Bild: Jens Büttner/ZB/dpa

Das massenhafte Töten männlicher Küken bleibt rechtmäßig – zumindest vorerst. So hat das Bundesverwaltungsgericht am Donnerstag (13. Juni) geurteilt. Küken in der Legehennenzucht dürfen weiterhin geschreddert werden.

  • Brutbetriebe dürfen männliche Küken weiterhin schreddern.
  • Jedes Jahr töten Zuchtbetriebe 45 Millionen Küken kurz nach dem Schlüpfen.
  • Alternative Verfahren sollen das in Zukunft ändern.

Bis zur Einführung von alternativen Verfahren zur Geschlechtsbestimmung im Hühnerei dürften Brutbetriebe männliche Küken weiter töten. So urteilte das Gericht in Leipzig.

Küken schreddern – wirtschaftliches Interesse ist eigentlich kein Grund

Die wirtschaftlichen Interessen der Brütereien seien zwar allein kein vernünftiger Grund im Sinne des Tierschutzgesetzes. Bis Alternativen zur Verfügung stünden, sei die Fortsetzung der Praxis aber noch rechtmäßig.

Das Land Nordrhein-Westfalen hatte das Kükentöten 2013 per Erlass stoppen wollen. Zwei Brütereien aus NRW klagten dagegen.

Jedes Jahr töten Betriebe in Deutschland laut Bundeslandwirtschaftsministerium rund 45 Millionen männlicher Küken nach dem Schlüpfen. Sie sind für die Zucht von Legehennen überflüssig und eignen sich auch nicht für die Mast. Mit dpa-Material

Zwar ist das Schreddern weiterhin erlaubt, aber Polizei und Feuerwehr rücken immer wieder aus, um Küken zu retten. So wie in Bochum, hier musste die Feuerwehr zwei Entenküken mit einem Staubsauger aus dem Gully retten.

Auch in Dortmund musste die Feuerwehr junge Enten aus einem Gully befreien. Doch bei einem anderen Fall in Dortmund blieb die Polizei untätig. Mit einem Suppentopf haben ein paar Dortmunder die jungen Enten gerettet.