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Nach dem Tod eines elfjährigen Mädchens aus Berlin hat der regierende Bürgermeister Michael Müller eine umfassende Aufklärung des Falls angekündigt.

„Ich bin sehr betroffen“, so Müller am Samstag (2. Februar) gegenüber dem Tagesspiegel. Die Schulverwaltung werde das genau untersuchen.

Die Berliner Polizei leitete mittlerweile außerdem ein sogenanntes Todesermittlungsverfahren ein. Wie der Tagesspiegel berichtet hatte, soll die Grundschülerin einen Suizidversuch unternommen haben und dann später im Krankenhaus gestorben sein.

Eltern informierten Schule über Tod ihrer Tochter

Dafür gab es zunächst jedoch keine offizielle Bestätigung. Am Samstag (2. Februar) bestätigte eine Sprecherin der Senatsbildungsverwaltung auf Anfrage zwar den Todesfall der 11-Jährigen, äußerte sich aber nicht näher zu dem Umständen des Todes.

Am vergangenen Dienstag (29. Januar) seien Schule und Schulaufsicht von den Eltern über den Tod ihres Kindes informiert worden, so die Sprecherin. Daraufhin habe die Schule am Donnerstag (31. Januar) einen Elternbrief verschickt und die Senatsbildungsverwaltung die Einrichtung mit Schulpsychologen für solche Notfälle unterstützt.

Mahnwache für totes Mädchen

Am vergangenen Freitag (1. Januar) habe dann die Schulleitung mit den Eltern über Möglichkeiten der Trauer gesprochen. Am Samstagabend (2. Februar) versammelten sich nach Angaben des Tagesspiegel rund 150 Menschen vor der Schule in Berlin, um der verstorbenen 11-Jährigen zu gedenken.

Aktuelle Top-Themen:

Der Tagesspiegel zitierte einen Vater, wonach es seit mehr als einem Jahr „massive Mobbing-Fälle“ an der Grundschule gegeben haben soll. Erst vor drei Wochen habe sich die Gesamtelternvertretung intensiv mit dem Thema Gewalt und Mobbing beschäftigt. Mit dpa-Material

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