Bild: Uwe Zucchi dpa/lhe

Der hessische Landtagsabgeordnete und Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke (CDU) wurde ermordet. Die Polizei hat inzwischen einen Tatverdächtigen.

  • Die Leiche von Lübcke wurde in seinem Garten gefunden.
  • Er hatte eine Schusswunde am Kopf.
  • Der Tatverdächtige nahm vor zehn Jahren an einer rechten Demo in Dortmund teil.

Update, Sonntag (17. Juni), 11.12 Uhr: Wie Spiegel Online berichtet, habe die Polizei den Tatverdächtige vor zehn Jahren mit etwa 400 Autonomen Nationalisten in Dortmund festgesetzt. Die Rechtsradikalen hatten damals am 1. Mai laut Spiegel Online eine Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DBG) attackiert.

Der Tatverdächtige sei damals laut dem Nachrichtenmagazin wegen Landfriedensbruchs zu sieben Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Aus Sicherheitskreisen erfuhr der Spiegel, dass der jetzt Tatverdächtige seit damals nicht mehr extremistisch aufgefallen sei.

Im aktuellen Fall hat inzwischen der Generalbundesanwalt die Ermittlungen übernommen. Mittlerweile hat der Tatverdächtige Stephan E. gestanden, Lübcke ermordet zu haben.

Spezialeinheit nimmt 45-Jährigen fest

Update, Sonntag (16. Juni): Im Fall des erschossenen Regierungspräsidenten Walter Lübcke haben Spezialeinheiten der hessischen Polizei in Kassel einen 45-jährigen Mann festgenommen. Der dringend Tatverdächtige wurde laut dpa am Sonntag in Untersuchungshaft genommen, wie die Staatsanwaltschaft Kassel und das hessische Landeskriminalamt mitteilten

Update, Sonntag (9.Juni): Der Befragte im Fall des ermordeten CDU-Politikers Walter Lübcke ist wieder frei. „Er wurde befragt und konnte danach gehen“, sagte ein Polizeisprecher am Sonntagmorgen laut der dpa. Polizisten der Sonderkommission „Liemecke“ nahmen den Mann am Samstagnachmittag in Gewahrsam und befragten ihn bis spät am Abend. „Die Befragung ergab keine Anhaltspunkte, die eine Tatbeteiligung stützen“, schreiben die SoKo und die Staatsanwaltschaft Kassel in einer Pressemitteilung. Deshalb habe man ihn am frühen Morgen wieder entlassen.

Update, Samstag (8. Juni): Der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) zufolge hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Es handele sich dabei um einen jüngeren Mann, der in privater Beziehung zu dem CDU-Politiker gestanden habe. Die Auswertung von Lübckes privaten Daten habe zu der Spur des Mannes geführt.

Lübcke wurde in der Nacht zu letzten Sonntag (2. Juni) auf der Terrasse seines Wohnhauses erschossen. Der Schuss traf ihn aus nächster Nähe in den Kopf.

Ursprungsmeldung (2. Juni): Der Fall ist mysteriös: Am Sonntag wurde im Hessischen Wolfhagen die Leiche des hessischen Politikers Walter Lübcke (†65) gefunden. Wie die Zeitung HNA berichtet, mit einer Schusswunde im Kopf.

Walter Lübcke: Todesumstände unklar

Eine Waffe wurde am Tatort jedoch nicht entdeckt. Von der Staatsanwaltschaft hieß es diesbezüglich nur, die Todesumstände seien unklar. Das hessische Landeskriminalamt hat nun die Ermittlungen aufgenommen. Am Montag will die Polizei dazu weitere Informationen veröffentlichen.

Das Gebiet um das Haus von Lübcke wurde laut HNA weiträumig abgesperrt. Die Einwohner der Kleinstadt seien währenddessen von der Kriminalpolizei befragt worden. Spekulationen der Zeitung zu einem womöglich tatverdächtigen Mann bestätigte die Polizei nicht.

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