Bild: Monika Skolimowska/dpa

Für Nichtstun bezahlt werden – das funktioniert doch nicht. Denkste! Kurioserweise sucht ein Arbeitgeber Schweden tatsächlich einen Mitarbeiter, der im Job bitte überhaupt gar nichts tut. Dafür wird er gut bezahlt. Einen Haken gibt es nicht.

Am U-Bahnhof Korsvägen, in der zweitgrößten schwedischen Stadt Göteborg, entsteht eine neue Stelle. Der Bewerber muss nichts tun, sondern kann den ganzen Tag tun und lassen, was er will oder einfach nur auf der faulen Haut liegen. Die Stelle wird voll bezahlt und garantiert einen Job auf Lebenszeit. Das berichtet Spiegel Online.

Anstellung für die Ewigkeit ist ein Kunstprojekt

Hinter diesem kuriosen Jobangebot steckt ein Kunstprojekt. Das experimentelle Konzept „Eternal Employment („Anstellung für die Ewigkeit“) ist eine Idee des schwedischen Künstlerduos Goldin+Senneby. Die beiden haben sich in einem Ideenwettbewerb der schwedischen Behörde für Kunst im öffentlichen Raum und des schwedischen Verkehrsministeriums durchgesetzt.

Demnach wird ihr Projekt mit knapp 580.000 Euro gefördert. Eine Stiftung soll das Geld verwalten und so anlegen, dass die Gehaltszahlungen für „eine Dauer von etwa 120 Jahren“ sichergestellt sind.

Job birgt Risiken

Die Künstler Simon Goldin und Jakob Senneby gehen in der Projektbeschreibung aber auch auf die Risiken ein, die der Job birgt:

„Der Angestellte könnte von schwerem Bore-out (Stress durch chronische Unterforderung) betroffen sein, er könnte aber auch seine eigenen Projekte oder kreativen Ideen umsetzen, oder er könnte in einem Zustand ständigen Müßiggangs leben.“

Das monatliche Einstiegsgehalt liegt bei umgerechnet 2046 Euro brutto. Die Stiftung passt es jährlich an die Lohnentwicklung im öffentlichen Dienst von Schweden an. Es gibt Jahresurlaub und Rentenanspruch.

Stelleninhaber muss sich an Uhr einloggen

Bewerbungen sind ab 2025 möglich. Arbeitsbeginn ist 2026, wenn der derzeit im Bau befindliche Bahnhof seinen Betrieb aufnimmt. Denn hier liegt die einzige Bedingung: Der Stelleninhaber muss sich – um seine Arbeitszeit zu berechnen – an einer Stechuhr morgens und abends ein- und ausloggen.

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Die Stelle ohne jegliche Tätigkeitsbeschreibung solle das Verständnis von Wachstum, Produktivität und Fortschritt auf den Prüfstand stellen.