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Auf einem Feld in Hessen ist am Wochenende (22./23. Juni) eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg explodiert – und hat einen riesigen Krater in einen Acker gesprengt.

  • Der Krater hat einen Durchmesser von etwa 10 Metern.
  • Der Langzeitzünder hat sich von selbst entzündet.
  • Im Ruhrgebiet, besonders auch in Dortmund, liegen noch immer viele Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden.

Der riesige Knall, der ein ebenso riesiges Loch in den Boden riss, ereignete sich glücklicherweise auf einem großen Feld in Limburg bei Koblenz. So entstand zwar ein Loch von etwa vier Metern Tiefe, doch außer aufgeworfenem Erdreich scheint nicht viel passiert zu sein. Niemand wurde verletzt.

Bombe war mit chemischem Zünder versehen

Pro Jahr explodiert in Deutschland statistisch gesehen eine Bombe ohne Fremdeinwirkung. In Hessen war es eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Die Bombe war mit einem chemischen Zünder ausgestattet, der sich mit der Zeit zersetzt.

Auch in Dortmund entschärfen Experten immer wieder Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg. Zuletzt eine britische 250-Kilogramm-Bombe an der Westfalenhütte.

Eine Frau und ein junger Mann stehen am Rande des riesigen Explosionskraters auf einem Feld. Foto: Boris Roessler/dpa

Die Anwohner Limburgs schreckte der Knall der Explosion in der Nacht zum Sonntag aus den Betten. Doch erst am nächsten Tag entdeckten sie den Krater. Der Kampfmittelräumdienst untersuchte daraufhin den Unglücksort. Inzwischen ist klar, dass es sich um eine 250-Kilo-Bombe handelte.

In Dortmund werden die Blindgänger in der Regel in der Stadtmitte gefunden. Die meisten Bomben werden bei Bauarbeiten gefunden.

Auch im restlichen Ruhrgebiet liegen noch immer viele Bomben im Boden versteckt. Häufig müssen vor der Entschärfung Hunderte Anwohner evakuiert werden. In Gelsenkirchen musste erst im Mai 3200 Anwohner wegen einer Bombenentschärfung ihre Häuser verlassen.

In manchen Fällen sind sogar Sperrungen von Autobahnen nötig – so wie die der A45 bei Dortmund. Mit dpa-Material