Bild: Foto: Sven Hoppe/dpa

Hundehalter sollten jetzt ein besonderes Auge auf ihre Hunde haben. In Norwegen ist scheinbar eine rätselhafte Hundekrankheit ausgebrochen, die sich auch nach Deutschland ausbreiten könnte. Die Hintergründe der Krankheit sind bisher völlig unklar.

  • Mehrere Hunde mussten mit schwerem Durchfall zum Arzt.
  • Drei Hunde sind bereits verstorben.
  • Noch bestünde kein Verdacht, dass die Krankheit auch auf den Menschen übertragbar ist.

Hunde haben schweren Durchfall: Was steckt dahinter?

Diese Nachricht ist immer ein Schock für Hundebesitzer. Es ist möglicherweise eine Hundekrankheit im Umlauf. In Norwegen deutet derzeit alles darauf hin. Das haben norwegische Medien am Freitag (6.September) berichtet.

In den letzten Wochen hätten mehrere Tierärzte Hunde mit starkem Durchfall behandelt, heißt es. Bisher seien bereits drei der betroffenen Vierbeiner verstorben.

Hintergründe der Krankheit sind noch unklar

Eine Autopsie der drei Hunde, habe noch keine Ursache für den Tod und die Krankheit geliefert. Aus weiteren Autopsien und Proben wolle man den Ausbruch der Krankheit näher untersuchen. Die norwegische Behörde für Lebensmittelsicherheit arbeitet dabei mit dem norwegischen Veterinärinstitut zusammen.

Die Behörde suche bereits nach möglichen Ursachen, wie Viren, Bakterien und anderen Krankheitserregern. Bisher bestünde kein Anzeichen einer Einnahme giftiger Substanzen bei den Tieren.

Engen Kontakt zwischen Hunden vermeiden

Die zuständige norwegische Behörde empfiehlt Hundehaltern, den Kontakt zu anderen Vierbeinern zu vermeiden. Falls die Krankheit ansteckend ist, könne man so die Übertragung schon einmal anfangen zu kontrollieren. Dafür sollten Besitzer auch wissen, wo sie ihren Hunde besser an der Leine führen.

Besonders erschreckend sei die schnelle Entwicklung der Krankheit. Der Zustand von einigen Hunden hatte sich sehr schnell verschlechtert.

Krankheit breitet sich womöglich aus – auch nach Deutschland?

Laut dem norwegischen Online-Portal Mattilsynet seien die Krankheitsfälle zum ersten Mal in Oslo gemeldet worden. Ähnliche Krankheitsmuster gäbe es nun auch in anderen Teilen des Landes. Es bestünde aber noch keine Gewissheit über einen Zusammenhang der Fälle.

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Die zuständige Behörde weist auch eindringlich daraufhin, Hunde mit Symptomen einer Krankheit sofort zum Tierarzt zu bringen. Außerdem rate man, Hundebesitzern die Routineimpfungen einzuhalten.

Keine Übertragung auf den Menschen oder andere Tiere

Bisher seien noch keine Anzeichen für eine Übertragung auf den Menschen gegeben. Auch Fälle, in denen andere Tiere betroffen sind gäbe es noch nicht.

Auch in Deutschland gibt es jetzt die erste Warnung vom Verband Deutscher Schlittenhundesport Vereine. Reisende sollen ihre Hunde nicht mit nach Norwegen nehmen oder Hunde aus Norwegen mit nach Deutschland bringen.

Eine weitere Entwicklung und die Aufklärung der Krankheitsursache bleiben abzuwarten.

Hundebesitzer müssen aber auch an anderer Stelle aufpassen. So zum Beispiel beim Hundefutter. Hersteller Hill´s hatte Anfang des Jahres Futter zurückgerufen.