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Impfungen verhindern nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jährlich zwei bis drei Millionen Todesfälle. Doch in Deutschland und anderen reichen Ländern wird die Skepsis gegenüber Impfungen immer größer.

Die WHO zählt die mangelnde Impfbereitschaft bereits zu den größten Gesundheitsrisiken der Welt. Die Fallzahlen vermeidbarer Krankheiten wie Masern steigen rasant an.

Masernerkrankung hat sich vervielfacht

Bei der Akzeptanz von Impfungen könnte Deutschland wohl etwas von ärmeren Staaten wie zum Beispiel Mali lernen. Dort nehmen Menschen Impfungen als Segen wahr, als Lebensretter. In Mali erinnern sich die meisten Menschen noch an Fälle, in denen Kinder an vermeidbaren Krankheiten wie Masern, Pocken oder Tetanus gestorben sind.

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Die Zahl der Masernerkrankungen in Europa hat sich zuletzt vervielfacht – von 5273 im Jahr 2016 auf 23 927 im Folgejahr. Die Rückkehr solcher vermeidbarer Krankheiten in Europa sei „ein Weckruf“ und verlange „rasches Handeln“, fordert die WHO.

Impfgegner wehren sich gegen das Impfen

Die vor allem in reichen Ländern zunehmende Impfmüdigkeit hat Experten zufolge verschiedene Gründe: Manchmal sind Eltern einfach nachlässig oder vergessen vorgesehene Impfungen. Andere zweifeln am Sinn der vielen Impfungen. Manche wehren sich auch regelrecht gegen die Medikamente. Sie befürchten Nebenwirkungen oder zweifeln deren Wirksamkeit an.