Eurovision-Gebiets abstimmen dürfen. Den Fans wolle man mit den Änderungen mehr Macht geben, sagt ESC-Producer Martin Österdahl.

In Deutschland wird der Eurovision Song Contest 2023 von der ARD übertragen. Die beiden Halbfinalshows sind voraussichtlich wieder beim Tochtersender One im TV zu sehen. Deutschland ist als einer der Hauptgeldgeber automatisch für das Finale qualifiziert. Wer das Land musikalisch vertritt, ist noch nicht klar. Aber auch für den deutschen ESC-Vorentscheid hat die ARD große Änderungen angekündigt.

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