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Die Musikstreaming-App Spotify hat Emre aus Köln über Nacht zu unerwarteter Bekanntheit verholfen – dabei war das ein Versehen.

  • Der 15-jährige Emre aus Köln will seinen Song „Ausländer 2“ auf Spotify hochladen.
  • Doch seinen Künstlernamen „Future“ trägt auch ein bekannter US-Rapper.
  • Der Musikstreaming-Dienst lud den Song versehentlich auf dem Profil des Amerikaners hoch.

Als Rapper möchte sich ein 15-Jähriger einen Namen machen. Blöd nur, wenn es den doppelt gibt…

Spotify: Musikstreaming-App verwechselt die Künstler

Die App Spotify, bei der es unterschiedliche Features gibt, nutzen Leute nicht nur, um Musik zu streamen. Musiker erhoffen sich durch das Hochladen ihrer Songs auch etwas mehr Bekanntheit. Deshalb hatte Emre aus Köln seinen Rap „Ausländer 2“ dort veröffentlicht – aber nicht als Emre, sondern unter dem Namen „Future“.

So heißt allerdings auch ein äußerst erfolgreicher US-Musiker, der bereits mit Stars wie Ludacris und Rihanna zusammen gearbeitet hat. Monatliche Hörer bei Spotify: 21 Millionen weltweit.

Fans des US-Rappers vermuten Hacker-Angriff

Der Musikstreaming-Dienst konnte aufgrund der Namensgleichheit nicht unterscheiden, ob der Song „Ausländer 2“ mit fancy Wurstscheiben auf dem Cover nun zu dem Schüler aus Köln oder dem US-Rapper gehört. Dadurch war auf einmal nicht mehr Emre der Interpret, sondern der Superstar aus Amerika.

Plötzlich habe der Kölner deshalb unzählige Nachrichten auf Instagram erhalten, sowohl von Freunden als auch von Fremden. Das erzählt der 15-Jährige gegenüber VICE.

Viele Fans des US-Rappers Future sind nach der Veröffentlichung von Ausländer 2 irritiert. Ein deutscher Song mit veränderter Stimme lässt seine Follower rätseln. Handelt es sich um einen Hacker-Angriff?

Emre klärt die Twitter-Gemeinde daraufhin über den Fehler auf. Er habe den Track einfach bei Spotify zur Veröffentlichung in Auftrag gegeben, schreibt der Jugendliche. „Ich habe nicht mit dem Release auf dem Profil beim großen Future gerechnet.“

Auch finanziell könnte sich der Fauxpas für den 15-Jährigen aus Köln ausgezahlt haben. Denn je mehr Klicks ein Song bei Spotify erreicht, desto mehr Kohle springt dabei heraus.