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Eigentlich ist Pirmasens in Rheinland-Pfalz der Spitzenreiter, was die kommunale Verschuldung angeht. Bei einem Blick auf die Top-Ten der am höchsten verschuldeten Städte und Gemeinde, lesen vor allem Menschen aus dem Ruhrgebiet aber viele vertraute Namen.

Hagen zum Beispiel. Oder Oberhausen. Auch Essen darf natürlich nicht fehlen und auch Mühlheim an der Ruhr ist mit dabei.

Altschulden belasten Städte

Pirmasens, so rechnet es der Spiegel einer Studie der Bertelsmann Stiftung zufolge nach, drücken 8.405 Euro je Einwohner. Die Kassenkredite im Ruhrgebiet liegen zwischen 6.164 Euro (Hagen) und 4.183 Euro (Essen).

Auch in Dortmund klang es im zweiten Halbjahr 2018 gar nicht mal so schlecht, als sich Stadtkämmerer Jörg Stüdemann gegenüber den Ruhr Nachrichten als „glücklichen Kämmerer“ bezeichnete. Er konnte dem Rat einen genehmigungsfähigen Haushaltsentwurf für 2019 vorlegen.

Schulden trotz sprudelnder Steuereinnahmen

Was diese frohe Botschaft aber nur kurz verdeckte: Die Stadt Dortmund sitzt bis Jahresende 2019 noch immer auf Schulden in Höhe von 2,67 Milliarden Euro. Altschulden vor allem. Denn die Steuereinnahmen liegen hoch wie nie.

Rechnet man diesen Schuldenberg so um, dass man ein vergleichbaren Wert zu dem in der Bertelsmann Studie bekommt, liegen die Kassenkredite in Dortmund bei etwa 4.558 Euro pro Kopf.

Kommission sucht nach Lösungen

Im Frühjahr tagt in Berlin eine Kommission die „gleichwertige Lebensverhältnisse“ schaffen möchte. Laut Spiegel sollen dabei Vorschläge vorgelegt werden, wie das Schuldenproblem gelöst werden kann. Denn das würde Kommunen und Städte wieder handlungsfähiger machen. Zum Beispiel in sozialen Bereichen.

Aktuelle Top-Themen:

Bürgermeister und Kämmerer fordern, dass ein Schuldenschnitt die Städte finanziell entlasten soll. Einen solidarischer Altschuldenfonds halten auch viele Ökonomen für sinnvoll.