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TV-Duell Voigt (CDU) gegen Höcke (AfD): Die Aussagen zum Nachlesen

Mario Voigt (CDU) und Björn Höcke (AfD)
Das TV-Duell zwischen Mario Voigt (CDU) und Björn Höcke (AfD) fand am Donnerstagabend (11. April) statt. © Teutopress/Imago, Funke Foto Services/Imago

Mario Voigt (CDU) und Björn Höcke (AfD) traten im TV-Duell gegeneinander an. Es ging um die Landtagswahl in Thüringen. Die Aussagen zum Nachlesen.

Beginn: 20:15 Uhr
Dauer: ca. 45 Minuten
Teilnehmer: Mario Voigt (CDU), Björn Höcke (AfD)
Moderatoren: Tatjana Ohm (Chefmoderatorin Welt), Jan Philipp Burgard (Chefredakteur Welt-TV),

21.30 Uhr: Damit ist das TV-Duell beendet. Wir wünschen einen angenehmen Restabend.

TV-Duell Voigt (CDU) gegen Höcke (AfD): Die Aussagen zum Nachlesen

21.25 Uhr: „Fleiß muss sich lohnen, dass das Leben wieder einfach wird und Recht und Ordnung herrscht“, dafür setze ich Voigt ein. „Die CDU hat den Anspruch, stärkste Kraft zu werden.“ Höcke stehen vernünftigen Lösungen in Thüringen im Weg.

Höcke, nachdem er im Laufe des TV-Duells der CDU zahlreiche Vorwürfe gemacht hat: „Meine Hand ist weiterhin ausgestreckt. Wir machen eine konservativ-patriotische Bewegung.“ Voigt lehnte die Zusammenarbeit mit der in Thüringen vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem bezeichneten AfD aber ausdrücklich ab.

21.24 Uhr: „Wir brauchen eine Kooperation mit Russland und keinen Hass“, sagt Höcke.

21.21 Uhr: Voigt: „Wir sind in einem Systemkonflikt. Russland, China, Iran gegen die demokratische Welt.“ Deswegen benötige es einen gemeinsamen Druck.

TV-Duell Voigt (CDU) gegen Höcke (AfD): Die Aussagen zum Russland-Angriffskrieg in der Ukraine

21.19 Uhr: Höcke bemängelt „das Schwarzweißmalen dieses Konfliktes in den deutschen Medien“. Er kenne Putin nicht persönlich. „Ich glaube, Putin will Frieden“. Er halte Putin für einen rationalen Mann.

21.17 Uhr: Höcke: „Dieser Krieg muss so schnell wie möglich beendet werden und zwar um jeden Preis. Ich bin der festen Überzeugung, dass man mit der Kriegsrhetorik der CDU nicht weiterkommt. Wer Waffen liefert, der will keinen Frieden, der will den Krieg. Das Schlachten muss ein Ende haben“. Es müsse Friedensgespräche geben.

21.14 Uhr: Jetzt geht es um den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine. Voigt: „Die Soldaten sind Geiselhaft eines irren Aggressors: Putin.“ Man müsse Farbe bekennen und die Ukraine müsse sich verteidigen. Er werbe für diplomatischen Druck, um Frieden zu erreichen. Andernfalls werde Putin auch für andere Staaten zur Gefahr.

TV-Duell Voigt (CDU) gegen Höcke (AfD) zum Thema Antisemitismus und Islam in Deutschland

21.11 Uhr: „Ich sehe keinen Antisemitismus ausgeprägten Maßes in Deutschland“, sagt Höcke. Dieser sei klein im Vergleich zu dem Antisemitismus, der ins Land geholt worden sei. „Wir dürfen nicht mehr Menschen muslimischen Glaubens aufnehmen.“

21.04 Uhr: Warum verwende er die SA-Parole „Alles für Deutschland“, wird Höcke gefragt. „Jeder Mensch weiß, dass das ein Allerweltsspruch ist“, sagt der AfD-Mann. Das Strafrecht werde immer mehr zur Einschränkung der Meinungsfreiheit genutzt. Höcke steht kommende Woche in Halle vor Gericht. Ihm wird das Verwenden von Kennzeichen einer ehemaligen nationalsozialistischen Organisation zur Last gelegt.

21.02 Uhr: Voigt erinnert an Höckes Worte, der einst gesagt hatte: „Das große Problem ist, dass Hitler als absolut böse dargestellt wird“. Der CDU-Politiker erklärt: „Ich liebe mein Land, aber ich hasse kein anderes.“ Höcke sagt überraschendewrweise, der Hass als Gefühl sei ihm gänzlich unbekannt.

20.55 Uhr: Voigt über den heutigen Gedenktag zur Befreiung des KZ Buchenwald: „Ich bin am Sonntag bei der Gedenkfeier anwesend. Einer Feier, bei der Herr Höcke quasi Hausverbot hat. So jemand sollte Thüringen nicht regieren.“

„Ein wichtiger Erinnerungstag“, sagt Höcke. „Ich würde gerne den Tag auch im ehemaligen KZ Buchenwald verbringen. Aber wir haben seit Jahren Hausverbot.“

Höcke hatte das Holocaust-Denkmal in Berlin als Denkmal der Schande bezeichnet. „Der Holocaust war ein Fakt, das stellt niemand in Abrede“, sagt Höcke. Es gehe aber darum, die „Lichtseiten“ in den Vordergrund zu rücken. „Das Positive muss in den Mittelgrund gerückt werden.“ Ohne gesunden Patriotismus gehe es nicht.

20.52 Uhr: „Dass Sie hier anders reden, als im Parteitag, das sagt doch alles“, wirft Voigt jetzt Höcke vor. Zum Thema doppelte Staatsbürgerschaft habe dieser damals gesagt: „Auf 20 bis 30 Prozent der Menschen in Deutschland können wir verzichten.“ Tatsächlich gibt sich der AfD-Mann, der auch öffentlich als Rassist bezeichnet werden darf, heute im TV-Duell ungewohnt gemäßigt.

TV-Duell Voigt (CDU) gegen Höcke (AfD): Höcke erinnert sich angeblich nicht an Rassismus-Spruch

20.50 Uhr: „Ich distanziere mich von überhaupt gar nix“, sagt Höcke. Nach sechs Jahren könne man nicht verlangen, dass er noch jede Passage seines Buches kenne, in welchem er laut Moderator Jan Philipp Burgard geschrieben hat, Bundestags-Vizepräsidentin Aydan Özoguz habe in Deutschland nichts verloren. Höcke sagte, man müsse auch nicht alle Politiker kennen. Erinnerungslücken beim AfD-Mann.

20.48 Uhr: „Sie wollen alle raus haben, die anders sind. Irgendwann sind es die Brillenträger. Dieser völkische Müll darf mein Heimatland Thüringen nicht regieren und dafür kämpfe ich“, sagt Voigt.

20.46 Uhr: „Wir brauchen eine Familien-Offensive“, sagt Höcke, der dafür wirbt, dass in Thüringen mehr deutsche Familien Kinder bekommen. Remigration hingegen sei ein „normaler Vorgang“.

20.44 Uhr: Nach Deutschland wolle doch ohnehin niemand mehr kommen, erklärt Höcke und macht dafür die etablierten Parteien verantwortlich. Voigt darauf: „Jetzt reden sie Deutschland doch nicht schlecht, Deutschland ist ein großartiges Land.“

TV-Duell Voigt (CDU) gegen Höcke (AfD): Thema Migration und ausländische Fachkräfte

20.41 Uhr: „Das große Problem ist, dass die Altparteien Thüringen zu einem Niedriglohnland gemacht haben“, sagt Höcke. „Wir werden keine neuen Fachkräfte gewinnen, wenn der Reichskanzler Höcke zur Eröffnung kommt“, kontert Voigt.

20.40 Uhr: „Ich verstehe nicht, dass wir überhaupt noch von Fachkräftemangel reden müssen“, sagt Höcke. Man müsse vor allem deutsche Jugendliche zu Fachkräften ausbilden.

20.36 Uhr: Höcke zum Thema Migration: „Die Gewaltkriminalität explodiert, die Sozialsysteme stehen kurz vor dem Kollaps. Sie haben das Kind in den Brunnen geworfen und jetzt versuchen Sie, das Wasser abzuschöpfen.“

20.33 Uhr: Zum Thema Migration sagt Voigt: „Die illegale Migration ist ein Riesenproblem. Das ist ein Zustand, den kann man nicht weiter ignorieren. Die klare Strategie: Null illegale Migration in Deutschland! Wer arbeitet, wer zurecht hier ist, wer sich an Recht und Gesetz hält, der bleibt. Wer nicht, der geht.“

20.30 Uhr: Voigt zum Thema Bürgergeld: „Jeder, der arbeiten kann, der muss arbeiten. Und der, der arbeitet, muss mehr haben, als der, der nicht arbeitet. Leistung muss sich lohnen. Der fleißige darf nicht der Dumme sein.“

Höcke nennt das „ein aneinanderreihen von Worthülsen und von Phrasen. Das nimmt ihnen doch keiner mehr ab.“ Und überhaupt: Man müsse vor allem an die Rentner denken. „Die Rente muss reformiert werden.“

TV-Duell Voigt (CDU) gegen Höcke (AfD): CDU will stärkste Kraft werden

20.28 Uhr: Voigt verspricht aus CDU-Sicht bei der Thüringen-Landtagswahl: „Wir werden stärkste Kraft werden!“

Und Höcke: „Die illegale Einwanderung kostet uns pro Jahr 50 Milliarden Euro. Das Geld ist da, es wird nur nicht im Interesse der deutschen Bürger ausgegeben.“ Die Moderatoren weisen darauf hin, dass diese genannten Daten im Nachhinein gecheckt werden.

20.25 Uhr: „Der hysterische Kampf gegen den Diesel bricht der Wirtschaft das Genick“, sagt Höcke. „Europa ist alles andere als die EU. „Wir brauchen dieses zentralistische Bürokratenmonster nicht.“

Voigt: „Das, was Herr Höcke möchte, ist, dass die Thüringer am Ende 1.000 Euro weniger im Portemonnaie haben. Pro Jahr. Das, was Herr Hoecke vertritt, ist ein Riskiko, ist schädlich für Deutschland, ist eine Katastrophe.“

20.22 Uhr: „Der Brexit führt dazu, dass die Leute mittlerweile ärmer dran sind, als sie es vorher mit der EU waren. Das können sie nicht wegdiskutieren. Sie wollen Zollschranken, den Euro abschaffen. Sie wollen das, was uns erfoglreich gemacht hat, abschaffen“, sagt Voigt an Höcke gerichtet.

Dieser wirft vor: „Sie sollten keine Monolge halten. Es ist falsch, dass der Brexit Großbritanninien geschadet hat. Und Deutschland steckt in der Rezession.“

20.20 Uhr: Deutschland sei wirtschaftlich konkurrenzunfähig, sagt Höcke. „Sie sind der Wohlstandsvernichter“, erklärt der AfD-Mann. Die Bürkoratie und die Energiepreise seien unerträglich. Deshalb müsse Deutschland heraus aus der EU.

„Das Verbrennerverbot hat die CDU verhindert“, sagt Voigt. Weil Höcke das anzweifelt und ihm ins Wort fällt, sagt er: „Sie müssen nicht nervös sein.“

20.18 Uhr: Ist die EU für Deutschland verzichtbar? „Auf jeden Fall“, sagt Höcke. „Die AfD will einen neuen Bund europäischer Staaten.“ Mit militätischer Autonomie.

Der CDU-Kandidat kontert: „Herr Hoecke sagt, die EU muss sterben. Ich will, dass Europa und die EU lebt. Weil ich will das beste für Deutschland“, sagt Voigt.

TV-Duell Voigt (CDU) gegen Höcke (AfD): Die Debatte beginnt

20.15 Uhr: Jetzt geht es los. Tatjana Ohm und Jan Philipp Burgard stellen die Kandidaten vor und erklären die Regeln. Beide Kandidaten sollen ausgewogen zu Wort kommen, heißt es.

20 Uhr: In einer Viertelstunde startet das TV-Duell zwischen Björn Höcke (AfD) und Mario Voigt (CDU). Die wichtigsten Aussagen der Politiker sammeln wir hier im Live-Ticker.

19.50 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder begrüßt das TV-Duell ausdrücklich. Dem TV-Sender Welt sagte er, es gehe jetzt darum, die AfD zu dechiffrieren.

19.40 Uhr: Was halten die anderen Parteien in Thüringen von der öffentlichen Debatte zwischen AfD und CDU? „Ich halte das Duell an sich für einen Fehler“, sagt Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow bei T-Online. „Herrn Höckes Ansichten sind nicht ehrenhaft. Es gibt keinen Grund, ihn so zu behandeln, als ob sie das wären.“

„Das Rededuell wird medial so aufgebauscht wie die Präsidentschaftsdebatten in den USA“, findet FDP-Kandidat Thomas Kemmerich. Vielleicht auch, weil seine Partei im TV-Duell nicht vertreten ist, fehle ihm „die politische Vielfalt.“

TV-Duell Voigt gegen Höcke im Live-Ticker: Das sind die Ziele von CDU und AfD

19.15 Uhr: Vor dem Duell mit Björn Höcke erklärte Mario Voigt persönlich weshalb er gegen den AfD-Rechtsaußen antreten will. „Eine Bühne hat Herr Höcke ja schon. In den Social-Media-Kanälen ist ja die AfD und Herr Höcke außer Rand und Band. Und ich glaube, es macht schon Sinn, auch im Widerspruch deutlich zu machen, wie gefährlich die Pläne sind“, so der CDU-Mann.

18.58 Uhr: Politikberater Johannes Hillje sagt dem ZDF über Björn Höcke: „Vermutlich wird er die Bühne dieses Duells dafür nutzen, um sich persönlich zu entteufeln, also harmloser zu geben, als er eigentlich ist.“

Mario Voigt hingegen wolle vor allem Bekanntheit erlangen. Und so aus dem Schatten des weitaus bekannteren Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (Die Linke) treten.

TV-Duell Voigt gegen Höcke im Live-Ticker: Politik-Professor sieht Zielkonflikte

18.45 Uhr: Rudolf Korte, Professor für Politikwissenschaften und Direktor der NRW School of Governance, erklärt gegenüber T-Online, es gebe beim TV-Duell Zielkonflikte: „Erstens will man Rechtsextremisten nicht aufwerten, ihnen keine öffentliche Plattform bieten. Das passiert jetzt aber zwangsläufig.“

Aber: „Zweitens zeigt sich auch empirisch, dass Rechtsextremismus durch Ausgrenzung nicht kleiner wird.“ Es sei eine wichtige Aufgabe der Moderatoren von Welt-TV, sehr gut vorbereitet zu sein: „Das Demokratiefeindliche an Höckes Programm muss sichtbar gemacht werden. Ebenso ist es wichtig für die Zuschauer zu erfahren, wie die CDU, zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern, die Probleme in Thüringen lösen möchte“, so Rudolf Korte.

TV-Duell Voigt gegen Höcke im Live-Ticker: AfD vor Thüringen-Wahl in Führung

Update, Donnerstag (11. April), 18.26 Uhr: In Thüringen wird am 1. September ein neuer Landtag gewählt. Aktuelle Umfrageergebnisse sehen die AfD mit ihrem Kandidaten Björn Höcke mit 29 bis 31 Prozent der Stimmen vorne. Die CDU käme als zweitstärkste Kraft mit Mario Voigt nur auf 20 bis 21 Prozent.

Wohl auch deshalb fordert der Union-Kandidat heute zum TV-Duell. „Wenn man hinten liegt, muss man angreifen“, sagte Politikwissenschaftler Oliver Lembcke der Deutschen Presse-Agentur.

TV-Duell Voigt gegen Höcke im Live-Ticker: CDU gegen AfD – mit einer Befürchtung

+++ Hallo und herzlich willkommen zum Live-Ticker vom TV-Duell zwischen Mario Voigt (CDU) und Björn Höcke (AfD). Heute um 20.15 Uhr geht es los +++

Erstmeldung, Donnerstag (11. April), 14 Uhr: Es geht um die politische Macht in Thüringen. Vor den Landtagswahlen streiten sich heute im TV-Duell die Landes- und Fraktionschefs Mario Voigt von der CDU und AfD-Politiker Björn Höcke um die Gunst der Wähler.

TV-Duell Voigt gegen Höcke im Live-Ticker: Debatte mit CDU bietet AfD eine öffentliche Bühne

Die Debatte ist aus zweierlei Hinsicht brisant: Die Regierungsparteien in Thüringen beklagen laut MDR, dass auf diese Weise Rechtsextremisten und einer undemokratischen Partei eine Bühne geboten werde.

SPD-Mann und Innenminister Georg Maier forderte gar, das TV-Duell abzusagen. Politikwissenschaftler Wolfgang Schröder von der Universität fürchtet, dass die öffentliche Debatte zwischen Mario Voigt und Björn Höcke „einer weiteren Normalisierung und Etablierung der AfD“ zuträglich sein könnte.

Liefern sich heute beim Sender Welt-TV ein Duell: Mario Voigt (CDU) und Björn Höcke (AfD).
Liefern sich heute beim Sender Welt-TV ein Duell: Mario Voigt (CDU) und Björn Höcke (AfD). ©  Martin Schutt/dpa/Jürgen Heinrich/Imago/Montage

TV-Duell Voigt gegen Höcke im Live-Ticker: „Völlig instinktlos und makaber“

Außerdem in der Kritik steht der Termin des TV-Duells: Heute, am 11. April, ist der Jahrestag der Befreiung des KZ Buchenwald. Das Internationale Auschwitz Komitee nennt die Ansetzung an diesem Datum „politisch völlig instinktlos und makaber“.

Mario Voigt jedenfalls möchte AfD-Mann Björn Höcke inhaltlich stellen, so heißt es von Seiten der CDU. Ob das gelingt, wird das TV-Duell heute am Abend zeigen. Wir berichten live und ausführlich von der Debatte (alle Politik-News auf RUHR24).

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