Skandale kosten AfD weiter Stimmen in aktueller Umfrage

Die Zustimmungswerte der AfD befinden sich im Jahr vor der Bundestagswahl im Sinkflug. Grund dafür dürften besonders die aktuellen Skandale sein.
Berlin – Die Alternative für Deutschland (AfD) sinkt weiter in der Wählergunst. Die rechtspopulistische Partei hat in der aktuellen Umfrage zur Bundestagswahl laut dem RTL/ntv Trendbarometer einen Prozentpunkt verloren und liegt nun bei 16 Prozent. Kein Wunder: In der Partei rumort es.
Skandale kosten AfD weiter Stimmen in aktueller Umfrage
Erst kürzlich hatte in Münster ein Prozess vor dem Oberverwaltungsgericht begonnen. Dort soll geklärt werden, ob der Verfassungsschutz die AfD als „gesichert rechtsextrem“ einstufen darf. In dem langwierigen Gerichtsverfahren hatte die Partei zuletzt bereits 457 neue Beweisanträge eingereicht, was weitere Verzögerungen im Prozess wahrscheinlich macht.
Zusätzlich zu den rechtlichen Auseinandersetzungen der Partei waren zuletzt erneut einige AfD-Abgeordnete mit Skandalen ins Rampenlicht gerückt:
- Gegen den thüringischen AfD-Fraktionschef Björn Höcke läuft ein Verfahren, weil er eine verbotene SA-Losung verwendet haben soll.
- Ein Mitarbeiter des AfD-Europaabgeordneten Maximilian Krah wurde am Montag (22. April) festgenommen. Er wird von der Generalbundesanwaltschaft verdächtigt, für China spioniert zu haben.
- Der AfD-Bundestagsabgeordnete Petr Bystron soll Kontakte zum von Russland finanzierten Propagandaportal „Voice of Europe“ unterhalten haben.
Umfrage zur Bundestagswahl: CDU, SPD, FDP und Grüne stagnieren
Derweil blieben die Umfragewerte der anderen Parteien in der Umfrage weitgehend unverändert. Die CDU/CSU führt weiterhin mit 31 Prozent, während SPD und Grüne jeweils 16 und 12 Prozent erreichen. Die FDP und das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) liegen beide bei 5 Prozent.
Um einen Punkt zulegen konnten die sonstigen Parteien, zu denen mittlerweile auch die Linke und die Freien Wähler gezählt werden. Das Sammelsurium der Kleinparteien kommt auf insgesamt 15 Prozent der Stimmen.
Ukraine-Krieg: Mehrheit der Deutschen glauben nicht an Sieg durch mehr Waffen
In der aktuellen Umfrage des RTL/ntv Trendbarometers ist auch der Krieg in der Ukraine Thema. Nur 35 Prozent der Bundesbürger glauben demnach, dass die Ukraine den Krieg gegen Russland gewinnen kann, wenn der Westen ihr deutlich mehr Waffen und Munition liefert. Unter den Anhängern der Grünen glauben das 58 Prozent.
Eine Mehrheit von 58 Prozent glaubt das nicht. Insbesondere Anhänger der AfD (80 Prozent) und des BSW (93 Prozent) sind der Meinung, dass auch mehr Waffen und Munition aus dem Westen der Ukraine nicht zu einem Sieg über Russland verhelfen würden.