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Ein Lkw-Fahrer ist am Mittwoch (12. Juni) auf der A4 in Thüringen hinterm Steuer zusammengesackt. Vier Soldaten reagierten schnell und brachten den fahrenden Sattelzug mit ihrem Bundeswehr-Laster zum Stehen. Für den Fahrer des Lkws gab es trotzdem kein Happy-End.

  • Insgesamt waren vier Soldaten an der Brems-Aktion beteiligt.
  • Sie konnten Schlimmeres verhindern.
  • Notarzt konnte nur noch den Tod des Lkw-Fahrers feststellen.

Mit ihrem schnellen Handeln haben die Soldaten auf der Autobahn A4 in Thüringen womöglich eine Katastrophe verhindert, als sie sich mit ihrem Laster vor den führerlosen Lkw setzten.

Lkw-Fahrer war leblos zusammengesackt

Der 67 Jahre alte Fahrer des Lastwagens war in seiner Fahrerkabine leblos zusammengesackt. Dann reagierten die beiden Helfer: „Der Oberstabsgefreite Christopher Seidel und ich waren auf der A4 Richtung Dresden unterwegs, als wir vor uns einen 40-Tonner sahen, der in die Mittelleitplanke fuhr und anschließend wieder auf die Fahrbahn zurückkam“, so Frischko gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Zufällig war hinter den beiden Soldaten aus Gera ein weiterer Bundeswehrlaster aus Havelberg unterwegs. Die Kameraden Christian Berndt und Patrick Durmaz konnten sich neben den Sattelzug setzen. Dort erkannten sie dann, dass der Fahrer völlig weggetreten war, so Frischko.

A4: Soldaten handeln mutig

Einer der beiden Soldaten aus Havelberg versuchte daraufhin zunächst, in das Führerhaus des Sattelzugs zu gelangen. Als dies nicht glückte, startete Friedemann Frischko schließlich das Bremsmanöver. „Ich habe mir zugetraut, das zu machen, schließlich wollte ich Schlimmeres verhindern“, sagte der 41-Jährige.

Als der Sattelzug fast schon zum Stehen gekommen war, konnte der Soldat aus Havelberg die Feststellbremse des Lkw bedienen. Schließlich kümmerten die Soldaten und ein Notarzt, der zufällig in der Nähe war, sich um den 67-jährigen Fahrer und versuchten, ihn zu reanimieren.

Notarzt stellt Tod des Lkw-Fahrers fest

Für den Mann kam jedoch jede Hilfe zu spät. Wie die Autobahnpolizei mitteilt, konnte nur noch der Tod des 67-Jährigen aus Sachsen-Anhalt festgestellt werden. Mit dpa-Material

Auf der A3 kam es kürzlich zu einem Unfall mit einem Schwerverletzten. Anstatt eine Rettungsgasse zu bilden, hatte ein Lkw-Fahrer anderes im Kopf und blockierte den Weg für die Rettungskräfte – aus diesem Grund.

Bei Unfällen sind leider immer häufiger dreiste Gaffer ein Thema. Bei einem Unfall mit zwei Lkw auf der A1 ärgerte sich zuletzt WDR-Radiomoderator Christian Terhoeven über schaulustige Leute auf der Autobahn.