News-Ticker

Donald Trump pfeift auf die Meinung seines Top-Virologen – Druck der US-Regierung auf CDC

Donald Trump geht weiter auf Distanz zu Corona-Chefberater Fauci. Unterdes versucht die US-Regierung offenbar die Corona-Zahlen herunterzuspielen.

  • Die USA sind am stärksten vom Coronavirus Sars-CoV-2* betroffen
  • US-Präsident Donald Trump* spricht Unterstützung für Vorgehen von Tesla-Chef Elon Musk aus
  • FBI beschuldigt China US-Forschungsergebnisse zu Corona-Impfung stehlen zu wollen

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+++ 20.17 Uhr: In einer Anhörung vor dem US-Senat sagt momentan ein Coronavirus-Whistleblower aus. Doktor Rick Bright, der frühere Direktor der BARDA einer dem US-Gesundheitsministerium untergeordneten Behörde, wirft der Regierung und Donald Trump enormes Versagen in der Corona-Krise vor. Mehr dazu in unserem neuen News-Ticker zur Lage in den USA.

Aktuelles: Donald Trump Junior in den sozialen Medien - Vorwurf der Pädophilie gegen Joe Biden

Donald Trump pfeift auf die Meinung seines Top-Virologen – Druck der US-Regierung auf CDC

+++ 16.01 Uhr: Die Corona-Krise setzt Donald Trump zunehmend unter Druck, kein Wunder gefährdet sie doch Trumps erolgreichstes Argument: den wirtschaftlichen Aufschwung. Deswegen bemüht sich die Trump-Administration nun offenbar darum, die Zahlen zu den Covid-19-Erkrankten in den USA herunterzuspielen. Laut eines Berichts des US-Nachrichtenportals „Daily Beast“ hat das Weiße Haus und Mitglieder der dort angesiedelten Corona-Taskforce Druck auf das „Center for Disease Control and Prevention“ (CDC) ausgeübt, die Zahlen zu den Todesfällen im Zusammenhang mit Covid-19 herunterzurechnen.

Corona-Krise in den USA: Donald Trump pfeift auf die Meinung seines Top-Virologen: „Ich bin ganz anderer Meinung“

+++ 10.45 Uhr: Bei der dramatischen Lage auf dem US-Arbeitsmarkt ist wegen der anhaltenden Corona-Krise noch keine Besserung in Sicht. Seit März haben in den USA bereits mehr als 33 Millionen Menschen ihren Job verloren - so viele wie nie zuvor in solch kurzer Zeit. Am Donnerstag veröffentlicht das US-Arbeitsministerium erneut die wöchentliche Zahl neuer Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Experten rechnen wegen der Coronavirus-Pandemie mit einem weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit in der größten Volkswirtschaft der Welt. 

AktuellesDonald Trump im Krieg gegen die Medien - US-Präsident legt sich wieder mit CNN-Reporterin an

Die neuen Zahlen am Donnerstag werden die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der Woche bis einschließlich 9. Mai zeigen. Analysten rechneten mit einem Anstieg von etwa 2 bis 3 Millionen Neuanträgen. In der Vorwoche hatte es 3,2 Millionen Neuanträge gegeben. Vor der Corona-Krise hatten die Erstanträge zuletzt meist unter 100.000 pro Woche gelegen. Die Anträge gelten als verlässlicher Indikator für die kurzfristige Entwicklung des US-Arbeitsmarkts. 

Unterdessen stellt sich die Frage, ob man trotz Corona 2020 Urlaub machen kann* - und wenn ja, wo.

Trump pfeift auf die Meinung seines Top-Virologen: Schulen sollen rasch wieder geöffnet werden

+++ 08.00 Uhr: Anthony Fauci ist in der Corona-Krise der Chefberater von US-Präsident Donald Trump. Doch der gibt offenbar immer weniger auf die Meinung des international hoch angesehenen Seuchenexperten. Wie anders ist zu erklären, dass Trump jetzt für ein rasches Ende der Schulschließungen in den Vereinigten Staaten plädiert hat. Damit widersprach er nämlich dem am Vortag ausgesprochenen Ratschlag Faucis. 

Der hatte in einer Senatsanhörung vor einer vorschnellen Lockerung der Corona-Restriktionen und vor allem auch vor einer baldigen Öffnung der Schulen und Universitäten gewarnt. „Wir wissen längst nicht alles über diesen Virus. Wir beginnen Dinge zu sehen, die dieser Virus kann, von denen wir anfangs nichts wussten - gerade, was die Gefahr für Kinder angeht.“ 

Fauci wies dabei auch auf die Kinderkrankheit hin, die zurzeit in den USA und Europa vermehrt auftritt und tödlich verlaufen kann. Die Krankheit ähnelt dem Kawasaki-Syndrom, einer entzündlichen Erkrankung der Blutgefäße, die zu einer irreversiblen Schädigung der Koronargefäße führen kann. Die Ursache dieses Syndroms ist unklar. Zu den möglichen Auslösern zählen neben Rhinoviren auch vier schon länger bekannte Typen von Coronaviren.

Trump nannte die Warnungen des Epidemiologen „inakzeptabel“: „Wir öffnen unser Land, die Menschen wollen es offen, die Schulen werden geöffnet sein“, sagte der Präsident zu Reportern im Weißen Haus. Laut Vorabauszügen eines Interviews mit dem Sender Fox Business Network sagte der Präsident zudem, er sei hinsichtlich der Schulen „total anderer Meinung“ als Fauci

Corona-Krise in den USA: Von Trump angepriesener Test möglicherweise stark fehleranfällig

Update, 14.05.2020, 04.15 Uhr: Ein von US-Präsident Donald Trump angepriesener Schnelltest zum Coronavirus hat eine möglicherweise sehr hohe Fehlerquote. Laut einer am Mittwoch bekannt gewordenen Studie des Forschungszentrums NYU Lagone Health in New York sind Negativergebnisse des Tests in bis zu knapp der Hälfte der Fälle unzuverlässig.

Trump hat den Test des US-Pharmakonzerns Abbott Laboratories wiederholt gerühmt. Der Test wird auch im Weißen Haus selber angewendet. Der Test liefert positive Ergebnisse in fünf Minuten und negative Ergebnisse in 13 Minuten.

Laut den Forschern von NYU Lagone Health waren 48 Prozent der negativen Testresultate unzuverlässig, wenn das für den Abstrich benutzte Stäbchen trocken war - ein trockenes Stäbchen wird von Abbott empfohlen. Wurde das Stäbchen in Flüssigkeit gelagert, war demnach etwa ein Drittel der Negativergebnisse fehlerhaft. Die Studie wurde bisher nur vorläufig veröffentlicht. Sie muss noch von anderen Forschern gegengeprüft werden.

Abbott wies die Ergebnisse der Untersuchung zurück. Das Unternehmen habe mehr als 1,8 Millionen der Tests verteilt und bei nur 0,02 Prozent Rückmeldungen über fehlerhafte Negativergebnisse erhalten, sagte ein Konzernsprecher. Nach seinen Angaben zeigte eine andere Studie durch die Universität von Detroit eine Zuverlässigkeitsrate des Tests von 98 Prozent.

FBI sieht Covid-19-Forschung durch China in Gefahr

+++ 19.58 Uhr: Auch wegen der hohen Infektionszahlen wird in den USA besonders dringend die Forschung an einer Corona-Impfung und Medikamenten vorangetrieben. Doch ihre Forschung sehen die USA jetzt in Gefahr. Hacker aus China sollen es auf die Forschungsergebnisse abgesehen haben. Das geht aus einer gemeinsamen Erklärung des FBI und der Agentur für Internetsicherheit hervor. 

„Chinas Anstrengungen, diesen Sektor anzugreifen, sind eine bedeutende Gefahr für die Antwort unserer Nation auf Covid-19“, hieß es in der Erklärung. Allen an der Forschenden an der Corona-Impfung müsse klar sein, dass sie unbedingt ihre Systeme schützen müssen. Das Verhältnis zwischen den USA und China hatte sich in der Corona-Krise zusehens verschlechtert. US-Präsident Donald Trump warf Peking unter anderem mangelnde Transparenz beim Ausbruch des Coronavirus vor. Die jetzt erhobenen Spionage-Vorwürfe dürften die Beziehungen der beiden Länder noch weiter verschlechtern. 

Corona-Krise in den USA: Mehr Tote als erwartet – Forscher korrigieren Prognose

++ 18.32 Uhr: Die USA verzeichnen die meisten Infektionen mit dem Coronavirus weltweit. Derzeit zählt die John Hopkins Universität über 1.4 Millionen Infizierte und mehr als 82.000 Tote in Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19. Ein neues Modell von Forschern des Instituts for Health Metrics and Evaluation (IHME) macht jetzt eine erschreckende Prognose. Die Experten rechnen damit, dass sich die Zahl an Corona-Toten in den USA bis Anfang August 2020 auf fast 150.000 erhöht.

Hier handelt es sich bei der Prognose der Forscher aber nur um den Mittelwert. Sie rechnen mindestens mit circa 113.000 und maximal mit über 225.000 Toten in Zusammenhang mit dem Coronavirus. In einem vorherigen Modell waren die Forscher noch von weniger Toten ausgegangen. Grund für die Korrektur nach oben seien unter anderem die Lockerung der Corona-Maßnahmen, wie sie in vielen US-Staaten derzeit vorgenommen werden. Das ganze Ausmaß sei jedoch noch nicht absehbar, warnen die Forscher. 

Corona-Krise: Millionen US-Bürger verlassen Isolation - trotz Warnung von Experten

++ 13.47 Uhr: Obwohl die Vereinigten Staaten weiterhin viele Corona- Infektionen verzeichnen, beginnen einige Staaten bereits damit, Beschränkungen zur Eindämmung der Pandemie wieder aufzuheben. Die Lockerungen scheinen sich auch auf das individuelle Verhalten der Amerikanerinnen und Amerikaner auszuwirken, denn laut einer Analyse der „New York Times“ verließen in der vergangenen Woche rund 25 Millionen Menschen mehr ihr Zuhause als üblich. Das ermittelte die Times basierend auf aktuellen Mobilfunkdaten.

US-Gesundheitsexperten, allen voran Dr. Anthony Fauci, warnen währenddessen vor den Konsequenzen einer übereilten Öffnung der Staaten. Die USA würden noch immer nicht über ausreichende Test-Kapazitäten oder Rückverfolgung des Coronavirus verfügen.

Corona-Krise in den USA: Mysteriöse Kinderkrankheit auch im Bundesstaat New York aufgetreten

+++ 11.40 Uhr: Nach mehreren Fällen in Europa rätselt nun auch der US-Bundesstaat New York über die mysteriöse Kinderkrankheit, die im Verdacht steht, durch das Coronavirus ausgelöst worden zu sein. Laut Gouverneur Andrew Cuomo untersucht die Gesundheitsbehörde von New York derzeit rund 100 Kinder, die unter der seltenen und mitunter tödlichen Hyperinflammation leiden. Bisher sind rund 3 Kinder des Bundesstaats an dieser Krankheit gestorben - ein Fünfjähriger, ein Grundschüler und ein Jugendlicher. 

Die Symptome der neuartigen Krankheit überlappen sich mit denen von Toxischem Schock oder dem Kawasaki-Syndrom. Es handelt sich um eine extreme Entzündungsreaktion von der neben den Gefäßen oft auch Herzmuskeln betroffen sein können. In besonders schlimmen Fällen kann das zu einem lebensbedrohlichem Zustand werden. Hinzu können auch Fieber, Ausschlag und Magen-Darm-Problem kommen. „Das ist wahrlich eine verstörende Situation“, sagte Cuomo in seinem News-Briefing. Er verstehe, dass Eltern im ganzen Staat zurecht besorgt seien. Zudem betonte der Gouverneur, dass Krankenhäuser die Tests von Kindern mit Symptomen als Priorität behandeln sollen. Die genaue Ursache des Syndroms bleibt weiterhin unklar. Da rund die Hälfte der getesteten Kinder zuvor mit dem Coronavirus infiziert waren, wird der mögliche Zusammenhang weiter erforscht.

USA drohen China wegen Umgang mit Corona-Pandemie mit Sanktionen 

Update vom 13.05.2020, 7.30 Uhr: Parteikollegen von US-Präsident Donald Trump im Kongress haben China wegen seines Umgang mit der Corona-Pandemie mit Sanktionen gedroht. Eine Gruppe republikanischer Senatoren legte am Dienstag einen Gesetzentwurf vor, der Donald Trump die Vollmacht zu Strafmaßnahmen verleihen soll, falls Peking nicht „volle Rechenschaft“ über den Ausbruch des Coronavirus ablege.

Die von China betriebene „vollständige Täuschung über den Ursprung und die Verbreitung des Virus“ hat die Welt „wertvolle Zeit“ sowie Menschenleben gekostet, erklärte Senator Jim Inhofe, einer der Autoren der Gesetzesvorlage. Ähnliche Vorwürfe gegen Peking erhebt auch Donald Trump.

Corona-Krise in den USA: China soll über Virus-Ausbruch informieren

In dem Gesetzentwurf wird nicht nur verlangt, dass China vollumfänglich über den Coronavirus-Ausbruch informiert. Das Land soll auch als Infektionsherde gefährliche Märkte schließen und seit Ausbruch des Virus festgenommene pro-demokratische Aktivisten aus Hongkong freilassen.

Donald Trump soll eine Frist von 60 Tagen gesetzt werden, um dem Kongress zu bescheinigen, dass China diese Forderungen erfüllt habe. Ist dies nicht der Fall, soll der Präsident dazu ermächtigt werden, Sanktionen wie das Einfrieren chinesischer Vermögenswerte in den USA und Reiseverbote oder den Entzug von Visa zu verhängen. Auch soll er den Zugang chinesischer Unternehmen zum Bankensystem und den Kapitalmärkten der USA einschränken können.

Corona-Krise in den USA: Donald Trump unterstützt Vorgehen von Tesla-Chef Elon Musk

+++ 18.09 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat via Twitter seine Unterstützung für das Vorgehen von Tesla-Chef Elon Musk ausgesprochen. Dieser verkündete am Montag (11.05.2020), dass er entgegen der Corona-Beschränkungen in Alameda County in Kalifornien die Produktion im Tesla-Stammwerk wieder hochfahren lässt.

Auf Twitter schrieb Trump, dass Kalifornien sofort zulassen solle, dass Elon Musk das Tesla-Werk wieder öffnet. Denn eine Öffnung sei schnell und sicher möglich, so der US-Präsident.

Corona-Krise in den USA: Corona-Berater, Anthony Fauci, stellt sich Fragen des Senats

+++ 10.06 Uhr: Der führende Corona-Berater von US-Präsident Donald Trump, Anthony Fauci, stellt sich am Dienstag um 16 Uhr MESZ (12.05.2020) den Fragen des Senats in Washington (hier geht es zum Live-Ticker). Dort wird er den Senat nach Angaben der New York Times vor einer verfrühten Aufhebung der strikten Corona-Maßnahmen in den USA warnen. „Lassen wir Punkte des Drei-Phasen-Plans zur Öffnung der USA aus, riskieren wir erneute Ausbrüche über das ganze Land verteilt“, schrieb Fauci laut der New York Times. Dies würde zu unnötigem Leiden und Tod führen.

Das Weiße Haus hatte einen Drei-Phasen-Plan zur Lockerung der Corona-Maßnahmen in den USA herausgegeben. Einige Bundesstaaten wollen die Lockerungen jedoch schneller durchführen und die Wirtschaft wieder hochfahren. Die USA sind das am stärksten von der Corona-Krise betroffene Land. Bisher starben mehr als 80.000 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus, mehr als 1,3 Millionen Menschen sind infiziert. 

Unterdessen steigt die Reproduktionszahl in Deutschland wieder an. Das RKI hat erklärt, woran das liegen kann.

+++ 8.30 Uhr: Eine neue Leuchttafel am New Yorker Times Square zeigt die Zahl der Corona-Toten an, für die US-Präsident Donald Trump durch eine verfehlte Politik verantwortlich sein soll. Die „Trump-Todesuhr“ beruht auf der Annahme, dass 60 Prozent der Todesopfer in den USA auf das Konto des Präsidenten gehen. Bis Montag zeigte die Installation des preisgekrönten Filmemachers Eugene Jarecki 48.000 Tote an - bei insgesamt mehr als 80.000 Todesopfern in den USA.

Jarecki erklärte, ebenso wie die Namen an Gedenkstätten für gefallene Soldaten erfülle die "Quantifizierung" der Menschenleben, die durch Trumps verzögerte Reaktion auf die Pandemie verloren worden seien, eine "wesentliche öffentliche Funktion".

Maskenpflicht gilt nicht für Trump

+++ Update, 12.5.2020, 6.20 Uhr: US-Präsident Donald Trump sieht die jüngsten Fälle von Corona-Infektionen im Weißen Haus nicht als Problem. Gleichzeitig ordnete er aber an, dass die Mitarbeiter der Regierungszentrale nun als Vorsichtsmaßnahme Gesichtsmasken tragen müssen. Er selbst und Vizepräsident Mike Pence sollen davon aber ausgenommen sein. Die Regierung habe die Situation „sehr gut unter Kontrolle“, sagte Trump am Montag (Ortszeit) im Weißen Haus. Die jüngsten Infektionen seien kein Beleg dafür, dass die Sicherheitsvorkehrungen sich nicht bewährt hätten. „Das kann passieren“, sagte Trump.

Trump bricht PK im Weißen Haus ab

+++ 23:18 Uhr: Die Pressekonferenz zur Lage der USA in der Corona-Krise ist beendet. Donald Trump beschließt abrupt, das Podium zu verlassen. Die letzte Frage einer Journalistin lässt er nicht mehr zu.

Die Reporterin Weijia Jiang vom Fernsehsender CBS News hatte Trump zuvor gefragt, warum er die Kapazitäten in den USA bei den US-Virustests positiv mit anderen Ländern vergleiche, als ob es sich um einen internationalen Wettbewerb handle. Dies sei vielleicht „eine Frage, die Sie China stellen sollten“, reagierte der Präsident.

Jiang entgegnete daraufhin wiederum mit der Frage, warum der Präsident gerade gegenüber ihr diese Anmerkung mache - sie wollte wohl andeuten, dass dies mit ihrer chinesischen Herkunft zu tun habe. Er sage dies „zu jedem, der mir eine solche fiese Frage stellen würde“, konterte wiederum der Präsident. Jiang ist in China geboren, aber in den USA aufgewachsen.

Trump versuchte einer anderen Journalistin das Wort zu geben, während Jiang weiterredete und nachhakte. Kurz darauf brach Trump die Pressekonferenz im Rosengarten des Weißen Hauses ab und ging zurück ins Innere des Gebäudes.

+++ 23:02 Uhr: Donald Trump äußert sich auf Nachfrage auch zu seinen Twitter-Attacken gegen demokratische Gouverneure der USA. Er wolle das Land so schnell wie möglich wieder öffnen. „Menschen sterben auch während des Lockdowns“, sagt der US-Präsident.

+++ 22:54 Uhr: Entgegen aller anwesenden Journalistinnen und Journalisten sowie fast aller Angestellter des Weißen Hauses trägt Donald Trump keine Maske. Er erklärt das so: „Mir kommt niemand nahe. Ich muss deshalb keine Maske tragen.“

Trump über den Streit mit China in der Corona-Krise: „Ich bin nicht glücklich“

+++ 22:48 Uhr: „Ich bin glücklich mit China“, sagt US-Präsident Donald Trump, als ein Journalist fragt, ob es Erkenntnisse über angebliche Hackerangriffe aus der Volksrepublik gegeben habe, mit dem Ziel, Erkenntnisse über einen möglichen Impfstoff gegen das Coronavirus zu erlangen. „Das werden wir uns ansehen“, kündigt Trump an.

+++ 22:45 Uhr: Nun dürfen die Medienvertreter Fragen stellen. Alle tragen Mundschutz. Donald Trump nicht. Die ersten Fragen drehen sich um die Infektionsfälle unter Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Weißen Hauses. Der US-Präsident spielt die Sache herunter. Man teste sehr viel im Weißen Haus. „Jeder, der das Oval Office betritt, wird vorher getestet.“

+++ 22:36 Uhr: Donald Trump tritt zunächst ab. Verwaltungsbeamte übernehmen die Pressekonferenz. Darunter Brad Smith, Leiter des Innovationszentrums für Gesundheitswesen.

Donald Trump: „Deutschland und die USA führen die Welt an“

+++ 22:31 Uhr: Betrachtet man die prozentuale Anzahl der Personen, die eine Erkrankung an Covid-19 überlebt haben, sei die USA „in der Spitzengruppe“, sagt Donald Trump: „Deutschland und die USA führen die Welt an.“

Beim Blick in die Zukunft gibt sich Trump trotz Corona-Krise optimistisch. „Wir haben es großartig gemacht“ und die Wirtschaft werde sich im vierten Quartal des Jahres wieder erholen.

+++ 22:27 Uhr: Donald Trump hat das Coronavirus den „unsichtbaren Feind genannt“. Man werde die Staaten mit 90 Millionen Schutzmasken und weiterem medizinischem Equipment unterstützen. „Das ist ziemlich unglaublich, ehrlich gesagt“, sagt Trump.

Nebenbei wiederholt Trump seine Vorwürfe an China: „Das Virus hätte bereits an der Quelle gestoppt werden sollen.“

Corona-Krise in den USA: Donald Trump verspricht weitere Tests

+++ 22.21 Uhr: Die USA habe ihre Testkapazitäten auf 300.000 Tests nach dem Coronavirus am Tag ausgeweitet, sagt Donald Trump: „Das ist mehr als Frankreich, Taiwan oder Finnland.“

Außerdem werde die Bundesregierung in Washington eine Milliarde US-Dollar an zusätzlichen Hilfen an die Bundesstaaten ausschütten.

+++ 22:15 Uhr: Mit einer Verspätung von 15 Minuten tritt Donald Trump ans Mikrofon. Der US-Präsident lobt die „unvergleichbaren Test-Kapazitäten“, die seine Regierung in der Corona-Krise entwickelt habe. „Kein Land der Welt hat etwas Vergleichbares“, sagt Trump.

+++ 22:12 Uhr: Donald Trump lässt auf sich warten. Die für 22:00 Uhr angesetzte Pressekonferenz hat bislang noch nicht begonnen.

Corona-Krise in den USA: Donald Trump tritt vor die Presse

+++ 22:00 Uhr: Das Weiße Haus hat eine Pressekonferenz zur Corona-Krise angekündigt. Laut dieser will Donald Trump die Bevölkerung über den Stand der Tests für das Coronavirus informieren. Der US-Präsident werde sich „gemeinsam mit anderen Vertretern der Administration“ äußern.

Die Pressekonferenz ist für 22:00 Uhr MEZ angekündigt.

+++ 20.11 Uhr: Der heftig von der Corona-Krise betroffene US-Bundesstaat New York will ab Freitag (15.05.2020) seine Beschränkungen langsam wieder lockern. Allerdings nur in den Regionen, die bestimmte Bedingungen erfüllen. Zu den sieben Bedingungen gehörten unter anderem sinkende Infektionszahlen, ausreichend freie Krankenhauskapazitäten und genügend Test- und Nachverfolgungskapazitäten, wie Gouverneur Andrew Cuomo am Montag (11.05.2020) bei seiner täglichen Pressekonferenz sagte.

Corona in den USA: Donald Trump solidarisiert sich erneut mit bewaffneten Demonstranten

+++ 17:15 Uhr: Donald Trump solidarisiert sich in der Corona-Krise offenbar erneut mit bewaffneten Demonstranten. In einem Tweet schrieb der US-Präsident: „Die großartigen Leute von Pennsylvania wollen jetzt ihre Freiheit.“ 

Allerdings würden die dort regierenden Demokraten sich „langsam bewegen“, schrieb Trump, und glaubt auch den Grund dafür zu kennen: Ihm solle mit Blick auf die Präsidentenwahl 2020 in den USA geschadet werden. „Sie würden [mit der Öffnung] bis zum 03. November warten, wenn es ihre Entscheidung wäre“, schrieb Trump.

Trump hatte sich in den vergangenen Wochen immer wieder mit Demonstranten solidarisiert, die gegen die Einschränkungen in der Corona-Pandemie protestieren. Zu Beginn das Monats waren in Michigan als auch in Pennsylvania bewaffnete Demonstranten in die Parlamentsgebäude eingedrungen. Pennsylvania gehört mit über 50.000 mit Sars-CoV-2 Infizierten zu den am härtesten von der Corona-Krise betroffenen Bundesstaaten.

Corona-Krise in den USA: Pence geht trotz Corona-Kontakt nicht in Quarantäne

+++ 11.55 Uhr: Der US-Intellektuelle Noam Chomsky gibt der Corona-Politik von Präsident Donald Trump die Schuld am Tod von Landsleuten. Trump habe seine Pflichten vernachlässigt, indem er die Gouverneure einzelner US-Bundesstaaten dazu gezwungen habe, die Verantwortung für die Bekämpfung des Virus zu übernehmen, sagte der 91-Jährige der britischen Zeitung „Guardian“ in einem am Montag veröffentlichten Interview. „Das ist eine großartige Strategie, um viele Menschen zu töten und seine Wahlkampfpolitik zu verbessern.“

Auf die Frage, ob er Trump für den Tod von Amerikanern verantwortlich sehe, sagte der Sprachwissenschaftler: „Ja, aber es ist viel schlimmer als das, denn international gilt dasselbe. Um seine kriminellen Angriffe auf das amerikanische Volk zu vertuschen, die sich die ganze Zeit über abgespielt haben, schlägt er wild um sich und versucht, Sündenböcke zu finden.“ Nach Ansicht Chomskys werde Trumps Entscheidung, die Zahlungen an die Weltgesundheitsorganisation WHO einzufrieren, zu Todesfällen im Jemen und in Afrika führen.

Pence geht trotz Corona-Kontakt nicht in Quarantäne

+++ Update, 11.5.2020, 6.30 Uhr: US-Vizepräsident Mike Pence will sich trotz der Bestätigung einer Coronavirus-Infektion bei seiner Pressesprecherin Medienberichten zufolge nicht vorsorglich in Quarantäne begeben. 

Er werde am Montag im Weißen Haus an seinem Arbeitsplatz sein, teilte sein Büro am Sonntag (Ortszeit) laut dem Sender CNN mit. Tägliche Coronavirus-Test seien bei ihm negativ ausgefallen. Am Freitag war bekanntgeworden, dass Pence' Sprecherin Katie Miller positiv auf Corona getestet worden war. Drei ranghohe Mitglieder der von Pence geleiteten Corona-Arbeitsgruppe des Weißen Hauses erklärten daraufhin US-Medien zufolge, dass sie sich vorsichtshalber zuhause isolieren würden.

+++ 20.10 Uhr: Dass Donald Trump und sein Vizepräsident Mike Pence keine Freunde von Schutzmasken in der Corona-Krise sind, ist längst bekannt. Nun zeigt jedoch der Mitschnitt einer Diskussionsrunde mit Mike Pence und Vertretern der Lebensmittelindustrie, dass die Diskussionsteilnehmer gebeten wurden, ihre Masken abzunehmen, bevor der Vizepräsident die Bühne betrat.

In den Tagen zuvor war erst bekannt geworden, dass eine Person aus dem Pence-Team an Covid-19 erkrankt ist. 

Corona-Krise in den USA: Barack Obama kritisiert Donald Trump

+++ 07.45 Uhr: In den USA wird im November der neue US-Präsident gewählt. Donald Trump hofft natürlich auf einen Wiedereinzug ins Weiße Haus. Doch die Corona-Pandemie macht ihm schwer zu schaffen, die Kritik an Trumps Krisenmanagement wird zunehmend lauter.

Sein Amtsvorgänger Barack Obama nahm jedenfalls kein Blatt vor den Mund. In vertraulichen Äußerungen hat Obama den Umgang seines Nachfolgers mit der Corona-Pandemie in einem Gespräch mit früheren Mitgliedern seiner Regierung als„absolut chaotische Katastrophe“ bezeichnet. Nach dem Nachrichtenportal Yahoo News berichteten auch andere US-Medien über die Äußerungen. 

Obama kritisierte, in Trumps unangemessenen Reaktionen auf die Herausforderungen der Corona-Pandemie spiegele sich eine Denkweise des „‚Was ist für mich drin‘ und ‚Zum Teufel mit allen anderen‘“ wieder. Egoismus und Feind-Denken sei zu einem „stärkeren Impuls im amerikanischen Leben geworden“. 

Obama rief seine früheren Mitarbeiter daher auf, wie er selbst den designierten demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden im Rennen gegen Trump zu unterstützen. „Ich hoffe, dass Ihr alle die gleiche Dringlichkeit empfindet wie ich“, sagte Obama.

US-Immunologe Fauci geht in Quarantäne 

Update, 10.05.2020, 05.30 Uhr: Im Umfeld von US-Präsident Donald Trump häuft sich die Zahl der Corona-Fälle – und derjenigen, die sich deshalb in Isolation begeben müssen. Auch Anthony Fauci gehört dazu. Der prominente US-Regierungsberater und Immunologe muss nach einem Kontakt mit einem coronainfizierten Trump-Mitarbeiter in eine „modifizierte Quarantäne“. Das sagte der Gesundheitsexperte dem US-Sender CNN. Allerdings habe es sich um einen Kontakt mit niedrigem Risiko gehandelt, so Fauci. Dem Bericht zufolge sei er dem infizierten Mitarbeiter zu der Zeit, als dessen Infizierung bekannt war, nicht sehr nahe gekommen. 

Um auf der sicheren Seite zu sein, werde er aber 14 Tage von zu Hause aus arbeiten und so lange eine Maske tragen, sagte Fauci dem Sender. In sein Büro im Nationalen Gesundheitsinstitut würde er nur gehen, wenn er dort allein wäre, fügte er hinzu. Zudem werde er sich täglich auf das Coronavirus testen lassen. Am Freitag sei sein Test noch negativ ausgefallen, so Fauci. Sollte er im Weißen Haus gebraucht werden, werde er selbstverständlich alle Vorsichtsmaßnahmen einhalten. 

Außer Fauci befinden sich auch der Direktor Gesundheitsbehörde CDC, Robert Redfield, sowie der Leiter der US-Zulassungsbehörde FDA, Stephen Hahn, in Selbstisolation. Unklar ist, um wen es sich bei dem mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Regierungsmitarbeiter handelt, mit dem die drei Experten der Taskforce Kontakt hatten.

Vertrauen in Donald Trump schwindet  

+++19.36 Uhr: Die Corona-Krise in den Vereinigten Staaten scheint nun auch Auswirkungen auf öffentliche Meinung gegenüber US-Präsident Donald Trump zu haben. Eine Umfrage des Unternehmens Morning Consult ergab, dass das Vertrauen der amerikanischen Seniorinnen und Senioren in Trump schwindet. Laut Experten liegt das vor allem daran, dass die ältere Bevölkerung überproportional von den Risiken der Corona-Pandemie betroffen ist. Die Umfragewerte zeigen zudem einen Zehn-Punkte-Vorsprung des demokratischen Herausforderers Joe Biden in der Altersgruppe der über 65-Jährigen. Da es sich dabei um die größte Wählergruppe der USA handelt, hatte die Trump-Kampagne bisher stark auf sie gebaut. 

Tatsächlich haben gerade ältere Menschen in den USA derzeit Grund zur Sorge: Rund ein Drittel der Corona-Todesopfer in den USA sind Anwohnerinnen und Anwohner oder Beschäftigte von Pflegeheimen. Mindestens 26.600 Personen, die an Covid-19 und den Folgen verstorben sind, haben entweder in einem Pflegeheim gewohnt oder gearbeitet, ergab eine Auswertung der „New York Times“. Das Coronavirus habe inzwischen mehr als 143.000 Menschen in über 7500 Einrichtungen infiziert. Personen in Pflegeheimen seien laut dem US-Gesundheitsdienst CDC besonders anfällig für die Risiken von Covid-19

Kritik von Kellyanne Conways Ehemann: „Er muss wirklich einer der dümmsten Menschen sein, die es gibt.“

+++ 08.20 Uhr: Kellyanne Conway ist die Beraterin von US-Präsident Donald Trump und als solche für so manche hanebüchene Aussage bekannt. Unter anderem gilt sie als Erfinderin der „alternativen Fakten“ in der Politik. Verheiratet ist sie mit einem Anwalt – der gleichzeitig als einer der schärfsten Trump-Kritiker auftritt. Auch jetzt wieder hat sich George Conway abfällig über den Boss seiner Gattin geäußert.

Als dieser nämlich die Corona-Infektion von Katie Miller bekanntgab, stellte er gleich das ganze Konzept der Testungen infrage. Denn wie könne es angehen, so Trump, dass sie erst negativ und dann plötzlich positiv getestet werde? Die Reaktion von George Conway fiel eindeutig aus: „Er muss wirklich einer der dümmsten Menschen sein, die es gibt.“ Auch sonst sorgt Trump immer wieder mit bizarren Aussagen für Kopfschütteln.

Pence-Sprecherin infiziert - Zweiter Corona-Fall im Weißen Haus binnen zwei Tagen

+++ Update, 09.05., 07.00 Uhr: Es ist der zweite Corona-Fall im Weißen Haus binnen zwei Tagen: Die Sprecherin von US-Vizepräsident Mike Pence, Katie Miller, ist nach Angaben von US-Regierungsvertretern und Medien positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Ihr Ehemann Stephen Miller ist ein enger Berater von US-Präsident Donald Trump. Dessen Sprecherin Kayleigh McEnany versicherte, das Weiße Haus habe die nötigen Vorsichtsmaßnahmen ergriffen, um Trump und andere Regierungsvertreter zu schützen. 

Katie Miller hatte noch am Donnerstag an einer Veranstaltung im Rosengarten des Weißen Hauses teilgenommen. Neben Trump waren dabei auch First Lady Melania Trump, die Ehefrau von Pence und zahlreiche ranghohe Mitarbeiter anwesend.

Miller bedankte sich auf Twitter für die Genesungswünsche. „Mir geht es gut und ich freue mich darauf, meine Arbeit für das amerikanische Volk wieder aufzunehmen“, schrieb Miller. Ihr Mann, der als rechter Hardliner bekannt ist, arbeitet als Trumps Berater und Redenschreiber ebenfalls im Weißen Haus. 

Erst am Donnerstag war ein im Weißen Haus als Butler eingesetzter Soldat positiv auf das Coronavirus getestet worden. Trump und Pence wurden in der Folge negativ getestet. 

+++ 19.45 Uhr: Ein Mitglied aus dem Team von US-Vizepräsident Mike Pence ist mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte die Sprecherin des Weißen Hauses, Kayleigh McEnany mit. Sie betonte gleichzeitig, es gebe strenge Sicherheitsvorkehrungen im Weißen Haus. Das Teammitglied soll am Freitagmorgen positiv getestet worden sein und war bereits beim Besuch des Vizepräsidenten im Bundesstaat Iowa nicht mehr dabei. Auch jene Mitarbeiter, die mit der infizierten Person in Kontakt waren, wurden kurzfristig von der Reise abgezogen.

Pence und Trump hätten zuletzt keinen Kontakt zur infizierten Person gehabt. Erst am Donnerstag wurde bekannt, dass ein Mitarbeiter Trumps mit dem Coronavirus infiziert ist. Künftig werden Corona-Tests im Weißen Haus täglich und nicht mehr wöchentlich gemacht.

Coronavirus in den USA: Waffenläden in Massachussetts dürfen öffnen

+++ 11.55 Uhr:  Waffenläden im US-Bundesstaat Massachussetts dürfen trotz der Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie ab Samstag wieder öffnen. Ein Bundesrichter gab am Donnerstag einer entsprechenden Klage von Waffenverbänden und Ladenbetreibern statt. Der republikanische Gouverneur von Massachussetts, Charlie Baker, hatte Waffenläden auf die Liste der „nicht lebensnotwendigen“ Geschäfte gesetzt, die wegen der Pandemie schließen mussten.

Die Waffenlobby klagte gegen die Schließung der Geschäfte in Massachussetts und anderen Bundesstaaten mit der Begründung, dass diese gegen den zweiten Zusatz der US-Verfassung verstoße. Dieser garantiert das Recht auf Waffentragen. Der Bundesrichter Douglas Woodlock in Massachussetts urteilte bisher als einziger Richter im Sinne der Waffenlobby. Gemäß seiner Entscheidung müssen Kunden in Waffengeschäften einen Mundschutz tragen und sich an die Abstandsregeln halten.

Gouverneure unter anderem in den Bundesstaaten New York und New Jersey haben Waffengeschäfte als „nicht lebensnotwendig“ eingestuft, weshalb sie während der Pandemie schließen müssen. In Texas, Michigan und Ohio gelten Waffenläden trotz der Corona-Einschränkungen als „essentiell“ und dürfen deshalb öffnen.

Corona-Krise: Donald Trump stimmt Amerikaner auf Öffnung des Landes ein

+++ 9.50 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat die Amerikaner auf die Wiedereröffnung der USA eingestimmt - Sorgen vor einer erneuten Zuspitzung der Corona-Krise zum Trotz. „Es ist ein großer Moment in unserer Geschichte, weil wir unser Land wieder öffnen“, verkündete Trump in einer am Donnerstag auf Twitter veröffentlichten Video-Botschaft. „Die Leute wollen, dass sich unser Land öffnet.“ Er versprach: „Wir wollen es auf sichere Weise machen.“ Offenbar gibt es aber Unstimmigkeiten darüber, wie das geschehen soll.

Donald Trump lobte am Donnerstag die Corona-Tests in den USA, die die „besten Tests der Welt“ seien. Nicht aus der Ruhe zu bringen schien ihn die Tatsache, dass ein Mitglied des US-Militärs, das auf dem Campus im Weißen Haus arbeitet, positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Er habe nur sehr wenig Kontakt mit dem Mitarbeiter gehabt, sagte Trump am Donnerstag im Oval Office. Die Tests im Weißen Haus würden täglich und nicht nur wöchentlich gemacht. Doch selbst dies garantiere nicht, dass eine solche Situation nicht wieder eintrete.

Erneut machte Trump China für den Ausbruch der Coronavirus-Pandemie verantwortlich. Auf die Frage nach seinen Vorwürfen, die Pandemie habe ihren Ursprung in einem Forschungslabor in der chinesischen Stadt Wuhan genommen, erklärte Trump, womöglich sei ein „schrecklicher Fehler“ geschehen. „Wahrscheinlich war es Inkompetenz, jemand war dumm“, mutmaßte er.

Corona-Krise: Die Lage am US-Arbeitsmarkt ist verheerend

Update 08.05.2020, 5.15 Uhr: Die Arbeitslosenquote in den USA ist infolge der Corona-Pandemie Experten zufolge zuletzt dramatisch angestiegen. Die US-Regierung gibt am Freitag (08. Mai 2020, 14.30 Uhr MESZ) die Statistik für den Monat April bekannt. Analysten rechnen mit einer Arbeitslosenquote von mindestens 15 Prozent, ein Berater von US-Präsident Donald Trump hatte sogar unlängst gewarnt, die Quote könne bereits 19 oder gar 20 Prozent betragen. In den USA haben wegen der Krise seit Mitte März bereits mehr als 33 Millionen Menschen ihren Job verloren.

In der Woche bis zum 2. Mai hatten zuletzt rund 3,2 Millionen Menschen einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe gestellt, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. In den sechs Wochen zuvor hatten bereits 30,2 Millionen Menschen solche Hilfe beantragt - so viele wie nie zuvor in derart kurzer Zeit.

Mysteriöse Kinder-Erkrankung auch in den USA

+++ 19.30 Uhr: Nach einigen Fällen in Europa sind nun auch bei mehreren Kindern in den USA ungewöhnlich schwere Erkrankungen festgestellt worden, die möglicherweise in Zusammenhang mit dem Coronavirus stehen. 64 Kinder im Bundesstaat New York zeigten Symptome wie entzündete Blutgefäße, Fieber und Hautausschlag, teilte die zuständige Gesundheitsbehörde mit. Auch aus anderen US-Bundesstaaten wurden Fälle gemeldet. Zuvor waren unter anderem aus Spanien, Italien, Großbritannien, der Schweiz und Deutschland solche Fälle gemeldet worden. Ob ein Zusammenhang mit dem Coronavirus besteht, ist noch nicht abschließend geklärt.

Corona-Krise in den USA: Wissenschaftsjournalistin prognostiziert weitere drei Jahre

+++ 15.41 Uhr: Die US-Wissenschaftsjournalistin Laurie Garrett hat davor gewarnt, dass die Corona-Pandemie in den USA bis zu drei Jahre dauern könnte. „Jede Gemeinde und jeder Teil des Landes muss bereit sein. Vielleicht wird alles im Mai oder im Juni unter Kontrolle sein. Aber es wird wieder kommen“, so Garrett gegenüber CNN

Sie nannte Südkorea, Taiwan und Hong Kong als vorbildliche Beispiele dafür, die Pandemie unter Kontroplle zu bekommen. „Das Virus kommt nicht wie ein gewaltiger Tsunami, der einfach über Amerika hinwegfegt. Es verhält sich mehr wie kleine Buschfeuer, die hier und da und überall erscheinen.“ Gleichzeitig kritisierte sie den Umgang der US-Regierung mit dem Coronavirus. „Es ist einfach verrückt. Wir verhalten uns, als könnten wir die Krise einfach wegwünschen. Man kann nicht einfach sagen, dass die Wirtschaft weiter funktioniert und das Virus koopierieren wird.“ 

Corona-Krise in den USA: China weist Vorwürfe von Trump zurück

+++ 13.20 Uhr: In der  Coronavirus-Krise verschärft sich der Ton zwischen  China und den  USA: Die Regierung in Peking verwahrte sich am Donnerstag gegen eine erneute Schuldzuweisung durch US-Präsident Donald Trump. Dieser hatte China für die Ausbreitung des Virus verantwortlich gemacht und gesagt, die „Attacke“ sei schlimmer als die Terroranschläge vom 11. September 2001 und Japans Angriff auf den US-Stützpunkt Pearl Harbor im Zweiten Weltkrieg.

Eine Sprecherin des chinesischen Außenministeriums sagte, Washington solle damit aufhören, „China die Schuld zuzuschieben und sich auf die Fakten zurückbesinnen“. Sie rief die USA auf, gemeinsam mit China gegen das neuartige Coronavirus zu kämpfen anstatt beide Seiten zu „Feinden“ zu erklären.

Behörden besorgt über Covid-19-Partys

+++ 10.00 Uhr: Behörden im US-Bundesstaat Washington haben sich besorgt über Hinweise auf so genannte Covid-19-Partys gezeigt, bei denen sich Menschen in der Hoffnung auf spätere Immunität absichtlich mit dem neuartigen Coronavirus anstecken. „Gruppenversammlungen inmitten einer Pandemie können unglaublich gefährlich sein und setzen Menschen einem erhöhten Risiko eines Krankenhausaufenthalts oder sogar des Todes aus“, warnte Washingtons Gesundheitsminister John Wiesman am Mittwoch.

Es sei auch noch vollkommen unklar, ob Menschen nach einer Covid-19-Erkrankung langfristig immun gegen das neuartige Coronavirus seien und welche langfristigen Folgeschäden nach einer Erkrankung drohten, betonte Wiesman.

Wiesman reagierte auf Berichte der Behörden im Landkreis Walla Walla südöstlich von Seattle. Dort gibt es Hinweise darauf, dass mehrere der knapp 100 Infizierten in der Region sich bei „Covid-19-Partys“ ansteckten, bei denen sich Menschen absichtlich mit einer infizierten Person treffen. Die Gesundheitschefin des Landkreises, Meghan DeBolt, sagte der Zeitung „Walla Walla Union-Bulletin“, bei Nachfragen zur Kontaktverfolgung hätten 25 Infizierte ausgesagt, dass sie bei einer derartigen Party gewesen seien.

Ein solches Verhalten könne die Zahl der Infektionen in die Höhe treiben und drohe damit, die geplante Lockerung der Corona-Schutzmaßnahmen zu verzögern, warnte Gesundheitsminister Wiesman.

Viele Kinder müssen hungern

+++ 9.25 Uhr: Wegen der Coronavirus-Pandemie bekommt laut einer Studie fast jedes fünfte Kind in den USA nicht genug zu essen. In einer am Mittwoch veröffentlichten Studie der Brookings Institution gaben 17,4 Prozent der Mütter mit Kindern im Alter von bis zu zwölf Jahren an, aus Geldmangel könnten sie ihren Nachwuchs nicht ausreichend ernähren. US-Kinder erlebten derzeit eine „Ernährungsunsicherheit von in der Moderne nie dagewesenem Ausmaß“, erklärte Studienleiterin Lauren Bauer.

Seit 2018 habe sich die Ernährungsunsicherheit bei US-Haushalten mit Kindern im Alter unter 18 Jahren um rund 130 Prozent erhöht, erklärte Bauer. Die Lage während der Corona-Pandemie sei schlimmer als während der Finanzkrise von 2008.

Bauer sprach von „alarmierenden“ Ergebnissen. In vielen Familien kämen jetzt kleinere Portionen auf den Tisch, viele Kinder müssten Mahlzeiten ausfallen lassen, sagte sie der „New York Times“. Der Ausfall von Schulessen während der Schulschließungen könne ebenfalls dazu beitragen, dass Kinder in der Corona-Krise weniger zu essen bekämen. Geschwister müssten um die begrenzten Vorräte in den Haushalten miteinander konkurrieren.

Trump verwirrt mit Aussagen zur Taskforce

Update 07.05.2020, 5.35 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat mit Äußerungen über eine mögliche Auflösung der Coronavirus-Taskforce seiner Regierung für Verwirrung gesorgt. Der Präsident kündigte erst das Aus für das Expertengremium an, erklärte dann am Mittwoch aber, die Taskforce werde ihre Arbeit „auf unbestimmte Zeit“ fortsetzen. Auf seinen Kurswechsel angesprochen sagte Trump: „Ich hatte keine Ahnung, wie beliebt die Taskforce ist.“

Zugleich kündigte der Präsident eine Neuausrichtung des Gremiums an, das ihn beim Corona-Krisenmanagement berät und damit eine zentrale Rolle bei der Eindämmung der Pandemie spielt. Der Fokus werde fortan auf einer „Wiedereröffnung unseres Landes“ liegen, außerdem auf Impfstoffen und Behandlungsmethoden, schrieb Trump im Kurzbotschaftendienst Twitter. Außerdem würden möglicherweise einzelne Mitglieder der Taskforce ausgetauscht.


Trump beschreibt Situation „schlimmer als Pearl Harbor“

+++ 20.49 Uhr: US-Präsident Donald Trump verdeutlichte das Ausmaß der Corona-Krise am Mittwoch im Weißen Haus unter Bezugnahme auf Geschehnisse in der Vergangenheit. „Das ist wirklich der schlimmste Angriff, den wir je hatten. Das ist schlimmer als Pearl Harbor. Das ist schlimmer als das World Trade Center. So einen Angriff hat es noch nie gegeben und er hätte niemals passieren dürfen. Es hätte am Ursprung gestoppt werden können. Es hätte in China gestoppt werden können.“

Corona-Krise in den USA: Tonbandaufnahmen von Trump-Berater aufgetaucht

+++ 15.50 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat eingeräumt, dass eine Wiedereröffnung der Wirtschaft zum Verlust von Menschenleben führen könne. Dies sei „möglich“, sagte er am Dienstag im US-Sender ABC. Auch die „Washington Post“ berichtete über Trumps Eingeständnis: „Werden einige Menschen schwer getroffen sein? Ja“, soll Trump vor Reportern gesagt haben. „Aber wir müssen unser Land öffnen.“

+++ 15.40 Uhr: In der Corona-Krise drängt Donald Trump auf eine Öffnung der USA. In den vergangenen Wochen lobte der US-Präsident seine eigene Arbeit im Kampf gegen die Pandemie. So sagte er, die Mangel an Beatmungsgeräten und Corona-Tests sei Geschichte und das Land bereit, die Corona-Beschränkungen zu lockern. „Wir haben jedes Problem gelöst“, fasste Trump zusammen. 

Doch während Donald Trump ein Ende der Krise zu sehen vorgab, warnten seine eigenen Berater zeitgleich, dass es noch immer einen Mangel an Beatmungsgeräten, Schutzkleidung und anderen medizinischen Materialien gebe. Das berichtet das Magazin „Politico“, dem mehrere Tonbandaufnahmen der Treffen von Vertretern der Katastrophenschutzbehörde Fema und des Gesundheitsministeriums vorliegen. 

So ist laut „Politico“ zu hören, wie ein ranghoher Gesundheitsexperte bei einem Treffen am 1. Mai 2020 sagt: „Die Zahl der Todesfälle wird definitiv hoch sein.“ Würden alle US-Bundesstaaten die Beschränkungen aufheben, könnte es innerhalb weniger Wochen zu einer Überlastung der Krankenhäuser und einem schwerwiegenden Mangel an Beatmungsgeräten kommen, warnt ein anderer Berater.

+++ 13:20  Uhr: Trotz steigender Todeszahlen und neuen Berechnungen, die dramatische Szenarien für die USA in der Corona-Krise prognostizieren, formiert sich auf Donald Trumps Lieblingssender Fox News der Widerstand gegen die Beschränkungen.

Corona-Krise in den USA: Fox News versus „social distancing“

Angeführt wird dieser von Laura Ingraham. Die konservative Moderatorin hatte vergangenen Monat bereits gesagt, das Tragen von Schutzmasken mache „uns alle zur Antifa“. Jetzt kritisierte Ingraham in ihrer Show die Regeln des „social distancing“, also die Vorgabe, eines Mindestabstands von 1,50 Meter einzuhalten.

Laut Ingraham gebe es keine „wissenschaftliche Grundlage“, dass die Abstandsregeln dabei helfen, die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Das sei „noch nie erforscht“ worden.

Ingraham selbst hat keinen wissenschaftlichen Hintergrund. Das US-Gesundheitsministerium empfiehlt „social distancing“ als Maßnahme gegen die Verbreitung von Sars-CoV-2 und bezieht sich dabei auf eine ganze „Reihe an wissenschaftlichen Studien“.

Corona-Krise in den USA: Cuomo kritisiert Lockerungen

+++ 12.30 Uhr: Nach dem Bekanntwerden deutlich nach oben korrigierter US-Prognosen in der Corona-Krise hat New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo die zu schnelle Öffnung von Bundesstaaten kritisiert. „Je mehr Leute in Kontakt mit anderen Leuten sind, desto höher ist die Infektionsrate durch das Virus. Je mehr Leute sich infizieren, desto mehr Leute sterben“, sagte Cuomo bei seiner täglichen Pressekonferenz am Dienstag. Dies sei der Grund für die drastisch höheren Prognosen. „Wenn wir schnell öffnen, hat das einen Preis.“

Zuvor waren zwei neue Rechenmodelle für den Verlauf der Coronavirus-Pandemie in den USA öffentlich geworden, die von einem deutlichen Anstieg der Todeszahlen wegen der Öffnung einiger Bundesstaaten ausgehen. US-Präsident Donald Trump dringt trotz dieser drohenden Zuspitzung wie auch einige Gouverneure auf eine rasche Wiedereröffnung der leidenden Wirtschaft.

Corona-Krise in den USA: Mike Pence will Taskforce wegen „enormen Fortschritts“ auflösen

+++ 10.05 Uhr: Die US-Regierung um Donald Trump prüft nach Angaben von Vizepräsident Mike Pence die Auflösung der ranghoch besetzten Coronavirus-Arbeitsgruppe im Weißen Haus. Dies könne Ende Mai oder Anfang Juni geschehen und sei ein Zeichen des „enormen Fortschritts“ im Kampf gegen das neuartige Coronavirus, sagte Pence am Dienstag. Zweck der Corona-Arbeitsgruppe („Task Force“) war es unter anderem, die nötigen Behörden der Regierung zu mobilisieren und deren Handeln zu koordinieren.

Wie der „Deutschlandfunk“ berichtet, soll die Coronavirus-Arbeitsgruppe von einem neuen Team abgelöst werden, das sich auf die Wiedereröffnung der Wirtschaft konzentriere. Das habe Präsident Donald Trump bei einem Besuch im Bundesstaat Arizona erklärt. Man könne das Land nicht für fünf Jahre geschlossen halten, sagte Trump.

Trotz der von Pence und Präsident Donald Trump reklamierten Erfolge im Kampf gegen den Erreger scheint die Coronavirus-Pandemie in den USA längst nicht unter Kontrolle zu sein. Bislang sind in den USA den Forschern der Universität Johns Hopkins zufolge rund 1,2 Millionen Ansteckungen nachgewiesen worden, rund 70.000 Menschen kamen ums Leben. Einem einflussreichen Modell zufolge, das auch bereits mehrfach von der Regierung herangezogen worden war, könnte die Zahl der Covid-19-Toten bis zum Hochsommer noch auch etwa 134.000 ansteigen.

Trump besucht Schutzmaskenfabrik in Arizona - und trägt keine Maske

+++ 7.45 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat in Arizona eine Schutzmaskenfabrik besucht und dabei selbst keine Maske getragen - obwohl er im Vorfeld angedeutet hatte, dass er dies tun könnte. Das Unternehmen verlangt von den Beschäftigten des Werks, dass sie eine Maske am Arbeitsplatz tragen - was sie während des hohen Besuchs aus Washington auch taten. Auch einige Mitglieder von Trumps Delegation trugen Masken.

Vizepräsident Mike Pence hatte vor einer Woche scharfe Kritik auf sich gezogen, weil er beim Besuch einer US-Klinik gegen die Pflicht zum Tragen einer Schutzmaske verstoßen hatte.

Trump drängt trotz Corona auf Öffnung der Wirtschaft

+++ Update, 6.5.2020, 7.15 Uhr: Trotz einer drohenden Zuspitzung der Corona-Pandemie in den USA dringt US-PräsidentDonald Trump wie Gouverneure einiger Bundesstaaten auf eine rasche Wiedereröffnung der Wirtschaft. „Wir müssen unser Land öffnen“, sagte Trump am Dienstag vor dem Weißen Haus vor seinem Abflug nach Arizona. „Es ist Zeit, wieder an die Arbeit zu gehen.“ 

Zuvor hatte Trump auf Twitter geschrieben, dass es „aufregend“ sei zu sehen, wie sich das Land wieder öffne. Dabei hat sich die Prognose für den Verlauf der Corona-Pandemie in den USA gerade wieder eingetrübt: Zwei Modelle gehen davon aus, dass die Zahl der Coronavirus-Infektionen und Todesfälle diesen Monat deutlich ansteigt.

Zahl der Corona-Todesfälle steigt aus mehr als 70.000 

+++ 20.25 Uhr: Die Zahl der Corona-Todesopfer in den USA hat nach Angaben der Johns Hopkins University die Marke von 70.000 überschritten. Nach Angaben der Universität sind inzwischen 70.115 Menschen an dem Virus gestorben, was mehr als einem Viertel aller weltweit gemeldeten Todesfälle entspricht.

Die USA haben außerdem mehr Infektionen zu verzeichnen als jedes andere Land der Welt. Bis heute Nachmittag wurden 1.192.119 Fälle bestätigt.

New York ist mit mindestens mindestens 24.999 Toten nach wie vor der Staat mit den meisten Todesfällen. Während dort aber die Zahl der Fälle allmählich zurückgegangen ist, ist das Coronavirus in anderen Bundesstaaten noch immer auf dem Vormarsch.

Immunologe Fauci darf nicht vor „Trump-Hassern“ im Repräsentantenhaus aussagen

+++ 18.30 Uhr:  Donald Trump lässt seinen prominenten Berater Anthony Fauci im Senat zur Corona-Krise aussagen - nicht aber in dem von den Demokraten kontrollierten Repräsentantenhaus. Und warum? Der Präsident hat eine einfache Erklärung parat: Weil das Repräsentantenhaus „ein Haufen Trump-Hasser“ sei, wie er vor seiner Abreise nach Arizona im Garten des Weißen Hauses sagte. 

Dann legte er noch einmal nach und beschuldigte die Demokraten, auf ein Scheitern der Regierung in der Corona-Krise zu hoffen. „Ehrlich gesagt wollen sie, dass wir erfolglos bleiben. Sie wollen, dass noch mehr Leute sterben.“

Das Weiße Haus hatte bereits am Sonntag mitgeteilt, dass der prominente Immunologe Fauci von der Coronavirus-Arbeitsgruppe dem Haushaltsausschuss im Repräsentantenhaus nicht an diesem Mittwoch Rede und Antwort stehen werde. Die demokratische Ausschussvorsitzende Nita Lowey warf dem Weißen Haus daraufhin vor, Parteipolitik über Fragen der öffentlichen Gesundheit zu stellen. 

US-Medienberichten zufolge soll Fauci am Dienstag kommender Woche an einer Anhörung im Senat teilnehmen, den Trumps Republikaner dominieren. 

Düstere Prognosen in den USA: Deutlich mehr Corona-Tote befürchtet

+++ 16.40 Uhr: Das aktualisierte Modell des Instituts IHME der Universität Washington in Seattle geht davon aus, dass die Zahl der Covid-19-Toten in den USA von aktuell fast 69.000 bis Ende des Monats noch auf rund 110.000 Tote ansteigen wird. Erst ab Ende Juli soll sich die Opferzahl demnach bei rund 134.000 stabilisieren. Noch vor wenigen Wochen war die Universität davon ausgegangen, dass im Hochsommer bei etwa 90.000 Toten ein Plateau erreicht würde. 

Professor Chris Murray erklärte im Gespräch mit dem Sender NBC die veränderte Prognose mit Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen in einigen Staaten und damit, dass Menschen zuletzt öfter rausgegangen seien und sich weniger an die Abstandsregeln gehalten hätten. Trumps Regierung hat das IHME-Modell mehrfach für ihre eigenen Prognosen herangezogen.

Donald Trump selbst fiebert der raschen Wiederöffnung der Wirtschaft entgegen - obwohl die Corona-Pandemie längst nicht unter Kontrolle gebracht ist. „Es ist aufregend zu sehen, wie sich unser Land wieder öffnet!“, schrieb Trump auf Twitter.

Dagegen warnten Experten weiter vor einer übereilten Lockerung der Corona-Beschränkungen in machen Landesteilen. „Falls es keinen starken saisonalen Effekt gibt und der Sommer die Verbreitung des Virus nicht stärker verlangsamt als erwartet, sollten wir mit einer Zunahme der Fallzahlen rechnen“, schrieb etwa der frühere Chef der US-Gesundheitsbehörde CDC Scott Gottlieb auf Twitter.

Corona in den USA: Neuer Werbespot von Donald Trump erregt die Gemüter

+++ 13.20 Uhr:  Donald Trump nutzt die Corona-Krise für seinen Wahlkampf. Während sein designierter Herausforderer Joe Biden kaum noch in Erscheinung tritt, ist der US-Präsident allgegenwärtig. Auch sein Wahlkampfteam arbeitet auf Hochtouren. Jetzt erst wieder hat es einen Werbespot veröffentlicht, das Trumps Entscheidungen während der Corona-Pandemie ins beste Licht zu rücken weiß. Doch dabei scheint nicht alles mit rechten Dingen zugegangen zu sein.   

Die Anwälte von WarnerMedia, der Mutter des TV-Senders CNN, haben Trumps Team nun eine Abmahnung geschickt – und zwar, weil der Werbespot mit dem Titel „American Comeback“ die CNN-Berichterstattung auf eine Weise missbrauche, die „falsch, irreführend und täuschend“ sei. 

Ein Interview zwischen Moderator Wolf Blitzer und Dr. Sanjay Gupta wird dabei von Trumps Team so zurechtgeschnitten, dass folgender Dialog zu hören ist: „Ist es richtig, dass hier in den USA zwei Millionen Menschen ums Leben gekommen wären, wenn diese Maßnahmen nicht umgesetzt worden wären?“ Worauf Gupta mit einem „Ja“ antwortet. 

CNN ist davon wenig begeistert. „CNN fordert hiermit, dass Sie die Ausstrahlung der Werbung mit dem CNN-Clip einstellen, der so verfälscht wurde, dass die Öffentlichkeit irregeführt wird“, schrieb der Anwalt an Trumps Team. 

Corona-Krise in den USA: Bundesstaaten preschen vor

+++ Update, 10:00 Uhr: Die Corona-Krise hat die USA weiter fest im Griff. Die Infektionszahlen steigen, laut einer neuen Berechnung der US-Regierung rechnen die Verantwortlichen mit bis zu 3000 Toten pro Tag. Dennoch beginnen etliche Bundesstaaten mit der Lockerung der Corona-Maßnahmen.

Nach vorne preschen folgende Staaten:

  • Texas: Kinos, Friseure, Museen und sogar Restaurants sind wieder geöffnet.
  • Florida: Bis auf zwei Regionen soll der ganze Bundesstaat wieder offen sein. Auch die Strände des „Sunshine State“ sollen wieder zugänglich sein.
  • Indiana: Fast 20.000 Menschen sind dort mit dem Coronavirus infiziert, über 1000 Menschen an Covid-19 gestorben.
  • Colorado: Seit dieser Woche dürfen Leute auch wieder ins Büro.

Viele der Staaten, die nun die Maßnahmen lockern, haben nicht die Vorgaben erreicht, die das Weiße Haus eigentlich als Voraussetzung für eine Lockerung vorgegeben hatte. Donald Trump hatte dafür eigene Richtlinien der US-Regierung für die Gouverneure entwerfen lassen.

Doch im Gegensatz zu seinen eigenen Richtlinien hat Donald Trump die Gouverneure der Bundesstaaten in einem Interview mit Fox News ermutigt. Andere Bundesstaaten, wie zum Beispiel Virginia, die bislang keine Lockerung der Maßnahmen gegen das Coronavirus planen, wurden von Trump dagegen kritisiert.

Corona-Krise in den USA: Donald Trump auf Reisen

+++ Update, 5.5.2020, 7.00 Uhr: Donald  Trump will am Dienstag im US-Bundesstaat Arizona eine Fabrik besuchen, in der Atemschutzmasken hergestellt werden. Seit Mitte März hat er das Weiße Haus wegen der Corona-Pandemie kaum mehr verlassen. 

Vor einigen Tagen kündigte Trump an, nun wieder Reisen im Land unternehmen zu wollen. Vor der Visite in Arizona ließ Trump offen, ob er eine Schutzmaske tragen wird oder nicht. Sein Vize-Präsident Mike Pence hatte vergangene Woche Kritik auf sich gezogen, weil er bei einem Klinikbesuch auf eine Atemschutzmaske verzichtet hatte - er bedauerte das danach. Die US-Gesundheitsbehörde CDC empfiehlt, dass auch Menschen ohne Symptome in der Öffentlichkeit Masken tragen sollten.

Steigende Corona-Infektionszahlen prognostiziert

+++ 21.20 Uhr: US-Präsident Donald Trump drängt auf eine Öffnung der Wirtschaft - nach einem internen Dokument seiner Behörden könnte sich die Corona-Krise in den USA allerdings noch zuspitzen. Die „New York Times“ veröffentlichte am Montag eine vom Gesundheitsministerium und der Katastrophenschutzbehörde Fema zusammengestellte Präsentation, in der zwei Diagramme mit dem Vermerk „nur für den Dienstgebrauch“ enthalten sind. In einem davon wird prognostiziert, dass die Zahl der neuen Coronavirus-Fälle bis zum 1. Juni auf rund 200.000 pro Tag zunehmen könnte. Zuletzt hatte die Gesundheitsbehörde CDC von Samstag auf Sonntag einen Anstieg um knapp 30.000 verzeichnet.

Experten erwarten einem weiteren Diagramm zufolge, dass die Zahl der Todesfälle infolge einer Covid-19-Erkrankung bis zum 1. Juni auf etwa 3000 pro Tag steigen könnten. Zuletzt hatte die Gesundheitsbehörde wiederum von Samstag auf Sonntag einen Anstieg der Toten um 1452 vermeldet. Das Weiße Haus wies die Prognosen zurück. Sie spiegelten weder die Modelle der Coronavirus-Arbeitsgruppe im Weißen Haus noch die von ihr analysierten Daten wieder, teilte der Vizesprecher des Weißen Hauses, Judd Deere, am Montag mit. 

Deere betonte, es handele sich weder um ein Papier des Weißen Hauses, noch sei es der Arbeitsgruppe präsentiert worden. Trumps Richtlinien für eine graduelle Öffnung der Wirtschaft orientierten sich an wissenschaftlichen Erkenntnissen, mit denen die Gesundheitsexperten in der Regierung übereinstimmten. Oberste Priorität für Trump bleibe die Gesundheit der Amerikaner. 

Florida diente als Paradies für die Viren – trotz Expertenwarnung

+++ 16.30 Uhr: In Florida treffen sich jedes Jahr im Frühling die Studenten, um während der Semesterferien mal so richtig einen draufzumachen. Das war diesmal nicht anders als in den Jahren zuvor. Und das, obwohl eine Gerichtsmedizinerin die Behörden in Florida immer wieder darum  gebeten hatte, die Strände in der Region zu schließen, wie die „Washington Post“ berichtet.

„Schützen Sie die Bewohner“ von St. Johns County, schrieb Deanna A. Oleske demnach am 23. März. „Schließen Sie die Strände. Bitte.“ Doch die Behörden in St. Johns County ignorierten die Warnungen noch eine ganz Weile und hielten die Strände den größten Teil des März offen.

Erst nachdem auch dem letzten klar war, dass sich die Menschen an den Stränden nicht an die geltenden Abstandsregeln hielten, schloss am 29. März auch St. Johns County seine Strände.

Tatsächlich wurden Südflorida und Ostflorida zu einem Treffpunkt der „Covid Bros“, die entschlossen waren, den Spring Break am Strand zu feiern. Die Handy-Daten machen deutlich, wie viele Studenten im März sich an den Stränden in Florida aufhielten – und wie viele von ihnen dann zurück in den Nordosten flogen, wo später das Coronavirus explosionsartig ausbrach.

Am Montag (04.05.) wird St. Johns seine Strände wieder vollständig öffnen. Auch Restaurants in ganz Florida werden wieder geöffnet, obwohl dort immer noch täglich 700 bis 1000 neue Fälle von Coronavirus auftreten.

Trump bezeichnet Lockerungen als „sicher“ – trotz steigender Opferzahlen 

+++ Update, 14:20 Uhr: Trotz immer weiter steigender Opferzahlen hat Donald Trump die Öffnung der Bundesstaaten in der Corona-Krise als „sicher“ bezeichnet. Der US-Präsident sagte im Interview mit „Fox News“: „Ich glaube wirklich, dass es sicher ist, in Parks zu gehen und an den Strand, wenn man dort Abstand zueinander hält.“ Trump betonte auch, wie ernst er das Coronavirus nehmen würde. Drei seiner Freunde seien bislang daran gestorben.

Corona-Krise in den USA: Donald Trump spricht jetzt von 100.000 Toten

Im selben Interview erhöhte Trump die zu erwartenden Opferzahlen in der Corona-Pandemie auf bis zu 100.000 Tote. Mittlerweile sind mehr als 67.000 Menschen in den USA an den Folgen einer Covid-19 Erkrankung gestorben.

+++ Update, 10:55 Uhr: Donald Trump hat in einem Interview mit dem US-Sender Fox News die erwartete Zahl der Todesfälle durch eine Erkrankung mit Covid-19 auf 100.000 angehoben. Man sei zunächst von 60.000 Opfern in der Corona-Krise ausgegangen, sagte Trump. Nun würden es wohl eher 100.000 werden.

Corona-Krise in den USA: Donald Trump lobt sich trotz hoher Opferzahlen

Dennoch sparte Trump nicht mit Lob für sich und seine Regierung. „Ich weiß zwar nicht, ob man 100.000 Tote einen Erfolg nennen kann, aber ohne unsere Arbeit wären wir bei wirklich hohen Zahlen angekommen“, sagte Trump.

+++ Update, 4.5.2020, 6.15 Uhr: Die USA werden nach Einschätzung von US-Präsident Donald Trump voraussichtlich bis Jahresende über einen Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus verfügen. „Wir sind zuversichtlich, dass wir am Ende des Jahres, bis Ende des Jahres einen Impfstoff haben“, sagte Trump am Sonntag in einer Sendung des US-Fernsehsenders Fox News, die aus dem Lincoln Memorial in Washington gesendet wurde. 

Trump räumte zugleich ein, dass Experten seine Einschätzung in Zweifel ziehen könnten. „Die Ärzte werden sagen: Das dürfen sie nicht sagen“, vermutete der US-Präsident. Er spreche aber aus, was er denke.

Corona: Trump-Beraterin widerspricht US-Präsident

+++ Update 20:02 Uhr: Die Koordinatorin der Corona-Arbeitsgruppe des Weißen Hauses, Deborah Birx, hat sich besorgt über die jüngsten Proteste in Michigan gegen Corona-Beschränkungen geäußert - anders als US-Präsident Donald Trump. Für sie persönlich seien die Proteste wegen des Infektionsrisikos hochgradig besorgniserregend, sagte Birx dem Fernsehsender Fox News. 

Mit Blick auf die Tatsache, dass die Demonstranten in großer Zahl ohne Masken eng beieinanderstanden, erklärte sie, wenn diese Menschen nun daheim ihre Großeltern ansteckten und eine Erkrankung ein unglückliches Ende nehme, würden sie sich das ihr Leben lang nicht verzeihen. Birx mahnte: „Wir müssen einander schützen, auch wenn wir unsere Unzufriedenheit zum Ausdruck bringen.“

Corona-Proteste in Michigan: Trump unterstützt Demonstranten

Am Donnerstag waren während einer Protestaktion gegen Alltagsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie im US-Bundesstaat Michigan Demonstranten ins dortige Parlament eingedrungen - teils bewaffnet. Michigan gehört zu den US-Staaten, in denen es Privatpersonen erlaubt ist, offen Schusswaffen zu tragen, auch im Parlamentsgebäude. Mehrere Hundert Menschen versammelten sich bei der Demonstration im Eingangsbereich des Gebäudes und forderten das Ende des Notstandes in dem Bundesstaat. Trump unterstützte die Demonstranten und nannte sie „sehr gute Leute“.

+++ Update 14:32 Uhr: Zum Wohle der Wirtschaft soll Präsidentenberater Jared Kushner seinen Schwiegervater Donald Trump mit geschönten Zahlen zur Corona-Krise versorgt haben. In dem neuen Berechnungsmodell wurden weitaus niedrigere Fallzahlen errechnet als die USA nun erfahren.

+++ Update 11:15 Uhr: Die USA werden sich nicht länger an einer von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ins Leben gerufenenen Initiative zur Suche nach einem Impfstoff beteiligen gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 beteiligen. Das bestätigte ein Sprecher der US-Regierung gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

Corona-Krise in den USA: Deutschland und Frankreich kooperieren mit WHO

Das Ende der Kooperation zwischen den USA und der WHO hatte Donald Trump bereits vor einigen Wochen eingeleitet. Der US-Präsident hat sämtliche Zahlungen an die WHO aussetzen lassen. Sowohl Frankreichs Präsident Emmanuel Macron als auch Bundeskanzlerin Angela Merkel haben die Kooperation ihrer Länder bei der entsprechenden Initiative in Aussicht gestellt.

Donald Trump beschuldigte die WHO, sie habe die Gefahr einer Corona-Pandemie anfangs heruntergespielt, um China zu schützen - obwohl Trump selbst den Coronavirus zu Beginn als harmlos dargestellt hatte.

In der WHO scheint die Trump-Administration jedenfalls nach den Medien, den Demokraten, China und Barack Obama den fünften und nahezu perfekten Sündenbock für die Corona-Krise gefunden zu haben. 

Corona in den USA - Statistik zeigt: Opferzahlen könnten weitaus höher liegen

Update vom 03. Mai 2020, 8:30 Uhr: Eine Analyse der nationalen Statistik der Sterbefälle in den USA macht deutlich, dass sich hinter den Todesfällen in der Corona-Krise nicht nur Menschen befinden, die ohnehin nicht mehr lange zu leben gehabt hätten. Und lässt vermuten, dass die Opferzahlen in Zusammenhang mit dem Coronavirus weitaus höher ausfällen könnten als bislang angenommen.

Corona-Krise in den USA: Noch nie so viele Tote in März und April

Im Zeitraum von März bis Mitte April sind laut einer Auswertung der „Washington Post“ über 50.000 Menschen mehr gestorben als im Vergleichzeitraum in vergangenen Jahren. Während die Kurve der Todesfälle im historischen Vergleich ab Anfang April normalerweise abflacht, zeigt der Graph für das Jahr 2020 steil nach oben. Für die zweite Aprilhälfte, für die bislang noch keine offiziellen Daten vorliegen, erwarten die Experten einen noch steileren Anstieg.

Die hier erfassten Todesraten sind nicht zwangsläufig Opfer einer Covid-19 Erkrankung. Es könnte sich zum Beispiel auch um Menschen handeln, die einen Besuch im Krankenhaus aufgrund der Corona-Pandemie vermieden hätten oder die aufgrund von überfüllten Krankenhäusern nicht die medizinische Versorgung bekommen hätten, die sie benötigten, so die Washington Post.

Dan Weinberger, Epidemiologie-Professor an der Universität Yale, sagte gegenüber der Washington Post: „Die Leute müssen sich bewusst machen, dass die Todeszahlen, die sie präsentiert bekommen, offensichtlich unvollständig sind.“

Die USA sind das am härtesten von der Corona-Krise getroffene Land der Welt. Mittlerweile sind über 67.000 Menschen an den Folgen einer Covid-19 Erkrankung gestorben.

Corona in den USA - Fox-News Moderatorin: Masken machen alle zur „Antifa“

+++ Update, 15:45 Uhr: Die Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie treffen in den USA auf viel Widerstand. Bewaffnete Demonstranten drangen in das Landesparlament in Michigan ein, die Schließung der Strände in Kalifornien sorgte für Protestaktionen von Sacramento bis San Diego.

Und auch auf Fox News, Donald Trumps Lieblingsfernsehsender, zweifelt man zum Beispiel am Nutzen von Gesichtsmasken. Fox News Moderatorin Laura Ingraham hatte zwar selbst vor Wochen noch zum Tragen von Schutzmasken aufgefordert und Tipps zum Selbernähen gegeben. Nun macht die Rechtskonservative die Rolle rückwärts.

Das Tragen von Masken mache „alle jetzt zu [Mitgliedern der] Antifa“, twitterte sie unlängst, und legte in ihrer Show nach: Die Wirkung von Masken sei nicht bewiesen, die Pflicht, sie zu Tragen eine Verschwörung von Teilen der Regierung (nicht Donald Trump), Dr. Anthony Fauci und den Medien. Das Ziel: die amerikanische Bevölkerung verunsichern, damit diese den Corona-Maßnahmen Folge leistet.

Corona-Krise in den USA: Donald Trump verkündet Sonderzulassung für Medikament

+++ 12.22 Uhr: Die Arzneimittelbehörde der USA hat dem antiviralen Mittel Remdesivir eine Notfallgenehmigung ausgestellt. Wie Präsident Donald Trump im weißen Haus verkündete, könnten Ärzte ihre Coronavirus-Patienten Dank der Sonderzulassung nun mit dem Mittel Remdesivir behandeln, und zwar außerhalb der bisherigen klinischen Versuche.

Das Nationale Institut für Allergien und Infektionskrankheiten (NIAID) hatte am Mittwoch (29.04.2020) die vorläufigen Ergebnisse  einer Studie veröffentlicht, an der 1063 Covid-19-Patienten in den USA, inEuropa und Asien teilgenommen hatten. Eine Einnahme von Remdesivir habe demzufolge die Genesungsdauer von Patienten mit der Lungenkrankheit Covid-19 um bis zu 30 Prozent verkürzt.

Corona-Krise in den USA: Dr. Anthony Fauci bei Remdesivir optimistisch

Zum Einfluss auf Sterberate konnten noch keine eindeutigen Erkenntnisse gewonnen werden. Das Mittel habe eine Wirkung, eine vollständige Therapie sei Remdesivir aber nicht, unterstrich auch Anthony Fauci, der Leiter des NIAID.

Remdesivir ist ein experimentelles Medikament, das bislang weder in den USA noch in Deutschland als Arzneimittel zugelassen war. Entwickelt wurde das Medikament ursprünglich für den Einsatz gegen Ebola.

Corona in den USA: 65.000 Todesfälle - trotzdem weiterere Proteste in Kalifornien

Update vom 02.05.2020, 8.28 Uhr: Die Proteste gegen die Maßnahmen zur Einschränkung der Corona-Pandemie in den USA weiten sich aus. Auch in Kalifornien haben tausende Menschen für eine Lockerung der Einschränkungen demonstriert.

In mindestens elf Städten des bevölkerungsreichsten US-Bundesstaates soll es zu Demonstrationen gekommen sein, darunter die Hauptstadt Sacramento, San Francisco, Los Angeles und San Diego. Die Demonstranten, ausgerüstet mit „Trump 2020“-Schildern, kritisierten auch die Entscheidung des demokratischen Gouverneurs Gavin Newsom, die Strände des Bundesstaates zu schließen.

In Sacramento soll es nach einer Demonstration von Anhängern des US-Präsidenten Donald Trump zu zahlreichen Festnahmen gekommen sein. Das berichtet ein lokaler Radiosender. 33 Leute habe die Polizei vorübergehend in Gewahrsam genommen, weil diese den Anweisungen der Polizei nicht Folge leisteten und sich nicht an die wegen der Corona-Krise geltenden Abstandsregeln hielten.

Die USA ist das Land, das am härtesten von Covid-19 getroffene Land der Welt. Über 65.000 Menschen sollen in Folge der Lungenkrankheit gestorben sein. Mehr als 1,1 Millionen Menschen haben sich mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert.

Bewaffneter Corona-Protest - Trump spricht von „sehr guten Leuten“

Update, 16:00 Uhr: Die bewaffneten Demonstranten gegen die Maßnahmen zur Corona-Krise in Michigan können auf den Rückhalt von Donald Trump bauen. In einem Tweet bezeichnete der US-Präsident die Demonstranten als „sehr gute Leute, die aber sehr wütend sind“. 

Statt an Zurückhaltung zu appellieren, richtete Trump sich lieber an Gretchen Whitmer. Die Gouverneurin von Michigan solle „ein bisschen nachgeben, um das Feuer zu löschen.“

Der Tweet erinnert stark an Donald Trumps Kommentar zu den Protesten von Neonazis in Charleston. Damals hatte der US-Präsident von „sehr feinen Leuten“ gesprochen, die mit Fackeln und „Juden werden uns nicht ersetzen“ skandierend durch die Straßen marschiert waren.

Protest gegen Corona-Maßnahmen in den USA: Bewaffnete Demonstranten in Michigan.

Update, 15:15 Uhr: Michigans Gouverneurin Gretchen Whitmer hat sich weder von den bewaffneten Demonstranten vor dem Parlament noch von der republikanischen Mehrheit im Parlament davon abhalten lassen, den Notstand im Bundesstaat zu verlängern.

Die Republikaner hatten Whitmers Plan zur Verlängerung des Notstands zuvor die Zustimmung verweigert. In einer Stellungnahme kündigte die demokratische Gouverneurin dennoch eine ganze Reihe weiterer Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus an. „Covid-19 ist ein Feind, der mehr Menschen aus Michigan das Leben gekostet hat als der Vietnamkrieg“, sagte Whitmer.

Corona in den USA: Bewaffnete Demonstranten dringen in Parlament in Michigan ein

Update, 12:15 Uhr: Während einer Demonstration gegen die Einschränkungen in der Corona-Krise haben schwer bewaffnete Demonstranten das Parlamentsgebäude in Lansing, der Haupstadt des Bundesstaates Michigan, gestürmt. Mehrere hundert Menschen drangen in den Eingangsbereich des Gebäudes ein. Einsatzkräfte der Polizei stellten sich den Demonstranten in den Weg und verhinderten und hielten sie auf.

Donald Trump hatte die Proteste gegen die weit reichenden Corona-Maßnahmen des Bundesstaates erst vor kurzem angefacht. Der US-Präsident ermutigte die Demonstranten auf Twitter mit der Aufforderung: „Befreit Michigan!“

Feindbild der Trump-Anhänger in Michigan ist die demokratische Gouverneurin Gretchen Whitmer und ihre Politik in der Corona-Pandemie. Sie befand sich Angaben mehrerer US-Medien zum Zeitpunkt der Demonstration nicht in dem Gebäude.

Corona-Krise in den USA: Donald Trump sucht Schuldigen - über 60.000 Tote

Erstmeldung vom 01. Mai 2020: USA - Kein anderes Land ist von der Coronavirus-Pandemie so stark betroffen wie die USA. Mit mehr als einer Million Infizierten haben die Vereinigten Staaten rund ein Drittel aller Covid-19-Fälle weltweit. Nach den Daten der US-amerikanischen John-Hopkins-Universität (Stand 01.05.2020) sind bereits über 63.000 Menschen an den Folgen der Lungenkrankheit gestorben - das sind mehr amerikanische Todesopfer als der Vietnamkrieg gefordert hatte.

Corona in den USA: Bestatter in New York kommen mit Arbeit nicht hinterher

Am stärksten betroffen ist weiterhin die Millionenstadt New York. Über 18.000 Menschen in der Metropole starben in Folge einer Covid-19-Erkrankung. Zwar scheint der Höhepunkt des Ausbruchs überwunden, es gibt aber weiterhin viele Probleme. 

So wurden in der Nähe einer Bestattungsfirma in New York dutzende Leichen in mehreren Transportern gefunden. Der Bestatter habe die Fahrzeuge angemietet, weil es angesichts der vielen Toten in der Coronavirus-Pandemie keinen Platz mehr in den eigenen Räumen gegeben habe. „Mir ist der Platz ausgegangen. Uns kommen die Leichen zu den Ohren raus“, sagte er der „New York Times“.

Coronavirus in den Staaten: US-Präsident Trump mit kruden Tipps und Thesen

Donald Trump macht derweil mit bemerkenswerten Thesen und kruden Tipps auf sich aufmerksam. Nach eigenen Angaben habe er Hinweise darauf, dass die Corona-Pandemie ihren Ursprung in einem chinesischen Forschungslabor genommen haben könnte.

Auf die Frage eines Journalisten, ob er Informationen gesehen habe, die ihm ein „hohes Maß an Zuversicht“ in dieser Hinsicht gäben, sagte Donald Trump im Weißen Haus: „Ja, habe ich.“ Der Direktor der Nationalen Nachrichtendienste gab nur wenige Stunden vor Trumps Kommentar in einem Statement bekannt, dass bislang keine Beweise zu der Labor-Theorie gefunden worden seien.

Coronavirus in den USA: Vergiftungen nach Trump-Vorschlag

Tage zuvor ermunterte Donald Trump Forscher dazu, im Kampf gegen Corona zu prüfen, Menschen direkt Desinfektionsmittel zu spritzen. Trump sagte im Weißen Haus vor Journalisten, es wäre „interessant“, das zu prüfen. Unmittelbar vorher hatte bei der Pressekonferenz ein Regierungsexperte erklärt, dass Bleich- und Desinfektionsmittel den Erreger Sars-CoV-2 zum Beispiel auf trockenen metallischen Flächen wie einer Türklinke rasch abtöteten.

Infolge der Äußerungen von Trump verzeichnete die Giftzentrale im US-Bundesstaat Illinois eine Zunahme an Notrufen. In den Tagen nach den Aussagen Trumps habe es im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen „signifikanten Anstieg“ der Anrufe im Zusammenhang mit Reinigungsmitteln gegeben, sagte die Direktorin des Gesundheitsamtes, Ngozi Ezike. Beispielsweise sei mit einer Mischung aus Bleichmittel und Mundwasser gegurgelt worden, „in einem Versuch, das Coronavirus zu töten“. Ezike warnte eindringlich vor der Einnahme von Haushaltsreinigern.

Corona in den USA: 30 Millionen Arbeitslose – Trump twittert über „Fake News“ und Linksradikale

Auch die Lage am Arbeitsmarkt in den USA hat sich in der Corona-Krise dramatisch zugespitzt. Die Prognosen sind düster. Seit der Zuspitzung der Coronavirus-Pandemie sind mehr als 30 Millionen Menschen arbeitslos geworden. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der Woche bis einschließlich 25. April belief sich auf 3,8 Millionen, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag (30.04.2020) mitteilte.

In den fünf Wochen zuvor hatten bereits 26,4 Millionen Menschen ihren Job verloren – so viele wie nie zuvor in solch kurzer Zeit. Die neue Gesamtzahl der Arbeitslosen lag damit bei 30,2 Millionen seit Mitte März

Trump twittert in der Corona-Krise derweil munter über seine Lieblingsthemen weiter: „Fake News“ und angebliche Linksradikale.

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Alle bisherigen Informationen zur Corona-Krise in den USA finden Sie in unserem Liveticker vom April.

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Anfang des Jahres standen die USA und der Iran beinahe vor einem Krieg. Nun hat Donald Trump sein Veto gegen einen entscheidenden Beschluss eingelegt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel wird während einer Sitzung im Bundestag den Parlamentariern Rede und Antwort stehen. 

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tvd mit dpa

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