Bild: Jair Cabrera Torres/dpa

Man ahnt es wahrscheinlich schon. Die gefährlichste Stadt der Welt bezogen auf die meisten Tötungsdelikte liegt nicht in Deutschland, sondern in Mittelamerika. Es ist die Stadt Tijuana in Mexiko.

Tijuana liegt im tiefsten Westen Mexikos direkt am Pazifik und grenzt südlich an Kalifornien. Rund 1,3 Millionen Menschen leben dort.

138 Delikte pro 100.000 Einwohner

In Tijuana hat es im vergangenen Jahr 138,2 Tötungsdelikte je 100.000 Einwohner gegeben. Das ging aus einem Bericht der gemeinnützigen mexikanischen Organisation „Bürgerrat für Sicherheit und Strafjustiz“ hervor, der am Dienstag (12. März) veröffentlicht wurde. Zum Vergleich: In Deutschland gab es 2015 gerade mal 0,8 Tötungsdelikte pro 100.000 Einwohner.

Mittel- und südamerikanische Städte führen die Liste an. Auf Platz Zwei der gefährlichsten Städte der Welt liegt die mexikanische Küstenstadt Acapulco mit 110,5 Tötungsdelikten pro 100.000 Einwohner.

Mexiko, Venezuela und Brasilien sind die gefährlichsten Länder

Dahinter liegt die venezolanische Hauptstadt Caracas mit 99,9 Tötungsdelikten. Die Städte, die auf den ersten zehn Plätzen liegen, befinden sich alle in Mexiko, Venezuela und Brasilien.

Von 2001 bis 2014 belegte die honduranische Stadt San Pedro Sula den ersten Platz. In den vergangenen fünf Jahren sank die Zahl der Tötungsdelikte aber um 75 Prozent. In der aktuellen Statistik ist die Stadt nicht mehr aufgelistet.

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Das Ranking basiert auf offiziellen Statistiken, Pressedaten und statistischen Prognosen, berichtet RP Online. Darin werden Städte mit mehr als 300.000 Einwohnern berücksichtigt, die nicht in einem Kriegsgebiet liegen.