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Nachdem die Gewerkschaft Verdi und die Arbeiterwohlgesellschaft sich auch in der dritten Runde der Tarifverhandlungen nicht einigen konnte, ruft Verdi nach Montag auch am Dienstag (19. Februar) zum Streik in NRW auf.

Update, Dienstag (19. Februar), 7.06 Uhr:
Am Dienstag sind in Nordrhein-Westfalen die Warnstreiks in Kitas der Arbeiterwohlfahrt fortgesetzt worden. Wie Agnes Westerheide von der Gewerkschaft Verdi am Morgen sagte, soll es außer in Kindertagesstätten auch Warnstreiks in der Ganztagsbetreuung in Schulen geben. Im mittleren Ruhrgebiet sollen laut Verdi beispielsweise etwa 25 Kitas geschlossen bleiben. Im Vergleich zu den Aktionen am Montag, an dem auch Senioreneinrichtungen betroffen waren, seien am Dienstag weniger Betriebe zu Warnstreiks aufgerufen. Am Montag hatten sich nach Verdi-Angaben landesweit rund 3500 Beschäftigte an Warnstreiks beteiligt.

Erstmeldung, Montag (18. Februar), 6.26 Uhr: Seit Ende letzten Jahres laufen die Tarifverhandlungen der Gewerkschaft Verdi und der Arbeiterwohlgesellschaft, kurz AWO. Da noch keine Einigung erzielt werden konnte, ruft die Gewerkschaft nun zum Streik auf. Am Montag und Dienstag kommt es in vielen AWO-Betrieben in NRW zum Streik.

Vor der vierten Tarifrunde blieben am Montag die Türen zahlreicher Kindertagesstätten geschlossen, auch Seniorenzentren seien betroffen, sagte eine Sprecherin der Gewerkschaft Verdi am Montag. Die Gewerkschaft gehe von einer hohen Streikbeteiligung mit über 2500 Beschäftigten aus.

Verdi fordert höhere Löhne – und zwar schnell

Die AWO betreibt in Nordrhein-Westfalen rund 3000 Einrichtungen. Darunter Kitas, Seniorenzentren und offene Ganztagsbetreuungen.

Die Gewerkschaft fordert für die Mitarbeiter der Arbeiterwohlfahrt eine deutlich bessere Entlohnung. Und dies möglichst schnell. Gefordert ist die Erhöhung der Tarife um zehn Prozent. Die Arbeitgeber wollen aber bei lediglich sieben Prozent bleiben.

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Die AWO äußerte sich dazu eher kritisch. Laut AWO-Verhandlungsführer Gero Kettler, wolle man, wie Verdi, eine bessere Entlohnung schaffen. Diese solle aber schrittweise erfolgen, da man nicht an der staatlichen Finanzierung der Einrichtungen vorbeischauen könne. Mit dpa-Material